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Es ist nicht immer schaurig über's Moor zu gehen

SCHÖNRAM. Das Schönramer Moor ist immer ein schönes Ausflugsziel. In einer halben Stunde ist man dort. Es ist also auch für Salzburger ein echtes Naherholungsgebiet.

Kaum angekommen, sind wir schon auf dem Wanderweg rund um den Moorsee unterwegs.
3,4 km sind es nur, für uns in etwa einer Dreiviertelstunde schaffbar. An den vielen Lehrtafeln am Wegrand bleiben wir nämlich nur noch selten stehen. Sie sind uns schon gut bekannt. An den Nummern der Schilder fällt mir auf, dass wir erneut entgegengesetzt gehen. Wir sind es halt gewohnt, uns im Uhrzeigersinn zu bewegen, wenn wir im Kreis laufen.

Zunächst gehen wir die lange Gerade entlang, auf der alten Trasse der Mooreisenbahn. Der Weg ist breit und sicher, wenn auch ziemlich steinig. Dann ein Schwenk nach links und unsere Füße können aufatmen: Waldboden, federnd und angenehm zum Laufen. Links und rechts tun sich immer wieder Heideflächen auf, sobald der Nadelwald oder einzelne Birken den Blick frei geben. Eine große Lichtung lassen wir rechts liegen. Ganz hinten sind einzelne Gehöfte zu erkennen.

Und wieder wechselt der Untergrund, nachdem wir erneut einen Linksschwenk gemacht haben. Diesmal sind es kleine Holzschnitzel, die unseren Gang abfedern. Doch nun weitet sich die Heide vor unseren Augen bis zum fernen Waldrand. Eine lila Augenweide, die nur im Herbst so zu erleben ist!

Etliche Wanderer sind ebenfalls unterwegs. Die meisten treffen wir am Moorsee. Alle bleiben immer wieder stehen, um das dunkle Moorwasser und die Weite des Sees auf sich wirken zu lassen. Auch uns erfasst diese Stimmung. Doch mulmig wird uns nicht, befinden wir uns doch die ganze Zeit schon auf sicherem Boden. Vorbei geht es an an alten Torfabbaustellen. Doch seit der Torf seine wirtschaftliche Bedeutung verloren hat, ruht das Moor, sodass es sich wieder erholen kann.

Ehe wir wieder den Parkplatz erreichen, müssen wir noch an dem alten Barackenlager vorbei, von dem nur noch der Rest einer alten Schranke aus dem Boden ragt. Eine Infotafel erklärt, was sich alles zur und nach der Nazizeit dort abgespielt hat. Immer wieder bedrückend, diese schreckliche Epoche vor Augen geführt zu bekommen!

Bevor wir einsteigen, noch ein schneller Blick in die Info-Spirale. Manchmal kann auch ein nachträglicher Blick auf die Tafeln dort einiges erhellen, was man unterwegs gesehen hat. Das macht auch Lust auf einen neuen Besuch. Mich würde ein Erkundungspfad locken, der den Moorsee auf seiner rechten Längsseite begleitet, bis hin zu den triste aus dem Moorwasser ragenden Baumstümpfen. Sicherlich lohnende Motive, wenn auch mit mehr Schauder verbunden als diesmal ...
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14 Kommentare
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Gisela Görgens aus Quedlinburg | 07.09.2012 | 08:34  
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Axel aus Salzburg aus Freilassing | 07.09.2012 | 08:38  
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Katja W. aus Langenhagen | 07.09.2012 | 08:38  
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Axel aus Salzburg aus Freilassing | 07.09.2012 | 08:41  
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Katja W. aus Langenhagen | 07.09.2012 | 08:50  
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Bernd & Lukas Hons aus Volkmarsen | 07.09.2012 | 09:33  
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Axel aus Salzburg aus Freilassing | 07.09.2012 | 09:49  
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Karl-Heinz Töpfer aus Marburg | 07.09.2012 | 10:07  
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Bernd & Lukas Hons aus Volkmarsen | 07.09.2012 | 10:09  
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Katja W. aus Langenhagen | 07.09.2012 | 12:20  
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Axel aus Salzburg aus Freilassing | 07.09.2012 | 14:37  
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Axel aus Salzburg aus Freilassing | 07.09.2012 | 18:31  
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L. G. aus Wertingen | 07.09.2012 | 21:32  
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Heidrun Preiß aus Bad Arolsen | 05.02.2013 | 15:57  
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