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Der Tod ist der Schluss jeder Geschichte

Er schrieb Kinderbuchklassiker wie „Der Räuber Hotzenplotz“, „Die Kleine Hexe“ und „Krabat“. Der Kinderbuchautor Otfried Preußler ist tot. Er starb in Prien am Chiemsee im Alter von 89 Jahren.
Otfried Preußler starb bereits am Montag, wie der Stuttgarter Thienemann Verlag am Mittwoch mitteilte. Seine Werke zählen zu den beliebtesten und bekanntesten Kinderbüchern. Seine 32 Bücher wurden in 55 Sprachen übersetzt, vielfach preisgekrönt und weltweit mehr als 50 Millionen Mal verkauft.

Preußler wurde 1923 im böhmischen Reichenberg geboren. Schon mit zwölf Jahren schrieb er seine ersten Geschichten. Er wollte später als Schriftsteller in Prag leben. Doch nach dem Abitur 1942 wurde Preußler zur Wehrmacht einberufen und kam nach fünf Jahren russischer Gefangenschaft 1949 ins oberbayerische Rosenheim. Um sich eine Existenz aufzubauen, fing er noch während des Lehrerstudiums mit dem Schreiben an – zunächst als radelnder Lokalreporter, dann als Autor für den Kinderfunk.

Sein erster großer Erfolg gelang Preußler 1956 mit dem „Kleinen Wassermann“. 1962 rief Preußler den Räuber Hotzenplotz ins Leben. Nach dem „Kleinen Gespenst“ (1966) präsentierte Preußler 1971 schließlich seinen ersten Jugendroman „Krabat“. Mit dem Werk hatte er lange gerungen, Jahre ließ er es liegen und wollte sogar schon gänzlich davon ablassen. Zum Glück für Generationen von Kindern und Jugendlichen nahm er sich des Stoffes doch wieder an. Das Buch über den Kampf um Freiheit wurde ein Welterfolg, der in 31 Sprachen übersetzt und vielfach ausgezeichnet. 2008 verfilmte es Markus Kreuzpaintner mit David Kross, Daniel Brühl und Robert Stadlober.
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