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Bildungsminister besuchte die Gemeinschaftsschule Freisen

Ließ sich von der Freisener Unterrichtsatmosphäre anstecken: Bildungsminister Ulrich Commerçon schaute den Schülerinnen und Schülern beim Rundgang durch die Klassenräume über die Schulter und unterhielt sich mit ihnen.
Freisen. Mehr als ein Lob für das bisher Erreichte: Der saarländische Bildungsminister Ulrich Commerçon (SPD) ermutigte die Schulleitung der Gemeinschaftsschule Freisen den vor nunmehr sechs Jahren erstmals beschrittenen Weg eines neuen pädagogischen Konzepts für die Schule konsequent weiter zu beschreiten. Die anerkennenden Worte fielen anlässlich eines Besuchs Commerçons, der sich in Freisen über die aktuelle Entwicklung der Schule aus erster Hand informieren wollte. Dabei galt das besondere Interesse des Ministers, der sich seit Mai letzten Jahres im Amt befindet, sowohl dem hier praktizierten selbstständigen Lernen als auch den Fördermöglichkeiten für die einzelnen Schüler. Letzteres vor allem auch unter dem Aspekt, dass die Freisener Schule eine von vier saarländischen Pilotschulen für Inklusion ist.
Dass gerade diese Aspekte beim pädagogischen Konzept der Schule besondere Beachtung finden, legte Schulleiter Rolf Mohr im Gespräch mit dem Minister dar. Er präsentierte die Entwicklung des Unterrichts im Rahmen des Konzepts und erläuterte die Vorteile, die sich hier für die Schüler ergeben, unter anderem durch die konsequente und regelmäßige Umsetzung von fächerübergreifendem Projektunterricht in allen Klassenstufen, durch den regelmäßigen Einsatz von zwei Lehrkräften in den Hauptfächern für die Schüler der Klassen sieben und acht sowie die ständige individuelle Mitwirkungsmöglichkeit der hier vorhandenen Förderlehrkräfte, die allen Schülern zur Verfügung stehen.
„Wir sind eine lernende Institution“, kommentierte Mohr und machte damit deutlich, dass das Freisener Konzept stets weiterentwickelt werde – unter Mitwirkung des gesamten Lehrerkollegiums, damit neueste Praxiserfahrungen in den Unterricht einfließen. An dieser Stelle zollte der Minister dem Lehrerkollegium seinen Respekt dafür, dass diese Form des Unterrichtens und der Vorbereitung wohl nur durch freiwillige Mehrarbeit zu erreichen sei. Eine Annahme, die von der Schulleitung bestätigt wurde. Allerdings, so Schulleiter Mohr, habe sich aber auch gezeigt, dass sich die Arbeitszufriedenheit der Lehrkräfte seit Einführung des neuen pädagogischen Konzeptes erheblich gesteigert habe. Der vieldiskutierte „Burnout“ bei Lehrern sei in Freisen kein Thema.
Der Bildungsminister beließ es bei seinem Besuch allerdings nicht nur beim reinen Informationsgespräch mit der Schulleitung, an dem von Seiten des Schulträgers auch Dezernatsleiter Infrastruktur des Landkreises St.Wendel, Klaus Bonaventura, teilnahm. Er warf einen Blick in die überall offen stehenden Klassenräume und ließ sich sofort von der dort an den Lerngruppen-Tischen herrschenden Unterrichtsatmosphäre anstecken: Mehr als einmal beließ er es nicht nur beim Blick über die Schulter der Schülerinnen und Schüler. Er ließ sich erläutern, woran gerade gearbeitet wurde und scheute sich auch nicht, durch gezielte Fragen und Hilfestellungen die Schüler auf den richtigen Lernweg zu führen. Ganz so, wie es in Freisen alle Pädagogen tun, wenn die Kinder selbstständig an Wochen- und Pensenplänen arbeiten. Insofern hat der oberste Dienstherr das Freisener Modell nun selbst erprobt.
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