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"Der Schlossumbau wird wichtige Impulse geben"

Engagement für das Wittelsbacher Schloss: Kulturabteilungsleiter Frank Büschel unterstützte die Aktion "herzwärts"
 
Ausnahmekönner im Schlosshof: Greg Pattillo, Eric Stephansons und Peter Seymour
myheimat bat Kulturabteilungsleiter Frank Büschel, ein Fazit der abgelaufenen Kultursaison aus seiner Sicht zu ziehen.

Zukunftsprojekt: Wittelsbacher Schloss

Für mich ist die beste kulturpolitische Nachricht des Jahres, dass unser Wittelsbacher Schloss in Friedberg zu einem Veranstaltungszentrum ausgebaut und ein modernes Museum darin entstehen wird. Endlich kann das komplette Schloss nutzbar gemacht werden. Denn wir hatten als Verwaltung in der Vergangenheit enorme Schwierigkeiten, den Museums- und Veranstaltungsbetrieb in den nicht abgetrennten Bereichen zur Zufriedenheit aller Nutzer am Laufen zu halten.

Vor knapp sechs Jahren, am 9. März 2006, wurde der Kauf des Wittelsbacher Schlosses durch die Stadt Friedberg vom Freistaat Bayern notariell beurkundet. Damit hat die Stadt die Entscheidung getroffen, in ihr historisches Erbe zu investieren und es adäquat aufzuwerten. Dass auf diesem Weg auch Schwierigkeiten, unterschiedliche Meinungen, Streit und ein Bürgerentscheid auftreten, ist angesichts der Tragweite, der hohen Summen und unterschiedlichen Vorstellungen nichts Ungewöhnliches.

Dennoch: Friedberg hat auch schon in der Vergangenheit gegen Widerstände zukunftsweisende stadtpolitische Weichen gestellt, die sich im Nachhinein als richtig erwiesen haben (z.B. Bau der Tiefgaragen, der Umgehungsstraßen, der Stadthalle). Und wir stehen nicht nur im infrastrukturellen und gewerblichen Bereich im Wettbewerb der Städte. Die Kultur und damit auch die Investition in den großen Schlossumbau können Friedberg, der sechstgrößten Stadt Schwabens, wichtige Impulse für die Entwicklung geben – im Außen- wie im Innenverhältnis.

Ende 2012 sollen die Umbauarbeiten im Schloss beginnen. Das gibt der Stadt und anderen Veranstaltern eine vorläufig letzte Chance, den wunderbaren Renaissancehof zu bespielen. Heuer hatten wir mit der Open-Air-Reihe „herzwärts“ einen durchschlagenden Erfolg. Der Poetry-Slam ist dabei ein Format, das Friedbergs Publikum in kürzester Zeit lieben gelernt hat. Das Theater Augsburg hat uns wieder die Ehre gegeben und mit den Musikern Greg Pattillo, Eric Stephansons und Peter Seymour waren drei New Yorker Star-Kammermusiker im Schlosshof zu Gast. Sie legten eine Klasse an den Tag, wie sie der Schlosshof nach Meinung vieler Besucher wohl noch nicht erlebt hat. Für uns ist die positive Publikumsresonanz ein Ansporn, im kommenden Jahr noch eins drauf zu setzen. Wir arbeiten schon mit Freude daran.

Engagement im Verein "Stadt Kultur – Netzwerk bayerischer Städte"

Darüber hinaus werden wir im anstehenden Jahr unseren Weg fortsetzen, nicht nur Veranstaltung an Veranstaltung zu reihen, sondern ausgewählte Kultursparten noch besser herauszuarbeiten und zu stärken. Das Engagement der städtischen Kulturverantwortlichen im Verein "Stadt Kultur – Netzwerk bayerischer Städte“ und des Friedberger Bürgermeisters im Kulturausschuss des Bayerischen Städtetags zahlt sich immer mehr aus. Nächstes Jahr wird unsere Stadt wieder von einem bayernweiten Festival ("Stadt.Geschichte.Zukunft") profitieren. Damit können wir viele Friedberger Kultureinrichtungen und Schulen in ein gemeinsames Projekt einbinden, das die so genannte Alltagskultur von 1900 bis 2050 in den Focus nehmen wird.

Dank an Sponsoren

Danke möchte ich gerne sagen an unsere großzügigen Sponsoren, allen voran der Stadtsparkasse Augsburg. Ohne Kultursponsoring und Spenden hätten wir mit unseren relativ bescheidenen Kulturhaushaltsmitteln keine Chance, so ein vielfältiges Programm auf die Beine zu stellen. Bedanken möchte ich mich ebenso bei den vielen ehrenamtlichen Friedberger Künstlern, Vereinen und Gruppen, die mit der Stadt zusammen unseren Kulturkalender bereichern – ich nenne stellvertretend den Friedberger Musiksommer und den Skulpturenpfad im nächsten Jahr. Ein Dankeschön für die angenehme Zusammenarbeit möchte ich auch an meine Abteilungskollegen und die Mitarbeiter des Stadtbauhofes richten, an Bürgermeister Dr. Peter Bergmair und an Kommunalreferent Wolfgang Basch, die der Kulturabteilung den notwendigen gestalterischen Spielraum lassen und an den Kultur- und Sportausschuss, der uns vertrauensvoll unterstützt.
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Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin friedberger | Erschienen am 16.12.2011
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