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Jean Ziegler weiß um die Nöte der Welt und Zeit: kennt die Lösungen!

Jean Ziegler im Gespräch mit Thomas Gebauer, Geschäftsführer medico international
 
Blick in den vollbesetzten Festsaal (Casino 823) des Campus Westend der Goethe Universität Frankfurt mit Prof Hans See und Hildegard Waltemate von BCC (3. und 4. von links erste Reihe)
 
Prof. Dr. Uta Ruppert überreicht Präsente an Jean Ziegler und Thomas Gebauer
 
Die Protagonisten (an der Front, wie im Hintergrund) des Abends Prof. Dr. Uta Ruppert (2.),Jean Ziegler (3.) und Thomas Gebauer (4. von links)
Frankfurt am Main: Festsaal (Casion 823) Campus Westend der Goethe-Universität |

Sichtlich gerührt und hocherfreut begrüßte Prof. Dr. Uta Ruppert vom FB03 Gesellschaftswissenschaften am Institut der Politikwissenschaft der Goethe Universität Frankfurt am Main einen bis auf den letzten Platz besetzten und mit zahlreichen Steh- und unbestuhlten Sitzgelegenheiten geradezu übervollen Festsaal (Casino 823) des Campus Westend zur Auftaktveranstaltung 50 Jahre medico international.

Einhergehend mit dem dazu in Zusammenarbeit mit dem EPN Entwicklungspolitisches Netzwerk Hessen e. V. angesagten Dialog “Warum wir die kannibalische Weltordnung stürzen müssen“ zwischen medico international Geschäftsführer Thomas Gebauer und Jean Ziegler dem international geschätzten UN-Menschenrechtsrat wurde zudem das “Frankfurter Forum Globale Entwicklung – Globale Gerechtigkeit“ (Informationen unter forum-globale-gerechtiugkeit@epn-hessen.de) aus der Taufe gehoben.

So wie Prof. Dr. Uta Ruppert die positiven Ansätze der 68’er Bewegung, aus der u. A. auch medico international hervorging beschwor und für eine – natürlich nicht an RAF, sondern APO orientierte Wiederbelebung plädierte, bestätigte auch Jean Ziegler, dass die einzige Wirksamkeit gegen die neoliberale Wahnidee – Märkte würden angeblich nach Naturgesetzen funktionieren – in der Kraft der Allgemeinheit liegt.
Auch nach seiner Ansicht hat die RAF mit der Annahme, sie müsse nur die Defizite des Systemes offen legen und die Menschen würden ihr zuströmen, völlig danebengelegen.
Nach dem GroKo-Gewürge eine GroApo also?

Trotz der langjährigen Männerfreundschaft zwischen Jean Ziegler und Thomas Gebauer scheuten sich beide nicht auch bei unterschiedlichen Einschätzungen – welche allerdings nur in homöopathischer Dosierung und bei Randaspekten bestehen – diese auch offen zu legen.

Umso erschreckender wie klar die Fakten für die Verantwortlichen wie auch die Allgemeinheit bewusst, respektive zugänglich sind und dennoch entgegen jeder Vernunft gehandelt wird.

Allein das Diktat des Großkapitals zählt, die Politik ist zu handlangenden Marionetten verkümmert und manifestiert die Defizite Tag ein Tag aus.

Sei es, dass staatliche Aufgaben – bsw. im Inland die Versorgung Notleidender oder im Ausland Errichtung und Betrieb von Kliniken – mehr und mehr den NGO’s überlassen, welche sich der Soforthilfe nicht entziehen können und dürfen, mit ihrem Handeln jedoch die Unrechtssysteme stützen.

Eine völlig verfehlte Steuerpolitik raubt der Staatengemeinschaft allzu oft ihre wirksame Handlungsfähigkeit in Katstrophenfällen und die Spirale des Unguten dreht sich damit schneller und schneller.

Dennoch ist Jean Ziegler getreu seinem Buch “Der schmale Grat der Hoffnung – Meine gewonnenen und verlorenen Kämpfe und die, die wir gemeinsam gewinnen werden“ insbesonders auf eine Entwicklung hin optimistisch gestimmt: dem “Testament“ von Ex UN-Generalsekretär Kofi Atta Annan laufen Bestrebungen die Vetos abzuschaffen und so eine ungehinderte Handlungsfähigkeit in Krisenfällen zu gewährleisten.

Mit unglaublicher Vitalität sprudelt es aus dem vitalen 83jährigen, wenn er bis an die Wurzeln seines Weges geht, den ihm Che Guevara vorzeichnete, dessen Fahrer er einst für 12 Tage in Genf anlässlich der ersten Weltzuckerkonferenz war.
Am Vorabend der Abreise des Comandante nahm sich Ziegler ein Herz und fragte sein Mitgehend nach Kuba an.
Als seinerzeit schroff empfunden verneinte dieser dies, und bezeichnete Genf als das Gehirn des Monsters, den Dschungel in dem er kämpfen solle. Ein weiser Ratschlag, der Jean Ziegler sicher wohl das Leben rettete, wie ihn auch auf den für die Allgemeinheit so wichtigen Lebensweg führte.

Eben diese Allgemeinheit ist es, welche einzig und alleine in einem Zusammenschluss – frei von Ethnien, Politik, Religionen, Weltanschauungen und sonstigen Parametern – die Zukunft dieses Planeten und damit ihre eigene sich selbst sichern kann.

