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Ein Ausschuss -ohne Ausschuss - Thema Kinderfeuerwehren, Jugendpolitik

Gleich zweimal ging es in den heutigen Ausschusssitzungen um Kinder und Jugendliche: Der Innenausschuss beriet über Kinderfeuerwehren als mögliches Mittel, um den Nachwuchs bei den Freiwilligen Feuerwehren zu sichern. Und im Familienausschuss berichtete der Landesjugendring über seine Initiative „umdenken-jungdenken-Frische Ideen für NRW“.





Löschzwerge fördern

Wie viele andere Vereine hat auch die Freiwillige Feuerwehr Nachwuchsprobleme zu verzeichnen. Um dagegen anzugehen, haben einige Wehren für Kinder unter 10 Jahren so genannte Kinderfeuerwehren („Löschzwerge“) gegründet. Die Grundidee wurde im Innenausschuss (Link zur vollständigen Tagesordnung) zwar fraktionsübergreifend begrüßt, ein vorliegender Gesetzentwurf der CDU (Drucksache 16/1167) jedoch nicht. Mit diesem soll zum Beispiel die Frage des Versicherungsschutzes geregelt werden. FDP und PIRATEN unterstützten diesen Ansatz. Für die Regionskoalitionen von SPD und GRÜNEN fehlten jedoch einige Aspekte: zum Beispiel der Weg zur Umsetzung in finanzschwachen Kommunen oder die Frage, ob vor Ort entsprechend pädagogisch geschulte Feuerwehrleute vorhanden seien. Außerdem würden sie dieses Thema gerne bei der geplanten Reform des Gesetzes über Feuerschutz und Hilfeleistung aufgreifen. Der Ausschuss beschloss, dieses Thema im Rahmen einer Expertenanhörung vertieft zu erörtern.





Eigenständige Jugendpolitik verwirklichen

„umdenken-jungdenken-Frische Ideen für NRW“: Unter diesem Motto erläuterten Alexandra Horster als Vorsitzende und Gregor Gierlich als Geschäftsführer im Ausschuss für Familie, Kinder und Jugend (Link zur vollständigen Tagesordnung) die Ergebnisse des jüngsten Fachkongresses des Landesjugendrings NRW. Zunächst einmal habe man Fragen und Themengebiete erarbeitet, zu denen sich junge Menschen im Laufe des Jahres 2013 in Jugendforen äußern sollen. Die Antworten und Stellungnahmen sollen im Januar 2014 auf einem Jugendkongress erörtert werden, bevor es dann in Zusammenarbeit mit Landtag und Familienministerium, vor allem aber den Kommunen an die Umsetzung geht. Das Ziel ist, durch geeignete Abläufe und Strukturen in NRW eine eigenständige Jugendpolitik zu verwirklichen. Ein besonderes Highlight: Die U18-Wahl zur Bundestagswahl, die neun Tage vor der eigentlichen Wahl in Schulen und Jugendzentren durchgeführt werden soll. An der entsprechenden Aktion zur letzten Landtagswahl nahmen immerhin 4.000 Kinder und Jugendliche teil, so Horster und Gierlich. Die dargestellten Initiativen fanden im Ausschuss sowohl von Seiten der Abgeordneten wie auch der Landesregierung breite Zustimmung und Unterstützung.


Quelle
www.landtag.nrw.de
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