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Flensburg an der Grenze

(Foto: Gerhard Hermes / pixelio.de)
Flensburg: Zentrum | Nutzen wir zuerst die geographische Lage von Flensburg und fahren mit dem Schiff durch den Hafen und die Ostsee. Es gibt jede Menge Schiffe zur Auswahl, vom kleinen Motorboot bis zum Dampfer ist alles für den Fremden vorhanden. Die Ostsee kennt weder Ebbe noch Flut, so ist das Schippern über das Meer meist ruhig und entspannt. Je nach Dauer werden Hafenrundfahrten bis Reisen nach Dänemark angeboten. Von der Ostsee aus gibt es auch bei der Rückkehr in den Hafen einen herrlichen Blick auf die Stadt Flensburg.

Das Schifffahrtsmuseum

Auf festem Boden kann im Schifffahrtsmuseum die Stadtgeschichte und die Seefahrttradition anhand von Modellen und Bildern bewundert werden. Attraktion ist das Modell der Stadt im 16. Jahrhundert. Nicht nur für Architekten interessant, zeigt das Kunstwerk wie sich die Stadt in den letzten fünf Jahrhunderten entwickelt hat. Und in ein Schifffahrtsmuseum gehören auch Objekte die Seefahrer aus fremden Kontinenten mitgebracht haben. Und nicht zu vergessen, eine Abteilung zeigt die Geschichte des Rums. Wer sich das Meer oder die Förde von Flensburg von der Landseite anschauen mag, auf der Nordseite der Meerzunge ist ein Wanderweg zu finden, lang genug für einen Tagesausflug. Früher wurde der Weg von der Polizei zur Grenzkontrolle genutzt. Die Johanniskirche ist die älteste Kirche in Flensburg, merkwürdigerweise auch die kleinste Kirche.

Die Nikolaikirche

Im 12. Jahrhundert wurde mit dem Bau begonnen und heute sehen wir Romanik, den Baubeginn, durch die Erweiterungen und Renovierungen die Baustile Gotik und Barock. Sehenswert ist das Bildnis des Garten Eden, gemalt im 15. Jahrhundert. So kann der Besucher von heute erkennen, wie sich die Menschen zu Beginn der Neuzeit, Freiheit und Probleme vorgestellt hatten, dass auch damals schon Zeitstress ein Thema für die Menschheit war. Die größte Kirche in Flensburg ist die Nikolaikirche. Erbaut seit dem 14. Jahrhundert und seitdem immer wieder mit optischen Spielereien bestückt. Typisch für Rokoko und auch für die Renaissance, sind die scheinbar optischen Täuschungen. So ist zum Beispiel der Abstand der Pfeiler so gesetzt, dass man fast ein zusätzliches Kirchenschiff sieht, das aber nicht vorhanden ist. So ist der Altar aus dem 18. Jahrhundert eine reizvolle Kombination aus Bibelbildern wie Abendmahl und Auferstehung und der Verbildlichung psychologischer Ideale wie zum Beispiel Hoffnung.

Fischauflauf

Für Landratten ist das vielleicht überraschend, dass es in Flensburg einen Westindienspeicher gibt. Er diente als Lager für die Waren, die aus Asien kamen. Falls Sie in Flensburg eine Touristentour buchen sollten, sie wird dort Kapitänsweg genannt, werden Sie sicher auch an diesem Haus vorbeigeführt werden. Als Aussichtspunkt über die Stadt Flensburg und das Meer bietet sich die Bergmühle an. Sie können dort auch heiraten, das zeigt, dass die ehemalige Mühle zum Museum ausgebaut worden ist. Das größte Museum in Schleswig Holstein ist der sogenannte Museumsberg, zu sehen ist die Geschichte des hohen Nordens seit dem 13. Jahrhundert. Naturwissenschaft und Kunst und ihre Verbindung werden hier auf riesigen Flächen gezeigt. Für Landratten interessant sind die alten Bauernstuben, die ganz anders aussehen als zum Beispiel in Bayern. Ganz anders das Pariser Zimmer, es wird auch Prunkzimmer genannt und gilt als Schmuckstück der Sammlungen. Und den Abschluss des Tages verbringen wir in einem Hafenrestaurant mit Schnüsch, einem Fischauflauf und Flensburger Präsidentencreme.
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