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Wo man wie spricht, wenn es schneit

Wenn es regnet, dann hört man kaum regionale Sprachunterschiede. Alles ähnelt stark dem Hochdeutschen "es regnet."

Doch wenn "es schneit", werden Sprachunterschiede deutlich. Dann hört man in Bayern oder in Salzburg "es schnaibt". Noch deutlicher treten diese Unterschiede in Erscheinung, wenn es um den Satz "es hat geschneit" geht. Dann hört man für "geschneit" diese Varianten:

- "gschniim" (Oberbayern/Salzburg/Tirol)
- "gschnaicht" (Mittelfranken)
- "gschnainnt/geschnept/gschnaimbt" (Oberpfalz/Regensburg)
- "gschniije/gschniibe (Schwaben)
- "gschnaibt/gschniim" (Niederbayern)

Befragt für diesen "Spachatlas" wurden v. a. ältere Menschen mit einem Durchschnittsalter von etwa 75 Jahren, denn die beherrschen die regionale Sprache noch besser als jüngere.

Es wird aber keine Sprachinsel geben, wo die Menschen sagen: "Es hat geschnitten", wenn es geschneit hat. Denn "schneien" ist ein schwaches Verb (schneien, schneite, geschneit) und "schneiden" ein starkes (schneiden, schnitt, geschnitten) ...

(Nach einer Idee aus der Tageszeitung)
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6 Kommentare
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Christl Fischer aus Friedberg | 30.12.2014 | 12:16  
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Karl-Heinz Töpfer aus Marburg | 30.12.2014 | 14:53  
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Axel Haack aus Freilassing | 30.12.2014 | 19:09  
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Karl-Heinz Töpfer aus Marburg | 30.12.2014 | 22:38  
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Axel Haack aus Freilassing | 31.12.2014 | 05:08  
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Monika Friedrich aus Rauschenberg | 01.01.2015 | 12:23  
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