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100 Jahre Wasserleitung Viermünden

  Frankenberg (Eder): Viermünden | Vor 100 Jahren wurde das Wasserversorgungsnetz im Frankenberger Stadtteil Viermünden gebaut. Vorsitzende Katja Holzapfel-Weller begrüßte anlässlich der Veranstaltung viele Interessierte Bürger und Bürgerinnen aus Viermünden sowie auch auswärtige Gäste. Ohne Wasser geht nichts – alles lebt vom Wasser ob Menschen, Blumen, Tiere und auch Pflanzen. Für fast alle ist es heute selbstverständlich, den Hahn einfach aufzudrehen und schon läuft das Wasser. Es wird verwendet zum Kochen, Waschen, Duschen und Baden oder Gießen von Pflanzen. Aber wie kostbar Wasser ist, dies erfuhren alle Teilnehmer an diesem Wassertag. Ein Rundgang startete für alle Teilnehmer am Feuerwehrgerätehaus in Viermünden. Erste Station zur Besichtigung war die Druckminderstation an der Hauptstraße in Richtung Schreufa. Marco Schengel – Mitarbeiter der EGF Abteilung Wasserwerk in Frankenberg gab Informationen über das Arbeiten dieser Station. Weiter ging der Rundgang zum neuen Hochbehälter, der sauber, ordentlich und geschützt sich auf dem Jungfernhügel befindet. Erbaut wurde der Hochbehälter 1975. Auch hier konnten die Teilnehmer einen Blick in das Innere des Behälters mit den beiden Wasserkammern werfen. Die linke Kammer ist die Feuerreservekammer und die rechte Kammer die Verbraucherkammer mit Trinkwasserqualität. Einmal im Jahr werden beide Kammern geleert und neu gefüllt. Wer wollte, konnte hier an dieser Station eine Kostprobe von dem Wasser probieren. Der Rundgang führte weiter zum alten Wasserhäuschen aus dem Jahre 1912 in der Viermündener Feldgemarkung Schreufaer Bach Seite. Auch hier konnten alle Teilnehmer des Rundganges einen Blick in den sonst verschlossenen Hochbehälter werfen. Dieses alte Wasserhäuschen wurde nach dem Bau des neuen Hochbehälters im Jahre 1975 geschlossen. Der Rundgang endete sodann wieder am Feuerwehrgerätehaus. An aufgestellten Übersichtsplänen über die Zuleitung nach Viermünden, über das Ortsrohrnetz, über Lagepläne, Gestattungsverträge und über den Wasserleitungsplan von Viermünden mit Leitungen und Hydranten konnten sich alle Interessierten informieren. Die Übersichtstafeln hatten Ottmar Wolff, Heinrich Grebe , Matthias Armand und Ulli Huhn zusammengestellt. Unter anderen waren auch Leitungsrohre aus 1901 – eine Leihgabe von Ottmar Wolff – ausgestellt. Diese Leitungsrohre wurden für den Anschluss der Verbindungsleitung zwischen dem Feuerwehrteich und der alten Wasserleitung 1994 von den Stadtwerken Frankenberg mit Rohrbruch Dichtungsschelle rausgeschnitten. Heinz Herguth vom Ingenieurbüro IBW und ehemaliger Wassermeister von den Stadtwerken Frankenberg referierte über das Thema
„ 100 Jahre Wasserversorgung in Viermünden“. Deutschlands ist eins der wasserreichsten Länder Europas. Wasser ist Leben und dieser Schatz soll geschützt werden und sinnvoll soll damit umgegangen werden, waren Herguths Worte. Das Trinkwasser ist Wasser für den menschlichen Bedarf und ein kostbares Lebensmittel. Jeder sollte täglich 2-3 l trinken. Das Wasser für Viermünden kommt aus den Gernshäuser Quellen. Über den Hochbehälter Gossberg gelangt es in den Hochbehälter auf den Jungfernhügel und wird dort gespeichert. Die Qualität ist unwahrscheinlich gut. Das Trinkwasser muss farblos und keimfrei sein. Hierfür ist das Gesundheitsamt zuständig. Die EGF versorgt die Kernstadt und die zwölf Stadtteile mit Wasser. Jeder Hausbesitzer hat einen Vertrag mit der EGF und kann jederzeit eine Analyse über die Inhaltsstoffe des Wassers anfordern. Bürgermeister Rüdiger Heß besuchte die Veranstaltung und übergab an Matthias Armand einen Scheck zur weiteren Verwendung für den Heimat- und Kulturverein Viermünden. Alle Teilnehmer konnten sich an deftigen und süßen Speisen stärken. Mit einem gemütlichen Beisammensein und informativen Gesprächen endete der erste Viermündener Wassertag in den frühen Abendstunden.
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