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Der Vita-Parcours von Florstadt

Am Beginn vom Vita-Parcours in Florstadt
    Florstadt: Trimmpfad | Am Ortsrand von Florstadt in der Wetterau findet sich ein alter Vita-Parcours, der laut Zeitungsberichten im Jahr 2016 instand gesetzt wurde. In einem besonders guten Zustand befindet sich der Trimmpfad aber nicht, da einige Stationen fehlen oder defekt sind.

Der Beginn des Trimmpfads befindet sich am Siedlungsrand rechts von der Altenstädter Straße. Eine große grüne Tafel mit vier symbolisch dargestellten Übungen weist auf den 3,3km langen Trimmpfad hin. Dazu kommen die bei einem Vita-Parcours übliche Infotafel mit Benutzungshinweisen und zwei Schaukästen, in denen sich verschiedene Zeitungsartikel und eine Tabelle mit Zeiten für das Deutsche Sportabzeichen befinden. Die Schaukästen werden aber nicht regelmäßig mit neuem Inhalt versehen. Unter den nicht mehr frisch aussehenden Aushängen findet sich auch folgender Aufruf, bei der Renovierung des Trimmpfads mitzuhelfen:
Zur Generalüberholung des Nieder Florstädter Trimm-Dich-Pfades laden wir alle sportfreudigen Jugendlichen, Frauen und Männer am Samstag, den 3. September 2016 um 9:30 Uhr ein, damit der Trimm-Dich-Pfad in neuem Glanz erstrahlt.

Treffpunkt ist am Start des Trimm-Dich-Pfades gegenüber dem Waldsportplatz in der Altenstädter Straße in Nieder-Florstadt. Dort werden wir Arbeitsgruppen einteilen:
Hinweisschilder müssen gelöst, gereinigt und wieder angebracht werden, Gerätestützen aus Holz und Bänke sind abzubürtsen und neu zu streichen und Unkraut rund um die Stationen ist zu entfernen. Wenn möglich, bitte Arbeitshandschue, Gartenschere und Pinsel mitbringen!

Wir möchten, dass die Gemeinschafts-Sportanlage wieder sinnvoll zu nutzen ist und freuen uns um Unterstützung! Vielen Dank dafür im Voraus.


Rechts von dem Schaukasten verläuft ein Weg zwischen Siedlung und Waldrand. Ein paar Meter von dem Startschild entfernt führt der Trimmpfad auf einer kleinen Brücke über einen Graben in den Wald hinein. Dort verläuft er auf einem schmalen Weg in einigen Metern Abstand zum Siedlungsrand.

Bei Übung 1, zu welcher kein Gerät gehört, steht ein Barren aus Metall, welcher rot gestrichen ist. Bei Übung 2 biegt der Trimmpfad ein paar Meter nach rechts ab und nutzt nun den schon erwähnten Weg am Siedlungsrand.

Kurz vor Station fünf endet die Bebauung. Der Trimmpfad führt einige Meter in den Wald hinein. Nach Station 5 biegt der Weg nach rechts ab, wo in Sichtweite die Station 6 ist. Die Hindernisse zum Froschhüpfen wurden hier mitten auf dem Weg platziert und nicht wie sonst am Wegesrand. Zudem bestehen sie aus Stahlröhren, während die sonst üblichen Bauformen aus Holz bestehen.

Übung 7 (ohne Gerät) fehlt. An einem Baum hängt aber noch ein Stück von einer Latte, auf welcher das Schild wahrscheinlich montiert war. Übung 8 ist noch vorhanden. Allerdings ist das Gerät defekt. Auf einem Schild von der Stadt steht: "Dieses Trimmgerät ist bis auf Weiteres gesperrt!!!"

Nach Übung 8 folgt der Trimmpfad wieder dem Siedlungsrand. Ein nachgemachter Wegweiser an einem Gartenzaun zeigt die Richtung an.

Einige Häuser weiter biegt der Weg nach links ab. An einem Baum zur Linken hing früher ein originaler Vita-Parcours-Wegweiser. Am 16. Februar 2019 war er noch auf dem Boden zu finden. Anfang Mai war er ganz verschwunden. Auf der anderen Seite des Wegs gibt es jedoch einen nachgemachten Wegweiser, welcher an dieser Stelle prinzipiell besser sichtbar wäre - wenn er sich höher über dem Boden befinden würde. Zeitweise war er durch davor wachsende Brennesseln zum großen Teil verdeckt.

