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Frankfurter Studenten und saarländische Referendare an der Gemeinschaftsschule Freisen

Freisen. Die Gemeinschaftsschule (GemS) Freisen erhielt gleich zweimal Besuch von jungen Leuten, die es beruflich in die Schulen drängt. Professorin Dr. Irmtraud Schnell war mit 21 Studierenden der Goethe-Universität Frankfurt zwei Tage lang Gast in der Freisener Schule. Daneben nahmen während zwei Wochen 21 Lehramtsanwärter des saarländischen Studienseminars Einblick in das pädagogische Konzept der GemS Freisen.
Zahlreiche Unterrichtsbesuche und Gespräche mit Fachlehrern und der Freisener Schulleitung standen auf dem zweitägigen Besuchsprogramm der Gäste aus Frankfurt. Dozentin Irmtraud Schnell meinte zur Bedeutung dieser Visite: „In allen deutschen Bildungseinrichtungen wird sich widerspiegeln müssen, dass sich die Bundesrepublik in der UN-Behindertenrechtskonvention dazu verpflichtet hat, ein inklusives Erziehungssystem zu entwickeln. Der Umgang mit der Unterschiedlichkeit von Schülern wurde bislang meist auf dem Wege der Zuteilung zu verschiedenen Schullaufbahnen gelöst. Nun sollen andere Wege gesucht werden. Unser Seminar zeigt zum Einen, wie umfänglich der Veränderungsbedarf ist, aber auch, welche Schritte zum Beispiel in Freisen schon gegangen wurden.“ Zu diesem Zweck unterhielten sich die Lehramtsstudenten auch ausgiebig mit Freisener Schülern und sichteten eine Menge Unterrichtsmaterial. In einem dreistündigen Abschlussgespräch mit Schulleiter Rolf Mohr und dessen Stellvertreter Clemens Wilhelm wurden schließlich alle Fragen zum umfangreichen Konzept der GemS Freisen geklärt. Die Erfahrungen sollen einfließen in die weitere Studienarbeit unter dem Aspekt der Eingliederung von Schülern unterschiedlicher Leistungs- und Lernstärken in einer gemeinsamen Schulklasse.
Im Mittelpunkt des Interesses der saarländischen Referendare standen besonders die Formen des selbstständigen Lernens an der Freisener Schule. Großes Interesse bekundeten die Anwärter dabei an den Pensenplänen und am Pensenbuch. Bei der Einführung der Gemeinschaftsschule wurde im Saarland großer Wert gelegt auf die individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler auf besonderen Lernwegen. Franz Henkes, der Leiter des Studienseminars in Püttlingen, meinte hierzu: „Im Verlauf ihres Vorbereitungsdienstes sollen die Lehramtsanwärter möglichst unterschiedliche Schulkonzepte kennenlernen und vergleichen können, sodass sich daraus das Konzept eines Praktikums an „besonderen“ Schulen wie die in Freisen ergab.“
Auf die Frage nach dem Aufwand solcher Besuche äußerte sich Schulleiter Mohr: „Der Nutzen solcher Besuche liegt auf beiden Seiten. Beide lernen voneinander. Unsere Schule hat durch den nun enger gewordenen Kontakt mit den Studierenden und Referendaren neue Impulse empfangen, die in die tägliche Unterrichtspraxis einfließen.“
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