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Die Strandung des Postdampfers „Rex“ vor Lohme auf Rügen im Jahre 1900

Drei Jahre erst pendelte der schwedische Postdampfer „Rex“ der Reederei Sverige-Kontinenten, auf der am 1.Mai 1897 eröffneten Seepostlinie zwischen Saßnitz und Trelleborg. Bis zu jener tragischen Nacht am 27. Februar 1900, als ein aus nord- östlicher Richtung heranziehender Schneesturm das Schiff von Schweden kommend von seinem Kurs abbrachte. Was war geschehen? Durch den Ausfall der Kompassanlage an Bord war es dem Kapitän unmöglich, im Schneesturm und bei rabenschwarzer Nacht die nahende Küste von Lohme zu erkennen. Gegen 4.20 Uhr erschütterte plötzlich ein gewaltiger Stoß das Schiff. Etwa 200 Meter vor der Steilküste lief der Postdampfer auf Grund. Dramatisch infolge verliefen die Rettungsversuche. So kenterte bei hohen Seegang und dichten Nebel ein erstes Rettungsboot zwischen den Felsblöcken an der Küste. Fünf Frauen und ein Matrose ertranken dabei im eisigen Meer. Leutnant Lysander der ebenfalls an Bord war konnte sich als einziger retten. Der Rest der Besatzung konnte im Morgengrauen mit einer sogenannten Hosenboje gerettet werden. Wenig später scheiterte die Bergung der „Rex“ durch Schlepper aus Warnemünde und Ystad am schweren Seegang. Bis auf 20 Meter schoben die Wellen das Schiff an den Strand. Hier zerbrach der Postdampfer schließlich am 1. März 1900. Anfangs Anziehungspunkt für Besucher, Abenteurer und Plünderer, wurde das fast unversehrte Wrack wenig später auf einer Auktion im Sassnitzer Hotel „Bellevue“ versteigert. Ein Kaufmann aus Stavenhagen erhielt für knapp 6300 Mark den Zuschlag. Dieser ließ Stück für Stück das Schiff abwracken. Zurück blieb nur die im Jahre 1995 im Flachwasser wiederentdeckte Rumpfschale.
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Thomas Wendt aus Fahrenzhausen | 21.12.2016 | 18:28  
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