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Friedberger Pfadfinder knüpfen weltweite Kontakte beim JOTA/JOTI

Am Laptop werden über das Internet weltweite Kontakte geknüpft.
 
Mit dem Lötkolben wurden Bausätze gelötet.
Friedberg: Wasserturm |

Auch in diesem Jahr waren die Pfadfinder und Pfadfinderinnen der DPSG Friedberg, Stamm Konradin wieder beim internationalen Jamboree-On-The-Air (JOTA) und Jamboree-On-The-Internet (JOTI) am dritten Oktober-Wochenende vertreten. Zusammen mit der Jugendgruppe der Funkamateure vom DARC Ortsverband T19 (Deutscher Amateur Radio Club, OV Friedberg) wurde diese Veranstaltung mit rund 25 Beteiligten im Friedberger Wasserturm ermöglicht. Nach einer kurzen Einführung in Amateurfunk und Tagesablauf ging es für die Teilnehmer auch schon los: in verschiedenen Stationen konnten sie sich in den Bereichen Technik und Kommunikation ausprobieren.

Bei der JOTI- und JOTA-Station ging es jeweils darum über das Internet und den Amateurfunk Kontakte mit den rund einer halben Millionen weltweit teilnehmenden Pfadfindern zu knüpfen.

Beim JOTI lief der Großteil der Kommunikation über einen IRC-Server ab. Das ist eine bestimmte Form des Text-Chats bei der mehrere Benutzer gemeinsam Nachrichten in einen virtuellen Raum schreiben können, wo sie jeder andere lesen und beantworten kann. Großen Anklang fand hierbei auch ein Quiz-Kanal, bei dem unter anderem Grundwissen, Pfadfinderwissen und Scherzfragen an der Tagesordnung standen. Wer sich traute, der konnte sich in anderen Kanälen auch in Sachen Fremdsprachen-Kenntnisse austoben. Weiterhin wurde die Kommunikation in Bild und Ton mit Webcam und Headsets auch über das Programm Skype getestet. Hierbei kamen auch Verbindungen mit Südafrika und wegen der Zeitverschiebung erst zu später Stunde sogar mit Neuseeland zustande. Die zustande gekommenen Verbindungen wurden auf einer Weltkarte mit Pinnnadeln markiert. Vertieft in die virtuellen Welten wollten ein paar der Anwesenden fast schon auf das gemeinsame Abendessen verzichten.

Beim JOTA konnten die Teilnehmer mit verschiedenen Amateurfunk-Gegenstationen etwa Daten wie Name, Standort oder Hobbys ausgetauscht werden. Nach jedem Funkgespräch durften die Pfadfinder und Pfadfinderinnen dabei sogenannte QSL-Karten ausfüllen. Diese Funkverbindungs-Bestätigungen werden ähnlich wie Postkarten verschickt und können von der Gegenseite zur Erinnerung aufbewahrt werden. Hier kamen verschiedene Gespräche über Kurzelle, UKW und Echolink und digitale Betriebsarten wie PSK31 zustande.

Die Kinder und Jugendlichen konnte sich auch im Löten ausprobieren: an einer weiteren Station konnte jeder selbst eine elektronische Schaltung mit verschiedenen Bauteilen zusammenbauen, löten und in Betrieb nehmen. So konnten auch Grundlagen ergründet werden, was ein Widerstand oder eine Diode in einer elektronischen Schaltung macht und wie man mit dem Lötkolben richtig umgeht. Der Bausatz war ein elektronischer Käfer, der mit einen lichtempfindlichen Sensor bestückt ist mit dem er auf das Blinken von einer Taschenlampe oder anderen „Scout Bugs“ (engl. Pfadfinder-Käfer) reagieren kann. So wird er auch im dunklen Zelt wieder gefunden. Zudem kann er von den Pfadfindern auch als Halstuchknoten verwendet werden.

Zwischen den Aktivitäten im Innenraum konnten sich die Teilnehmer im Code-Knacken üben beim Geländespiel: auf einer Art Schnitzeljagd im Freien mussten mehrere Aufgaben bewältigt werden. Versteckt im Gebüsch versteckten sich mehrere verschlüsselte Fragen. Die Kinder und Jugendlichen mussten heraus finden was sich hinter den Fragen zum Pfadfinder-Wissen befand. Die richtige Antwort lieferte dann einen Buchstaben des Lösungswortes. Wer gut mit Flaggenalphabet, Morse-Code, Blindenschrift und anderen Codes umgehen konnte wurde so schneller mit dem richtigen Weg zum „Schatz“ belohnt.

Abschließend kann man sagen, dass alle Beteiligten am Wochenende viele Kontakte knüpfen konnten und auch bei den weiteren Aktivitäten viel Spaß hatten und die Aktion auch im nächsten Jahr wieder statt finden wird.

Vielen Dank für die zur Verfügung gestellten Funk-Gerätschaften und Räumlichkeiten, sowie die Mitnutzung des Internets gehen an den DARC Ortsverband Friedberg, die Stadt Friedberg und die VHS Aichach-Friedberg. Ein Dank geht natürlich auch an die Helfer im Vorfeld und an der Aktion selbst!

Weitere Bilder, sowie Informationen zum Amateurfunk in Friedberg unter www.t19-friedberg.de und zu den Pfadfindern in Friedberg unter www.dpsg-friedberg.de.
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