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Seltene Bechsteinfledermaus in Röddenau entdeckt

Nach vielen Jahren haben wir an diesem Samstag, den 12. September, einmal der Fledermauskästen angenommen, die im Frankenberger Stadtteil Röddenau in einem kleinen Wäldchen aufgehängt sind. Dazu angeregt wurden wir durch eine ähnliche Aktion, bei einem großen Fledermauswochenende anlässlich der „BAT-night“ in Bad Segeberg. Bereits vor einigen Jahren wurde in einem der Kästen eine Bechsteinfledermaus entdeckt. Dies ist eine besonders gefährdete und somit auch besonders geschützte Art. Landstriche, in denen sie erwiesener Maßen langfristig vorkommt haben sehr gute Chancen zu FFH- (Flora, Fauna, Habitat) Gebieten ausgewiesen zu werden.
So gingen wir auch in diesem Jahr mit nicht allzu geringen Erwartungen an unsere Aktion. Im ersten Fledermauskasten überraschte uns jedoch zuerst ein Meisennest. Als der Kasten gereinigt und der Deckel wieder eingebaut werden sollte, fiel uns am Dach des Kastens eine kleines, dunkles Etwas auf. Wir hatten auch diesmal wieder eine Fledermaus entdeckt. Die Freude über diesen Fund war umso größer, als wir auch dieses Tier als eine Bechsteinfledermaus identifizieren konnten.
Nun wollen wir dieses Gebiet für die Bechsteinfledermäuse noch interessanter machen, indem wir im nächsten Jahr mit ca. 10 neuen Kästen ein Kastenquartier einrichten. Außerdem ist geplant, diesen Wald als Naturschutzgebiet auszuzeichnen. Dies liegt allerdings nicht in unseren Händen. Bis es soweit ist, werden noch einige Behördengänge von Nöten sein. Aber auch so ist die Freude über unseren Fund riesig.
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Weiterveröffentlichungen:

Frankenberger Zeitung | Erschienen am 12.09.2009
Waldeckische Landeszeitung | Erschienen am 19.09.2009
1 Kommentar
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R. B. aus Bad Arolsen | 13.09.2009 | 20:36  
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