Anzeige

Das Brechelbad - ein Haus zum Dörren und Schwitzen

Das Brechelbad vom Deisinggut aus Pfarrwerfen, wie es jetzt im Salzburger Freilichtmuseum zu sehen ist, hatte eine doppelte Funktion. Zum einen diente es zum Dörren und Brechen des Flachses und zum anderen zum Schwitzen für die Dienstboten des Gutshofes.

Das Deising-Brechelbad steht so wie es stand, nämlich am Rande des Gehöfts. Da der Dörrofen von außen mit Holz befeuert wurde, war die Brandgefahr sicherlich groß. Im Inneren musste die Hitze enorm gewesen sein, sodass die Dienstboten gehörig ins Schwitzen kamen. Es wirkte also auch wie ein Schwitzbad, vergleichbar mit einer heutigen Sauna.

Gegen Ende des 18. Jahrhundert wurde der Betrieb solcher Brechelbäder wieder eingestellt. Das Holz braucht man dringender in den Salinen. Doch das war nicht allein maßgebend. Auch aus sittlichen Gründen stellte man den Betrieb ein. Nicht zuletzt trug auch das Aufkommen der Baumwolle zum Niedergang der Textilien aus Leinen bei. So die Info-Tafel an der Außenwand dieses Brechelbads.

Dass ein Schwitzbad auch ungesund sein soll, meinte man früher. Heutige Saunafreunde werden da sicherlich anderer Meinung sein ...
0
6 Kommentare
69.392
Axel aus Salzburg aus Freilassing | 29.08.2010 | 12:03  
16.766
Karl-Heinz Mücke aus Pattensen | 29.08.2010 | 12:38  
49.984
Christl Fischer aus Friedberg | 29.08.2010 | 13:47  
69.392
Axel aus Salzburg aus Freilassing | 29.08.2010 | 13:52  
49.984
Christl Fischer aus Friedberg | 29.08.2010 | 13:57  
69.392
Axel aus Salzburg aus Freilassing | 29.08.2010 | 19:27  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.