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heimliche Untermieter - Fledermausfreundliches Haus in Viermünden ausgezeichnet

Häufig leben Menschen und Fledermäuse zusammen unter einem Dach, ohne davon nur den geringsten Schimmer zu haben. Dieses Unwissen kann dann im schlimmsten Fall dazu führen, dass die Quartiere der heimlichen Mitbewohner ohne Absicht zerstört oder der Eingang zum Unterschlupf durch eine bessere Isolierung verstopft wird. Um die Menschen wieder für die Fledermäuse zu sensibilisieren hat der NABU im Jahr 2006 die Aktion „Fledermausfreundliches Haus“ gestartet. Häuser, in denen sich bereits ein Fledermausquartier befindet oder an denen durch eine Baumaßnahme ein solches geschaffen wurde können mit einer Plakette ausgezeichnet werden. Bei der ersten Verleihung im April 2006 hat es sich der damalige hessische Umweltminister Wilhelm Dietzel nicht nehmen lassen, die Übergabe von Plakette und Urkunde zur Chefsache zu machen. Seit dem wurden allein in Waldeck-Frankenberg annähernd 60 Häuser für fledermausfreundlich befunden.
Am Samstag, den 12. September wurde nun auch endlich das erste „Fledermausfreundliche Haus“ im Frankenberger Stadtteil Viermünden mit der Plakette ausgezeichnet. Ömer Balkaya und Michael Pohlmann vergaben die Plakette an die Familie Thomas Battefeld, in deren vier Jahre altem Haus sich die kleinen Tierchen hinter einem Streichbalken am Dachgiebel ihr neues zu Hause eingerichtet haben. Auch diese Familie wusste anfänglich nicht, wie ihnen geschah, als sie ein kleines Fledermausjunges an ihrem Haus entdeckten. Es stellte sich heraus, dass die kleine Zwergfledermaus aus dem direkt darüber liegenden Quartier herausgefallen ist.
Familie Battefeld will ihr Haus auch weiter fledermausfreundlich gestalten und hofft, dass die nachtaktiven Untermieter auch im nächsten Jahr wieder bei ihnen einziehen werden.
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