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Einst nannte man sie Schnitzeljagd, heute Geocaching!

Auf der Suche nach einem Cache, noch 249m bis zum Zielpunkt!
 
Gleich ist die Zielkoordinate erreicht, dann beginnt die Suche...
Wer hat sie in seiner Jugend nicht geliebt, die klassische Schnitzeljagd. Egal ob Geburtstag oder ein anderer Anlass, die Schnitzeljagd war immer sehr beliebt. Rätsel lösen und Hinweise in unwegsamen Gelände sammeln um schließlich das Ziel, den Endpunkt der Jagd, zu erreichen. Ein Schatz, oder sogar Süßigkeiten? Hier gab es die verschiedensten Möglichkeiten. Heute nennt man die moderen Schnitzeljagd: Geocaching. Insbesondere die "älteren" Generationen sind von diesem Sport geradezu angetan. Man wird ein Stückchen in seine eigene Kindheit zurückversetzt, denn in jedem Mann und auch Frau steckt doch ein Kind!

Was ist Geocaching überhaupt??? Ganz einfach, eine elektronische Schnitzeljagd, quasi ein Schatzsuche der Moderne. Der Ort des Verstecks bzw. die Hinweise, im Fachjargon "Geocaches" oder kurz "Caches" genannt, sind mit Hilfe eines GPS Empfängers anhand geografischer Koordinaten zu finden. Diese werden im Internet über Portale veröffentlicht und schon kann die Schatzsuche losgehen. Hierbei entspricht der Geocache einem Behältnis, welches in der Regel wasserdicht ist und ein Logbuch, einen Stift und eventuell auch noch Tauschgegenstände enthält. Ist der Cache gefunden, dokumentiert man im Logbuch seinen Besuch und platziert den Cache wieder an die Position des Fundes, damit nachfolgende Schatzsucher ihn auch finden können. Zuhause dokumentiert man schließlich den Fund im Internet beim dazugehörigen Portal, hinterlässt einen Kommentar und/oder Gruß und ergänzt den Eintrag ggf. durch ein Foto. Dies ermöglicht weiteren Besuchern sowie dem Besitzer(Owner) die Ereignisse um den Cache zu beobachten.

Wie kann man beim Geocaching mitmachen??? Eigentlich ist dies ganz einfach. Eine Anmeldung bei einem Geocaching Portal (z. B. http://www.geocaching.com) reicht aus, schon kann es losgehen. Die Anmeldung ist kostenlos, jedoch sind die Funktionen sind eingeschränkt. Vollen Zugang erhält man für 30US $ im Jahr, dann hat man unter anderem auch die Möglichkeit eigene Caches zu verstecken.

Was braucht man dafür? Ein Gerät, welches in der Lage ist GPS Koordinaten auszugeben. Heutzutage können dies die meisten Mobiltelefone, allerdings mit Einschränkung, da diese die Koordinaten nur hinreichend genau bestimmen können. Präzisere Ergebnisse geben sicherlich spezielle GPS Empfänger, allerdings macht eine etwas ungenauere Ortsangabe die Suche spannender.

Was für Arten von Caches gibt es? Da sind fast keine Grenzen gesetzt. Grundsätzlich wird in die Kategorien Simple Cache, Multi Cache, Mystery Cache, Event Cache und Virtual Cache unterschieden. Der Simple Cache oder auch einfacher Cache befindet sich zumeist an den angegeben Koordinaten und ist oftmals schnell und leicht zu finden. Beim Multi Cache sind mehrere Stationen erforderlich, bis man den eigentlichen Cache an den Zielkoordinaten findet. Dies kann durchaus einige Stunden in Anspruch nehmen. Der Mystery Cache erfordert oftmals das lösen von Aufgaben und Rätseln um die Zielkoordinaten zu ermitteln, z. B. ein Sudoku lösen, oder ähnliches. Der Event Cache findet ist nur an bestimmten Terminen oder Daten auffindbar, so z. B. ein Cache auf dem Gießener Wochenmarkt. Zu guter Letzt gibt es noch die sogenannten Virtual Caches. Diese sind physisch nicht an den Koordinaten zu finden, sondern nur fiktiv. Damit man diese "loggen" kann, sind Fragen zu beantworten die einen direkten Bezug zu diesem Ort haben. So ist sichergestellt, dass auch nur Cacher die diesen Ort aufgesucht haben, den Cache als Fund speichern. Da diese Caches aber nicht wirklich existieren, erfreuen sie sich keiner großen Beliebtheit. Jedoch gibt es auch Ort auf der Welt, wo keine physischen Caches zugelassen sind (Naturschutzgebiete), hierfür bieten diese eine echte Alternative, z. B. am Cape Reinga in Neuseeland. Des Weiteren gibt es noch für jede Kategorie die Einstufungen der Schwierigkeit (1 bis 5 Sterne), dem Gelände (1 bis 5 Sterne) und der Größe (Micro bis Groß).

Fazit: Wer die Natur liebt, gerne Unterwegs ist und Spaß an Rätseln und mehr hat, für den ist Geocaching genau das Richtige. Man kann seine Heimat besser kennenlernen, denn neben den vielen Orten, welche als Versteck dienen, verbergen sich auch oftmals interessante Informationen zu dem jeweiligen Ort selbst. Auch die Rätsel vermitteln einem oft neue Erkenntnisse. Ein Spaß, welcher sich durchaus für die ganze Familie eignet, den ein wenig Abwechslung auf einer Wanderung oder Radtour kann zu einem wirklichen Abenteuer werden.
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Weiterveröffentlichungen:

Frankenberger Zeitung | Erschienen am 29.07.2011
Waldeckische Landeszeitung | Erschienen am 30.07.2011
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15 Kommentare
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Elke Backert aus Hamburg | 23.07.2011 | 17:44  
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Jürgen Schindler aus Dessau | 23.07.2011 | 19:14  
4.916
Ute Kohler aus Fürstenfeldbruck | 23.07.2011 | 19:20  
2.587
Jürgen Schindler aus Dessau | 23.07.2011 | 19:30  
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Heike O. aus Bad Wildungen | 23.07.2011 | 20:00  
4.245
Mike Schwarz aus Frankenberg (Eder) | 23.07.2011 | 20:57  
2.587
Jürgen Schindler aus Dessau | 23.07.2011 | 23:36  
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Mike Schwarz aus Frankenberg (Eder) | 24.07.2011 | 12:08  
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Heike O. aus Bad Wildungen | 24.07.2011 | 17:21  
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Rita Wilhelmi aus Vöhl | 24.07.2011 | 18:13  
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Giuliano Micheli aus Garbsen | 24.07.2011 | 18:59  
50.218
Christl Fischer aus Friedberg | 24.07.2011 | 21:06  
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Jürgen Schindler aus Dessau | 24.07.2011 | 23:01  
12.406
Aniane Emde aus Korbach | 28.07.2011 | 08:28  
112.088
Gaby Floer aus Garbsen | 01.08.2011 | 00:10  
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