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50 Jahre Partnerschaft mit Friedberg/Steiermark: Mit dem Fußball hat es begonnen

Musik ist immer Trumpf wenn es heißt: Hurra, die Steirer kommen...”
 
Ein Bild von der 20-Jahrfeier 1986 im Schlosshof : Dr. Heinz Konrad (Steiermark) und Bürgermeister Albert Kling
Am Anfang stand ein Fußballturnier. „Viermal Friedberg“ nannte sich das Treffen, das im Jahre 1966 an Ostern hier im bayerischen Friedberg auf dem Platz der Sportfreunde erstmals über die Bühne ging. SC Pinggau-Friedberg/Steiermark, die Sportfreunde Friedberg/Bayern, der TSV Friedberg/Bayern und der VfL Friedberg in Hessen trafen sich dann immer öfter. Während die Beziehung zu den Hessen sich aber allmählich verlor, vertieften sich die Kontakte mit den Steirern rasant schnell.

Die Musik war von Anfang an dabei. Stadtkapelle und Jugendkapelle tauschten sich mit den steirischen Musikern aus und es folgten neben den Offiziellen dann fast sämtliche Bevölkerungsgruppen: Sänger, Veteranen, Schützen, Feuerwehrleute und Kulturschaffende aller Art pflegten einen besonders intensiven Kontakt. Gastfreundschaft, Herzlichkeit, Sangesfreude und Großzügigkeit kennzeichneten die Beziehungen. Und zum 50-jährigen Bestehen der Partnerschaft sind die Beziehungen frischer denn je.

Der damalige Vorstand der Sportfreunde Friedberg und spätere Bürgermeister Max Kreitmayr (1968 bis 1978) auf bayerischer und Fußballboss Fritz Aigner auf steirischer Seite sind die unbestrittenen Gründer dieser Partnerschaft, die allerdings offiziell erst im Jahre 1994 anlässlich der 800-Jahrfeier der Steirer urkundlich begründet wurde. Fünf Bürgermeister auf beiden Seiten haben diese Verbindung intensiv gepflegt. Für Friedberg/Bayern: Joseph Hohenbleicher, Max Kreitmayr, Albert Kling, Dr. Peter Bergmair und Roland Eichmann. Für Friedberg/Steiermark: Hans Rechberger, Franz Thalhammer, Rupert Gruber, Karl Mathä und Wolfgang Zingl.

Starke 600 Kilometer liegen zwischen den beiden Friedbergs. In gut 5 Stunden ist man auf der Autobahn Richtung Salzburg-Wien-Graz im anderen Friedberg und wie im bayerischen Friedberg ist die majestätisch wirkende Hochlage augenfällig. Man muss wie hier erst den „Friedberger Berg“ überwinden, um die heimelige Atmosphäre des allerdings wesentlich kleineren Stadtzentrums genießen zu können. Im Jahre 1194 aus den Lösegeldzahlungen für den englischen König Richard Löwenherz durch den Babenbergerherzog Leopold V. gegründet, ist „Friedberg im Wechselland“ eine lebendige Kleinstadt mit 3000 Einwohnern geworden. Die Nähe zum Burgenland und Ungarn, zur Südsteirischen Weinstraße, zur Apfel- und Blumenstraße sowie zu den bekannten Thermalbädern Waltersdorf, Radkersburg und Blumau macht das steirische Friedberg auch als Touristenziel interessant.
Unzählige Freundschaften wurden geschlossen, weil Jahr für Jahr organisierte oder auch spontane gegenseitige Besuche stattfanden. Auch eine Eheschließung und persönliche Partnerschaften hat diese Verbindung hervorgebracht.

Der erste Teil der Feierlichkeiten anlässlich des 50-jährigen Bestehens ging bereits im August letzten Jahres in der Steiermark über die Bühne. Und da brachte Bürgermeister Roland Eichmann zusammen mit dem Präsident des Partnerschaftskomitees, Felix Reithemann, ein vielbeachtetes zwei Meter hohes Marterl mit. Mit einem von Franz Seidl geschaffenen „Ruhherrle“. Es steht an exponierter Stelle am Eingangstor der Stadt.

Dass eine erfolgreiche Städtepartnerschaft auch „durch den Magen“ geht, weiß man. Spezialitäten wie das steirische Verhackerte, das Gsölchte, das Kürbiskernöl oder der rosefarbene Kultwein „Schilcher“ stehen auf der obersten Einkaufsliste, wenn die Steirer beim „Friedberger Advent“ ihr Angebot ausbreiten. Und natürlich bringen sie diese Artikel auch mit, wenn es alle drei Jahre im Schlosshof oder in der Stadthalle heißt: „Hurra die Steirer kommen…“ So wie diesmal auf dem Marienplatz am Samstag, den 17. Juni 2017.
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Weiterveröffentlichungen:

Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.friedberger | Erschienen am 03.06.2017
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