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ERS Freisen beleuchtete Wein in all seinen Facetten

Freisen. Das Lob für den Jahrgang kam aus berufenem Mund: Peter Cech, Marketingleiter der Winzergenossenschaft Rheingrafenberg Meddersheim/Nahe, konnte es sich zuvor nicht vorstellen, dass er „in einer Nicht-Weinbaugegend auf so viel Interesse, Sachkunde und Wissen trifft wie an diesem Abend in der Erweiterten Realschule Freisen.“ Der Winzer-Sprecher hatte soeben die Präsentation der 9. Klassen der ERS Freisen zum Projekt „Wein“ erlebt und dabei – wie alle anderen Gäste in der vollbesetzten Aula der Schule – einen kurzweiligen Abend verbracht.
In wochenlanger Projektarbeit in den Fächern Deutsch, Biologie, Chemie, Arbeitslehre, Religion, Erdkunde und Geschichte war es gelungen, ein nahezu komplettes Spektrum zum Thema „Wein“ abzudecken. Präsentiert wurden die Ergebnisse der Arbeit auf der Bühne der Aula vor Eltern, Lehrern und Mitschülern.
Gleich zwei Klassen hatten sich in den Kellereien der Meddersheimer Nahe-Winzer umgesehen und berichteten in Wort und Bild von ihrem Besuch und damit aus der Praxis des heutigen Weinbaus. Den wiederum hatten andere Schüler auf ihre Art nachvollzogen: Sie stellten im Chemieunterricht ihren eigenen Wein her – aus Ananas. Dass die besten Tropfen aber nach wie vor aus den herkömmlichen Weintrauben gewonnen werden, machten andere Präsentationen deutlich. Ausführlich beleuchtet wurde dabei auch die herausragende Rolle der Römer, die die Reben und damit den Weinbau in Mitteleuropa schon vor mehr als 2000 Jahren eifrig vorantrieben. Freilich wurde in diesem Zusammenhang auch der allzu sorglose Umgang mit dem Produkt Wein und dem darin enthaltenen Alkohol problematisiert, wobei in einem Schülervortrag deutlich wurde, dass bereits die besagten „alten Römer“ Gefahren und Auswirkungen des Alkoholismus erkannt hatten.
Neben diesem eher nachdenklichen Vortrag gab es auch durchaus nachahmenswerte Eindrücke, die die Gäste von diesem Abend mitnehmen konnten. Eine Gruppe von Schülerinnen hatte sich damit befasst, wie man die verschiedensten Weine stilecht am Tisch präsentiert. Wobei der Eindruck entstehen konnte, dass es sich hier schon eher um ein Fachseminar für die gehobene Gastronomie handeln könnte, als um einen Schüler-Beitrag. Was auch von Winzer-Sprecher Cech bestätigt wurde. Genau so professionell behandelt wurde auch die Rundreise, zum Teil auch in englischer Sprache, durch die verschiedenen Weinbaugebiete in aller Welt. Ebenso interessant war ein Referat über Wein als Geldanlage.
Die Wein-Reise endete allerdings nicht an der deutschen Grenze: Schulleiter Rolf Mohr sang mit der Chorklasse des 9. Schuljahres den unsterblichen Udo-Jürgens-Hit „Griechischer Wein“. Das Publikum stimmte munter mit ein und auch diese Präsentation kann als gelungen gelten. Wie anders wäre zu erklären, dass der Schülerchor inzwischen von den Meddersheimer Nahe-Winzern zu einer Festveranstaltung im Weinort eingeladen wurde?
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