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Saale-Unstrut trifft Mosel – „Weinfreunde“ auf Botschafter-Tour

  Mehrmals in der Saison verlassen die „Weinfreunde Saale-Unstrut“ heimatliche Gefilde, um sich in anderen Anbaugebieten umzuschauen. Das war sowohl im August 2009 in Südtirol der Fall, als auch dieses Frühjahr im Rheingau; und Ende August zog es einen Tross von 50 Weinfreunden (nicht nur…) an die Mosel.

Wer westwärts gen Mosel zieht, kommt am Rheingau nicht vorbei. Zufällig oder gewollt: die erste Station auf dem Weg zur Mosel war also der Rheingau. In Wiesbaden machten die Weinfreunde Zwischenstopp auf der „Rheingauer Weinwoche“. Rund um den Hessischen Landtag war dort versammelt, was im Anbaugebiet Rang und Namen hatte. Diverse Prädikatsweingüter präsentierten ihre Ersten Gewächse – eine zweistündige Einstimmung auf fünf Tage intensive Weinerfahrung für die „Weinfreunde Saale-Unstrut“.

Doch das Ziel hieß „Burgen (Mosel)“, und so ging es den Rhein aufwärts. In Koblenz konnte man „Vater Rhein“ aber auch nicht einfach links liegen lassen! Und so war eine Stadtbesichtigung vom Deutschen Eck aus obligatorisch; denn für Weinfreunde ist Wein- auch immer Kulturlandschaft.

Dieses Motto galt auch am zweiten Tag der Tour. In Trier, Deutschlands ältester Stadt, atmet praktisch jeder Quadratmeter europäische Geschichte – für viele ein erhebendes Erlebnis. Dass schon die alten Römer einem guten Tropfen zusprachen, nahmen vier Weinfreunde wörtlich und veranstalteten ihre erste eigene Mosel-Wein-Verkostung. Weil aber kein Genuss ohne Reue ist, sollten am Ende alle Weinfreunde etwas von diesem Alleingang haben – doch dazu mehr, wenn die „Weinbotschafter“ aus Freyburg ihren „Mosel-Film“ präsentieren.

Dass der Wein an der Mosel genauso herzlich gefeiert wird wie an der Unstrut, konnten die Weinfreunde zum Tagesausklang in Ernst erleben, einem kleinen Weinort unweit des Calmont, der steilsten Einzellage Europas. Gerade dort erschließt sich die Erhabenheit der Mosel-Hänge, wenn man zwischen ihnen flussabwärts fährt, vorbei an Traben-Trarbach, Cochem und Bernkastel-Kues – so wie es die Weinfreunde am dritten Tag auf einer Schiffs-Reise taten.

Dieser Tag brachte auch die erste, von Weinfreunde-Präsident Dieter Kluge arrangierte Begegnung mit einem Moselwinzer. Die Familie von Winzer Jörg Bauer bewirtschaftet ihre Lage bei Mühlheim an der Mittelmosel seit 1706. Spitzenweine der letzten Jahrgänge, die die Weinfreunde verkosten durften, geben beredtes Zeugnis dieser vielfach ausgezeichneten Tradition.

„Tradition“ wird auch im Weingut Schloss Johannisberg im Rheingau groß geschrieben – doch dort hält man es mit Gustav Mahler: ‚Tradition ist Bewahrung des Feuers und nicht Anbetung der Asche‘. Dies brachte Kellermeister Gerd Ritter – Studienfreund von Knut Kiok von der Winzervereinigung Freyburg – den Weinfreunden auf schwäbisch-herzliche Weise nahe. In unvergesslicher Erinnerung bleibt allen seine wunderbar-witzige Führung durch die mehr als 300 Jahre alten Keller des Spitzenweinguts, das nicht zu letzt durch den sogenannten „Spätlese-Reiter“ berühmt wurde.

Fünf Tage Mosel vergingen wie im Flug. Der Abriss hier war nur ein kleiner Ausschnitt der Erlebnisse der Weinfreunde auf ihrer Sommer-Tour 2010. Besuchen Sie die Geschäftsstelle der „Weinbotschafter“ in der Freyburger Oberstraße, und lassen Sie sich persönlich bei einem exzellenten Schluck Saale-Unstrut-Weins von den Erlebnissen der Weinfreunde Saale-Unstrut berichten.

Frank Nowak
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2 Kommentare
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Constanze Matthes aus Naumburg (Saale) | 03.09.2010 | 09:27  
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Manfred W. aus Nebra (Unstrut) | 11.11.2011 | 15:43  
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