Anzeige

Schüler der ERS Freisen bereiten am Rhein Mittelalter-Projekt vor

Freisen. Das machte den größten Eindruck: Hoch über dem Rhein und doch tief unter der Erde: Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 7a der ERS Freisen wollten die Burg Rheinfels bei St.Goar erkunden – und das von Grund auf. So begaben sie sich im Rahmen einer Exkursion auch in die verwirrend langen und vor allem finsteren und engen unterirdischen Gänge der jahrhundertealten Wehranlage, um selbst einmal herauszufinden, wie denn das Leben der Ritter und ihrer Gefolgsleute im Mittelalter so gewesen sein konnte.
Der Ausflug auf die mächtige Burgruine, einstmals 500 Jahre lang größte und ausgedehnteste Burg am Rhein, war Bestandteil und erster Höhepunkt eines Mittelalter-Projekts der 7. Klassen der ERS Freisen. Welche Geschichte und vor allem welche Geschichten bergen die undurchdringlich dicken Mauern dieser Festung? Die Schülergruppe aus Freisen war sehr gespannt. Die Führung durch die Anlage übernahm ein Herr in mittelalterlicher Gewandung, so dass die Zeitreise stilecht beginnen konnte.
Die Erbauer der Burg, das waren die Grafen von Katzenelnbogen, die späteren Landgrafen von Hessen. Ein über die Jahrhunderte einträgliches Geschäft, wie der Burgführer den Schülern vermittelte, denn von hier oben ließ sich trefflich Handel und Wandel am und vor allem auf dem Rhein kontrollieren. Vorüberfahrende Handelsschiffe hatten Zölle zu entrichten, durchs Rheintal ziehende Händler ebenso. Ein einträgliches Geschäft, mit dem sich die Burgherren natürlich auch Neider und Feinde schufen. Die mussten abgewehrt werden, weshalb die Burganlage ein stetes Wachstum zu verzeichnen hatte. So lange, bis sie die mächtigste Burg- und Schlossanlage weit und breit darstellte. Und so wehrhaft, dass sie eigentlich niemals von Angreifern eingenommen werden konnte, sondern erst nach einer relativ friedlichen Übergabe vor über 200 Jahren von französischen Revolutionstruppen zerstört worden war.
Geblieben sind die mächtigen Ruinen und die schon erwähnten unterirdischen Gänge. Eine immer noch imposante Kulisse für die Freisener Mittelalter-Forscher, die sich nach der Besichtigung bei Mittelalterspielen betätigten: Messerwerfen, Schwertkämpfe und Hufeisen-Werfen. Eine durchaus knifflige Sache, bei der ein rauer Umgangston herrschte, so dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer recht froh waren, dass dies alles nur ein Spiel war. Wie es wirklich einmal war, vermittelte dann ein abschließender Blick in das reichhaltig bestückte Burgmuseum in der ehemaligen Kapelle der Anlage. Auch diese Eindrücke werden jetzt in das laufende Mittelalter-Projekt einfließen, bei dem Burgen und Burgenbau einen besonderen Stellenwert besitzen. Und das nicht nur, weil die Klassenlehrerin der 7a Karina Ritter heißt.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.