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Auf dem Felixturm im Geopark Muskauer Faltenbogen

Der Felixturm im Geopark Muskauer Faltenbogen
Felixsee: Felixturm | Zwischen den Besuchen der zwei Ostereierausstellungen machten wir noch einen kurzen Abstecher in den UNESCO Global Geopark Muskauer Faltenbogen auf den Felixturm in der Nähe von Bohsdorf am gleichnamigen See.

Direkt am Felixsee in der Nähe von Bohsdorf inmitten des Geoparkes Mus-kauer Faltenbogens befindet sich ein insgesamt 36 m hoher Aussichtsturm. Vom kostenfreier Parkplatz ist in der Nähe waren es nur ca. 100 m zum Turm (Öffnungszei-ten: ganzjährig und kostenlos).
Der Turm, der aus einer Holz-Stahlkonstruktion besteht wurde 2004 eingeweiht. Insgesamt drei Plattformen in den Höhen 4,5 m / 7,5 m und 30 m (191 m über NN) stehen zur Verfügung. Zahlreiche Informationstafeln auf der ersten und zweiten Plattform informieren über die Region und die geologische Geschichte, aber auch über vier gut ausgebaute Rad- und Wanderwege zum Thema:
  • Altbergbautour zur 130-jährigen Geschichte des Braunkohleabbaus (23 km)
  • Geologietour (23km)
  • Glastour über Glashütten in Vergangenheit und Gegenwart (33 km)
  • Jerischker Endmoräne-/Neißetal-Tour (24 km)

Der Eintritt ist frei und jeder kann die 160 Stufen bis zur obersten Plattform in 30 m Höhe mit herrlicher Aussicht selbst erklimmen.

Nun noch einige wenige Worte zum Geopark selbst.
Der Muskauer Faltenbogen gilt als eine der am schönsten ausgeprägten Stauchendmoränen Mitteleuropas. Die markante Hufeisenform entstand vor circa 340.000 Jahren, als aus dem damals halb Europa bedeckenden mächtigen Inlandeisschild der Muskauer Gletscher herausfloss.
Die Eislast deformierte den Untergrund bis in eine Tiefe von 300 Meter und faltete die horizontale Schichtenfolge aus Sanden, Kiesen, Tonen und Braunkohle.
Die frühzeitige Entdeckung der oberflächennah gelegenen Rohstoffe zog eine schnelle Industrialisierung nach sich. Relikte aus dieser Zeit sind allgegenwärtig. Besonders beeindruckend sind die Seen, die sich dicht an dicht über hunderte von Metern erstrecken und in allen Farben schimmern. Viele ehemalige Gruben konnten sich über Jahrzehnte ungestört entwickeln. Heute ist der Muskauer Faltenbogen eine beeindruckende Kultur- und Altbergbaulandschaft voller mannigfaltiger Gewässer und ein waldreicher Naturraum mit bedeutender ökologischer Vielfalt.
Quelle: Muskauer Faltenbogen

Damit habe ich die Erlebnisse unseres Anreisetages zum Rande des Spreewaldes geschildert. Wegen einer Stunde Stau auf der Autobahn vor Bautzen reichte allerdings die Zeit für den Rhododendronpark Kromlau dieses Mal nicht mehr.
Die zwei folgenden Tage, beispielsweise in den Fürst-Pückler-Park Branitz und in den Südspreewald waren nicht weniger abwechslungsreich; auch neugierig darauf?
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Renate Schuparra aus Duisburg | 25.04.2019 | 20:04  
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