Anschließend verläuft der Weg ein Stück im Grünen. Ein Stück hinter Station 9 stößt er jedoch wieder auf den Siedlungsrand. Hier stehen allerdings keine Eigenheime, sondern gewerbliche genutzte Gebäude am Weg, die Richtung Wald kein schöner Anblick sind.

Von Station 10 waren keine Spuren zu finden. Vor Station 11 biegt der Trimmpfad schräg nach links in den Wald ab. Das Gerät zu Station 11 ist in einem sehr guten Zustand.

Nach einem mehr oder weniger gerade verlaufenden Wegeabschnitt kommt man an eine Kreuzung. Nach rechts kann man aus dem Wald heraus über Wiesen bis zur Nidda blicken. Der Trimmpfad geht nach links weiter, wobei hier der Weg steil ansteigt. Kurz vor dem Ende der großen Steigung liegt Station 12, wo auch ein Schild zum Treppensteigen hängt. Im Februar waren hier neben einem Baum auf dem Boden einige liegende Holzstämme befestigt worden, die möglichwerweise zur Übung 12 und als Treppe genutzt werden sollten. Einige Teile waren aber lose. Im Mai fehlten die Holzteile.

Im letzten Streckenabschnitt ist der Weg etwas gekrümmt und mündet dann in einen schnurgeraden Abschnitt mit geringerer Steigung ein, welcher in die Nähe des Startpunkts führt. Diesem Weg folgt der Trimmpfad bis Station 19.

Von Station 13 sind keine Spuren zu finden. Die Stationen 14 bis 17 sind in gutem Zustand. Bei Station 18 ist nur noch die Befestigung für das Schild zu entdecken.

Bei Station 19 biegt der Trimmpfad auf einen schmalen Weg nach links ab. Das Gerät ist eine originelle Selbstbaukonstruktion: Zwischen zwei Holzpfosten wurde eine Leiter aus Metall befestigt. Die Oberseiten der Pfosten sind mit Teerpappe abgedeckt.

Der Weg verläuft nun direkt in Richtung Startpunkt. Hier liegt noch die Station 20. Das Balanciergerät fällt durch eine unregelmäßige Form der Bancierstrecke auf - oft ist eine S-Form anzutreffen.

Es ist noch anzumerken, dass der Weg gut mit Wegweisern ausgestattet ist. Neben den Originalschildern, welche auch die Fortbewegungsart (Gehen oder Laufen) vorgeben, sind auch noch zwei Arten selbstgemachter Wegweiser vorhanden. Bei der einen Art handelt es sich um braune Holzpfeile, die sich wenig von ihrer Umgebung abheben und daher leicht übersehen werden können. Daneben gibt es aber schmale hellblaue Pfeile mit einem Läufersymbol, welche gut sichtbar sind und in ihrer Gestaltung gut zur Ausstattung eines Vita-Parcours passen.

Am Vita-Parcours ist neben den fehlenden Übungsstationen auch die nicht sehr ansprechende Wegeführung zu bemängeln. Wege direkt an der Bebauungsgrenze sind nicht wirklich schön - zumindest ein schmaler trennender Waldstreifen sollte vorhanden sein, um das Gefühl zu geben, in der Natur unterwegs zu sein.

Die Aufnahmen enstanden im Jahr 2019, und zwar am 16. Februar, 1. Mai und 2. Juni.

In einem Artikel vom Kreis-Anzeiger und der Wetterauer Zeitung vom 18.10.2016 ist folgendes über den Trimmpfad zu erfahren:
- Die Idee für den Trimmpfad kam von Franz Stanzel, der einen Trimmpfad von Nieder-Florstadt quer durch den Wald nach Stammheim realisieren wollte. Da Revierförster Hubert Dörr eine zu große Störung des Wilds befürchtete, wurde die heutige Lage am Ortsrand gewählt.
- Der Trimmpfad entstand im Jahr 1981. Für den Trimmpfad wurden Wege angelegt. Es gab Unterstüzung durch die Ovag und freiwillige Helfer.
- Die Firma, welche den Trimmpfad in Bad Nauheim gebaut hatte, stellte Bauanleitungen zur Verfügung.
- Vor dem Bau fuhren die Freizeitsportler zum Trimmen nach Bad Nauheim.
- 1986 wurden Ruhebänke aufgestellt.
- 1990 zerstörte ein Orkan Teile des Walds und Trimmgeräte.
- Jährliche Aktionen "Trimm-Trab ins Grüne" lockten über 100 Teilnehmer an.

Links zu den Artikeln:
https://www.kreis-anzeiger.de/amp/lokales/wetterau...
https://www.wetterauer-zeitung.de/wetterau/florsta...
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