Wir Alle kritisieren bsw. die menschenverachtende Wasserpolitik von Nestlé, scheitern aber an der eigenen Bequemlichkeit, wenn es darum geht dessen Produkte im Regal zu belassen.
Ein Konzern, der nur an Umsätzen und den daraus erzielten Erlösen orientiert ist, knickt nach 14 Tagen Konsumboykott ein und es ist ein deutliches Zeichen an alle weiteren inkl. der Banken- und Finanzwelt gegeben!

Jean Ziegler, der von vielen Zitaten wie “Es ist die Unmenschlichkeit, welche einem Anderen angetan wird, welche die Menschlichkeit in mir zerstört“, und Leitmotiven angetriebene Schweizer Soziologe, Politiker, Autor, Globalisierungskritiker und unermüdlichen Kämpfer für die Menschenrechte, stark geprägt zudem von den französischen Werten und seinen Begegnungen mit Jean-Paul Charles Aymard Sartre, gab ein umjubeltes Versprechen wieder zu kommen.

Prof. Hans See und Hildegard Waltemate von der Bürger- und Menschenrechtsorganisation Business Crime Control freuten sich über dieses Avis des BCC-Beirates ganz besonders.

Gerade Frankfurt am Main steht es sehr gut zu Gesicht für das unausweichliche Umdenken Zeichen zu setzen und Meilensteine zu schaffen, denn die hier veröffentlichten Thesen von Jürgen Habermas wurden jüngst erst geradezu mit Füssen getreten.
Mit bedenklichen Parallelen hier und in München zeigten sich die Stadtverwaltungen mit höchst fragwürdigen Positionierungen entgegen der sonst nur allzu gern propagierten Weltoffenheit von einer ganz anderen und brandgefährlich negativen Seite zu zwei Veranstaltungen.

Am 20. Januar 2018 war in Kelsterbach das Symposium “Öffnung der Ehe – Folgen für Alle“ sowohl nur unter massivem Polizeischutz durchführbar, als konkret auch die Frankfurter Bildungsdezernentin, Sylvia Weber, auf einer öffentlichen Webseite der Stadt Werbung für eine Gegenveranstaltung machte und zudem behauptete, dass es eine “diskriminierende Veranstaltung sei, die sich gegen die Grundwerte des gesellschaftlichen Miteinanders richtet“.

Für die Preisverleihung Aufrechter Gang am 28. Januar 2018 waren der Humanistischen Union München-Südbayern städtische Veranstaltungsorte versagt geblieben, da die unsägliche Verbotspraxis der Verlegung von Stolpersteinen auf öffentlichem Grund ja nicht konterkariert werden durfte.
In beiden Städten erfuhren die Veranstaltungsorte massiven Druck bzgl. ihrer Vertragstreue.

Wo sind wir in Deutschland 2018 nur angekommen, ist die brennende Frage.
Dass trotz unserer Vergangenheit und besonderen Verantwortung – keine Schuld der heutigen Generationen, aber die verdammte Pflicht und Schuldigkeit nicht zu vergessen! – wieder Nazis als Partei und nicht versprengte Einzelpersonen im Parlament Einzug gehalten haben, fordert eine hohe Wachsamkeit: liegt jedoch auf einer Linie mit vielen anderen Ländern, also einem
gegenwärtigen Trend.

Selbstverständlich sind wir Alle gefordert, Alles daran zu setzen, diesen Spuk nicht weiter ausufern zu lassen und weit schneller und konsequenter zu beenden, als dies andernorts geschieht.

Dass jedoch öffentliche Stellen ihre Positionen und Kompetenzen missbrauchen, sowie den Land auf Land ab immer wieder vollmundigst zu hörenden Ruf nach Zivilcourage nicht fördern, sondern boykottieren ist mehr, als nur ein Skandal.
Verlieren wir so die rechtsstaatlichen Grundsätze, ist dem auch auf allen anderen Ebenen Tür und Tor geöffnet, die Folgeschäden ebenso unausdenkbar wie dann irreparabel!

Was im US-Filmdrama Der Club der toten Dichter einem Millionenpublikum bekannt wurde, beschwor Prof. Dr. Jörg Benedict, Inhaber des Lehrstuhles für Privatrecht, Rechtsgeschichte und Rechtsphilosophie der Universität Rostock, beeindruckend als Eröffnungsredner in Kelsterbach.
Wie es Regisseurs Peter Weir in seinem Meisterwerk aus dem Jahr 1989 – dessen Drehbuch von Tom Schulman verwendete Nancy H. Kleinbaum als Grundlage für den im gleichen Jahr erschienenen Roman zum Film – am Englischlehrer John Keating demonstriert, der mit unkonventionellen Methoden seine Schüler zu selbständigem Handeln und freiem Denken auffordert, wobei ihm die Förderung deren Individualität sehr wichtig ist und er sie immer wieder ermutigt, sich mehr zuzutrauen und ihre Möglichkeiten auszuloten, so forderte er ein Aufstehen aller Aufrechten gegen die gegenwärtigen Unmöglichkeiten ein.


Erich Neumann, freier investigativer Journalist
über DFJ Deutsche-Foto-Journalisten e. V. www.dfj-ev.de
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© Bild: www.cmp-medien.de CC – Jean Ziegler im Gespräch mit Thomas Gebauer, Geschäftsführer medico international
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