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Das unbekannte Land in einer wandelnden Gegenwart- Ukranie im Um|Bruch?

Der Herr der Worte- Juri Andruchowytsch
In der Literaturfolge- Europa-erlesen-
stellte Juri Andruchowytsch seine Denk-An-SÄTZE- vor...

u.a. sind erschienen:


Juri AndruchowytschPerversion
Roman

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2011
ISBN 9783518422496
Gebunden, 334 Seiten, 22,90 EUR

Umschlagtext
Aus dem Ukrainischen von Sabine Stöhr. Stanislaw Perfecki, ein Held des ukrainischen Underground, Dichter und Happening-Künstler, wird zu einem internationalen Symposion über den postkarnevalistischen Irrsinn der Welt in Venedig erwartet. Unterwegs in die Lagunenstadt gerät er in die Fänge von Bohemiens im dekadenten München, verliebt sich in eine Frau, die jemand als Spitzel auf ihn angesetzt hat, und wird in dämonische Intrigen und erotische Exzesse verstrickt. Am offenen Fenster des Hotels am Canal Grande verliert sich Perfeckis Spur. Hat dieser Künstler der Masken, der Fälschungen, Verdrehungen und anderen "Perversionen" sein Verschwinden nur inszeniert? Fest steht: Wie in Bulgakows "Der Meister und Margarita", Andruchowytschs "Musterbuch", bricht das Übersinnliche in die Alltagswirklichkeit ein und übernimmt die Regie.

und... und.. und

noch ein Buch...
Otto von F., Literaturstudent aus der Westukraine, lebt in Moskau, dem »fauligen Herzen des halbtoten Imperiums«. Im Wohnheim des Gorki-Instituts hocken die poetischen Hoffnungen aus der sowjetischen Provinz aufeinander, künftige Vertreter der jungen Nationalliteraturen, die Gedichte in mittelalterlichem Jiddisch, ukrainische Verspoeme und usbekische Songstrophen verfassen. Es ist Anfang der neunziger Jahre, die Stimmung gereizt, der Wodka knapp …
An einem nassen Maitag zieht er los, um Geschenke in der »Kinderwelt« zu besorgen, dem Kaufhaus direkt neben dem KGB-Gefängnis Lubjanka. Er verirrt sich in Fluren und Treppenhäusern, landet in den Tunneln der Kanalisation und gerät in die Gewalt von Geheimdienstbeamten, die hier unten ein Rattenheer züchten. Was Otto von F. in den Katakomben unter dem Kreml und auf den Gleisen der geheimen Regierungsmetro widerfährt, das erzählt sein Vergil durch die Hölle Moskaus, Juri Andruchowytsch, mit Sarkasmus und groteskem Witz.
Moscoviada, Andruchowytschs erfolgreichstes Buch, ist von überraschender Aktualität. Das neoautoritäre Rußland, der eifernde Nationalismus, die Verklärung der kommunistischen Epoche, der chauvinistische Kitsch, der ideologische Druck – all diese Gespenster werden in einem karnevalesken Spektakel unter panischem Gelächter zum Teufel gejagt.

»Andruchowytschs Texte strotzen vor Erfahrung, von Saft und Kraft der Details, von der Gegenständlichkeit und Farbigkeit der Welt.« Karl Schlögel

»Es mangelt nicht an Büchern, die man mit Neugier zu lesen beginnt, aber es gibt nur wenige, die man am Ende mit Bedauern aus der Hand legt. Ich wünsche den deutschen Lesern, daß sie die ›Moscoviada‹ so genießen, wie ich sie genossen habe.« Stanisław Lem


lesen Sie selbst und
vereisen in der Gegenwart...
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