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So war die Friedberger Zeit 2019

157.000 Besucher, zufriedene Gastronomen und Ständeleute, ein stets gut gelaunter Wettergott und ein überwältigendes Rahmenprogramm – diese Eckpunkte kennzeichnen das 11. Historische Altstadtfest Friedberger Zeit 2019.
 
11. Friedberger Zeit 2019
Friedberg: Friedberger Zeit |

157.000 Besucher, zufriedene Gastronomen und Ständeleute, ein stets gut gelaunter Wettergott und ein überwältigendes Rahmenprogramm – diese Eckpunkte kennzeichnen das 11. Historische Altstadtfest Friedberger Zeit 2019.

Zur wahrhaften Institution geworden ist diese Retrospektive in die Zeit Friedbergs im 17./18. Jahrhundert, die seit 1989 alle drei Jahre die liebenswerte Stadt Friedberg im Wittelsbacher Land für zehn Tage zum Besuchermagneten für Hunderttausende werden lässt. Friedberger Bürgerinnen, Bürger und Kinder kleiden sich in historientreu geschneiderte Gewänder, allerorts gilt ein respektvolles „Habe die Ehre!“ als gegenseitiger Gruß und das lapidare „Prost!“ wird beim trinken aus den Steinkrügen durch „Auf die Gesundheit!“ ersetzt. Zöllner kontrollieren den Einlass in den Stadtbereich, Cordonisten wachen über die Sicherheit und Nachtwächter mahnen spät abends die Einhaltung der Nachtruhe an. Es herrscht eine freundliche, respektvolle Atmosphäre in der Friedberger Innenstadt. In unzähligen Arbeitsstunden haben Mitabeiter des Städtischen Bauhofs Holzhütten und gastronomische Bereiche aufgebaut. Manch genüsslicher Speis‘ und Trank wird von den Gastronomen aufgetischt und wer rechtzeitig seine Plätze an den Tischen reserviert hat, genießt unvergessliche Stunden.

Der Marienplatz gerät zur großen Bühne währen der Friedberger Zeit. Abgeführt von der Friedberger Stadtwache werden üble Missetäter erst im Schandkarren durch die Innenstadt gekarrt und an den Pranger gestellt. Im Trubel des johlenden Volkes folgt dort die Verlesung der Straftaten des Beklagten. Gibt es doch tatsächlich Menschen, welche die Friedberger Zeit in den Ortsteil Wiffertshausen verlegen möchten oder einen Apotheker, der sich im Anfall plötzlichen Wahnsinns für Mozart hält. Die lautstarke Beteuerung der Unschuld wird vom schadenfrohen Volk stets mit „Schuldig!“ quittiert und es folgt die berüchtigte Bäckertaufe auf dem Marienplatz. Festgeschnallt auf einem Holzstuhl wird der Beschuldigte hoch über die Menge geschwenkt und anschließend in einem großen Wassertrog getaucht. Nach etlichen Strafversenkungen darf sich der Geläuterte von den Bediensteten der Badstube bei einem warmen Bad im hölzernen Badzuber verwöhnen lassen.

Musiker, Gaukler und Turner beleben das Stadtbild. Im Archivhof wird ordentlich der Lukas gehauen und in der hölzernen Kegelbahn werden die Kegel von Hand aufgestellt. Rund um diee Friedberger Stadtpfarrkirche und in den Seitenstraßen der Stadt zeigen Handwerksberufe ihre Arbeiten. Neu im Veranstaltungsangebot waren bei der Friedberger Zeit 2019 der Schlossweiher und das neu gestaltete Friedberger Wittelsbacher Schloss. Tausende begeisterte Zuhörer erlebten beim Konzert am Schlossweiher die Wasserspiele von Georg Friedrich Händel, aufgeführt von der Städtischen Jugendkapelle und der Stadtkapelle Friedberg. Schlosshof, im Rittersaal und im großen Saal wurden musikalische, tänzerische und schauspielerische Darbietungen aufgegführt. Traditionelle Bereiche wie der Hafnergarten mit dem großen Streichelzoo boten neben genüsslichen Speisen und Tränken auf der Bühne viele, stets gut besuchte Darbietungen.

Ja, sie ist etwas ganz besonderes, die Friedberger Zeit. Wenn Stadtpfarrer Steffen Brühl mit einem „Habe die Ehre!“ die Menschen in der voll besetzten Kirche willkommen heißt und die Menschen den Gruß laut zurück geben, dann sind schon Emotionen angesagt. In einer stimmungsvollen, mit vielen brennenden Fackeln beleuchteten Zeremonie wird am Ende die 11. Friedberger Zeit beendet. In den Abschiedsworten von Friedbergs Bürgermeister Roland Eichmann ist neben der Melancholie aber auch die freudige Hoffnung zu spüren: „Schlaf gut, Friedberger Zeit! Wir freuen uns schon heute auf Dein Erwachen im Jahr 2022!“

Text: Franz Scherer
Bilder: FSeventfoto, Franz und Sabina Scherer
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Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.friedberger | Erschienen am 03.08.2019
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