Der tiefe Wunsch wird 75...

Immer Wolf und grau- aber nie vergessend.
Zu seinem 75. Geburtstag erinnert sich der ausgebürgerte DDR-Liedermacher an die Wenden in seinem Leben. An den Auftrag seiner Mutter, seinen Vater zu rächen, die Liebe und den Kommunismus.

Wolf Biermann vollzog nach seiner Ausbürgerung 1976 und noch vor dem Mauerfall seine eigene Wende. Aus dem glühenden Kommunisten wurde der Renegat, der Golfkrieg und Atomkraft verteidigt. Am 13. November, dem Geburtstag seines von den Nazis ermordeten Vaters Dagobert, jährte sich das Köln-Konzert, das erste Biermann-Konzert im Westen, zum 35. Mal. An diesem Dienstag, 15. November, wird der Bänkelsänger und Poet 75 Jahre alt. Der Wolf ist grau geworden.


Der Liedermacher Wolf Biermann am 13.11.1976 in der Kölner Sporthalle. Der Künstler, der in der DDR Auftrittsverbot hatte, war von der Jugendorganisation der Industriegewerkschaft Metall und von einer Bochumer Studentengruppe eingeladen worden. Die Folge dieses Konzerts: Biermann wurde von der DDR ausgebürgert. Sein Rauswurf aus der DDR vor 35 Jahren war ein tiefer Einschnitt in seinem Leben und auch in der kulturpolitischen Szene des Arbeiter- und Bauernstaates.
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