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Aktion "herzwärts" schließt mit Blauer Stunde im Friedberger Schloss

Blaue Stunde im Friedberger Schloss - Architekten Braun & Partner und das Planungsteam Hammerl präsentieren die Umbaumaßnahmen
 
Blaue Stunde im Friedberger Schloss - Museumsleiterin Sr. Alice Arnold-Becker begrüßt die Zuhörer
Friedberg: Remise im Wittelsbacher Schloss | Wie es einmal aussehen wird im und um das Friedberger Wittelsbacher Schloss, zeigten die Planer und Visionäre vom Büro Braun & Partner Architekten und das Atelier Hammerl im Rahmen der Blauen Stunde, mit der die Aktion herzwärts zu Ende ging. Die Aktion sollte aufzeigen, mit welchen Verbesserungen im und am Wittelsbacher Schloss die Friedberger Bürgerinnen und Bürger und die zahlreichen Gäste und Besucher des kulturellen Friedberger Herzstücks in naher Zukunft rechnen können.

Mit Interesse verfolgten die zahlreichen Zuschauer die Vorträge. Kulturreferent Frank Büschel betonte in seiner Eröffnungsrede die Notwendigkeit der Baumaßnahmen, die mehrheitlich vom Friedberger Stadtrat beschlossen wurden. "Dringend notwendig ist die Neugestaltung des Friedberger Museums, nach jetzt vielen Jahren des Bestehens", erklärte Museumsleiterin Dr. Alice Arnold-Becker den anstehenden Umbau im Friedberger Wittelsbacher Schloss.

In einer detailreichen Präsentation erklärten die Münchener Architekten Braun & Partner die anstehenden Maßnahmen, die das Friedberger Schloss zum kulturellen Mittelpunkt heben wird. "An der Außenansicht werden mit dem Einbau neuer Fenster und einer grau-weißen Farbe der Fassade die baulichen Eingriffe in enger Abstimmung mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege so minimal wie möglich gehalten", betonte Dipl. Ing. Michael Braun in seinem Vortrag und wies auf die gute Zusammenarbeit mit der Behörde hin.

Im unteren Bereich wird die Verlagerung der Museumsräume in den Bereich des zuletzt im Schlossgebäude angesiedelten Staatlichen Vermessungsamts signifikante Änderungen mit sich bringen. Über einen neu gepflasterten Schlosshof, durch eine gläserne "Orangerie" geht es über einen neu gestalteten Treppenaufgang zu den neuen Museumsbereichen. Über diesen Eingangsbereich ist auch ein Durchgang zum jetzigen Rittersaal und zur Remise vorgesehen. Auch die jetzt in der Diskussion stehende Fluchtwegsituation wird im Zuge der anstehenden Baumaßnahmen gelöst werden. Dann werden auch wieder große Veranstaltungen mit namhaften Künstlern die Besucher in den romatischen Schlosshof locken. "Bei allem kulturellen Ansinnen darf der kommerzielle Gedanke nicht hinten angestellt werden", so Michael Braun. Die Erwirtschaftung von Einnahmen trage auch bei zur Erwirtschaftung der Rückflüsse der jetzt erforderlichen Investitionen.

Ein markanter Punkt des Schlossumbaus wird der Ausbau des Nordspeichers zu einem großen Veranstaltungssaal. In ansprechenden Bildern schilderte und zeigte Michael Braun während des Vortrags, wie sich dieser neue kulturelle Veranstaltungsort Friedbergs nach dem Ausbau dem Besucher zeigen wird: Erhalten werden soll der Dachstuhl aus dem 18. Jahrhundert und der Veranstaltungssaal wird nach oben bis zum Firstbereich offen sein. Die oberen zwei Drittel des inneren Dachbereichs werden in glimmendes Licht getaucht. Rund um den Veranstaltungssaal gibt es Clubräume, eine Empfangslobby mit Bar, Cateringbereiche, einen Lastenaufzug und Räume für die Künstler. Die Holzbalken und Stützen werden weiß gekalkt.

Der festgeplante Museumsbereich wird im Obergschoß in die Abteilungen Schlossgeschichte, Fayencen, Uhren, Archäologie und Museumspädagogik eingeteilt. Über eine Wendeltreppe erreicht man, wie auf einem Pilgerweg, die religiöse Kunst und kommt mit Präsentationen von Werken Friedberger Künstler wie Fritz Schwimmbeck, Karl Müller-Liedeck und Reinhart Heinsdorff zurück in die Friedberger Gegenwart. "Geschichte erleben und Gegenwart sehen", beschreibt Tanja Hammerl vom Münchener Gestalterteam Hammerl das neue Museumserlebnis in Friedberg. "Interaktiv wird der Besucher das neue Friedberger Museum erleben mit vielen "Durchblicken" neugierig auf die nächsten Räume gemacht, oder mit einem Blick durchs Fernrohr oder durch die Fenster die Geschichte mit der Jetztzeit vergleichen können", so Tanja Hammerl in ihren Vortrag.

Mit der bereits abgeschlossenen Planung sind insgesamt rund 20 Millionen Euro für die Sanierung vorgesehen. Bis zu fünf Millionen Euro Rückfluss an Zuschüssen wird erwartet. Die Mehrheit des Stadtrats sieht in der Sanierung eine zukunftsträchtige und verantwortungsbewusste Inverstition.

Weitere Informationen:

Aktion "herzwärts" im Internet
Museum der Stadt Friedberg im Wittelsbacher Schloss
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Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin friedberger | Erschienen am 24.09.2010
1 Kommentar
50.054
Christl Fischer aus Friedberg | 15.09.2010 | 15:16  
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