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Das neue bayerische Gymnasium G8 - Ein Blick ins Wernher-von-Braun-Gymnasium

Urkunde

Seit drei Jahren befindet sich das bayerische Gymnasium im Umbruch. Den Anstoß hierfür gab Ministerpräsident Edmund Stoiber mit seiner Regierungserklärung im Jahre 2003, doch mittlerweile hat der Prozess der Neuerungen seine eigene Dynamik entwickelt.

So wurden die Ausbildungszeit am Gymnasium um ein Schuljahr verkürzt, der Lehrplan erneuert, der Unterricht bereits für die Unterstufe in den Nachmittag hinein ausgeweitet. Intensivierungsstunden, bei denen die Klassen in kleinere Lerngruppen aufgeteilt sind, eröffnen zusätzliche Übungsmöglichkeiten, handlungsorientierte und auf den Erwerb sogenannter Schlüsselqualifikationen zielende Unterrichtsverfahren treten neben den traditionell eher lehrerzentrierten Unterricht.

Vor diesem Hintergrund sucht jede Schule nach dem für sie optimalen Weg der Erneuerung. Das Wernher-von-Braun-Gymnasium legt hierbei besonderes Gewicht auf den Ausbau individuel¬ler Fördermaßnahmen - weit über die vorgeschriebenen Intensivierungsstunden hinaus: Die Betreuung von Unterstufenschülern durch Tutoren aus der Mittel- oder Oberstufe wurde wiederbelebt, spezielle Lerntutoren helfen gegen geringes Entgelt bei Lernschwierigkeiten, Referendare geben Schülern des letzten G9-Jahrgangs, deren Vorrücken gefährdet ist, gezielten Förderunterricht, das soziale Lernfeld ist durch die Einführung eines verpflichtenden Sozialpraktikums gestärkt, mit Italienisch als spät beginnender Fremdsprache kann die Sprachkompetenz erweitert werden, ein von Vertretern aller Fächer erarbeitetes Methodentraining hat sich bewährt.

Das Wernher-von-Braun-Gymnasium ist auf seinem Weg in die neue Zeit damit gut positioniert. Dies zeigt nicht zuletzt auch die erste Langzeitauswertung der seit dem Jahr 2002 bayernweit einheitlich durchgeführten Jahrgangsstufentests in Deutsch, Englisch und Mathematik. Wir dürfen es sicher als Bestätigung unserer bisherigen Arbeit ansehen, dass wir vom bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus auf diesem Gebiet als eine der 25 besten Schulen in Bayern ausgezeichnet wurden. Dabei ist uns aber sehr wohl bewusst, dass für das gute Ergebnis auch unsere günstigen Rahmenbedingungen mit ursächlich sind: So kommen unsere Schüler/innen in aller Regel von ihren Grundschulen schon gut vorbereitet zu uns, weite Teile der Elternschaft begleiten das schulische Fortkommen ihrer Kinder in Abstimmung mit deren Lehrkräften, ein engagierter Elternbeirat gestaltet das Schulleben mit viel Eigeninitiative konstruktiv mit. Nicht zu vergessen ist unsere gute räumliche und technische Ausstattung, hat doch der Landkreis als Sachaufwandsträger für die Belange seiner Schulen trotz angespannter Haushaltslage stets ein offenes Ohr.

Das neue Schuljahr haben wir mit 1159 Schüler/innen begonnen, das sind immerhin knapp 150 mehr als es noch vor drei Jahren war. Dieses Wachstum zeigt, welch großes Vertrauen unserer Schule aus der Elternschaft entgegengebracht wird. Ein Grund hierfür ist sicherlich auch, dass weithin bekannt ist, auf welch hohem Niveau sich unsere Schüler/innen dank des Engagements ihrer Lehrer/innen über den reinen Unterricht hinaus verwirklichen können: Theater, Big-Band, Chor, Orchester, internationale Austauschprogramme, Wettbewerbe und Projekte aller Art - wir freuen uns, gerade über diesen Bereich unseres Schullebens künftig im friedberger Stadtmagazin einer noch breiteren Öffentlichkeit Einblick geben zu können.
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