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Spannende Reise durch den menschlichen Körper beim Projektabend der ERS Freisen

Freisen. Teils war es einfach nur pures Interesse, teils aber auch direkt persönliche Betroffenheit, die über 120 Schülerinnen und Schüler der sechsten Klassen der Erweiterten Realschule Freisen zu wahren medizinischen Experten werden ließ. Das Projekt „Mensch und Gesundheit“ bestimmte weite Teile eines fächerübergreifenden Stundenplans, denn allein der Biologieunterricht hätte bei weitem nicht ausgereicht, um die Vielfalt der selbst gewählten Themen auch nur ansatzweise abzudecken. „Was passiert im Menschen bei einem Schlaganfall?“, „Wie funktioniert der Blutkreislauf?“, „Wie und wo steuert das Gehirn die Bewegungsabläufe des Körpers?“, „Sehen wir überhaupt richtig?“ oder auch „Was ist eine Gesichtslähmung?“ Allein die Fülle des Stoffes, der sich aus den einzelnen Schüler-Referaten ergab, hätte ausgereicht, um ganze Lehrpläne für mehrere Schuljahre zu füllen.
Dass bei der Erarbeitung dieser Materie weit mehr herauskam als knochentrockene Vorträge, zeigte sich beim gemeinsamen Präsentationsabend in der vollbesetzten Freisener Schulaula. Dabei nahmen die Sechstklässler ihre Gäste, zumeist Eltern und Großeltern, mit auf eine abendfüllende und dennoch spannende Reise durch den menschlichen Körper. Vielfach wurde dabei das Publikum auch gleich mit einbezogen, etwa bei einem Sehtest oder bei einem Selbstversuch zur koordinierten Bewegung der Arme. So konnte jeder an sich selbst gleich nachvollziehen, was gerade Thema des Vortrags war. Unterstützt wurden die fachlichen Ausführungen von übersichtlichen, selbst gefertigten Schaubildern, die auf die Bühnenleinwand projiziert wurden. Schulleiter Rolf Mohr bescheinigte den Kindern, die jetzt im zweiten Jahr an der ERS Freisen unterrichtet werden, dass sich ihre Beiträge durchaus auf dem Niveau einer mündlichen Abschlussprüfung bewegten.
Die Schülerinnen und Schüler hatten – bis zur gekonnt vorgetragenen Entspannungsübung am Ende – selbst die Moderation des Abends übernommen, so dass den Klassenlehrerinnen Sara Reinert (6a), Brigitte Schumacher (6b), Asja Sell (6c), Michaela Keßler (6d) und Silvia Kockler (6e), die das Projekt über Wochen aufwändig betreuten, am Präsentationsabend lediglich noch die Rolle von Assistentinnen zufiel. Sie konnten sich aber im Verlauf der Veranstaltung davon überzeugen, dass alle Beiträge der Schüler – ganz gleich, welche Organe und Körperteile behandelt wurden – wirklich Hand und Fuß hatten.


Red.
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