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Herzlich willkommen in Essen, Armin Wegner!

  danke, dass Du meiner Einladung in meine Geburts- und Heimatstadt gefolgt bist und ich möchte Dir diese virtuell einmal vorstellen. Wir beide nähern uns deshalb von der Südseite und dies ist nicht unbegründet. Im letzten Jahr hat Essen im wahrsten Sinne des Wortes sein grünes Wunder erlebt. Jedes Jahr vergibt die Europäische Kommission den "European Green Capital Award" an Kommunen, die sich besonders im Klima- und Umweltschutz engagieren. Eins der wichtigsten Kriterien ist die Reduzierung von Treibhausgasen. 2017 ging der begehrte Titel "Grüne Hauptstadt Europas" an die Stadt Essen.

Aber genug mit der Lobpudelei - wir bewegen uns mal auf das Zentrum der Stadt zu, da taucht am Horizont ein runder hoher Turm auf - der RWE-Tower. Der Turm ist mit Spitze 162 m hoch, hat 30 Etagen und eine Aussichtsplattform, die wir jetzt mal nutzen werden um einen Überblick auf meine Stadt zu bekommen. Der braune Kasten mit seinen 3.285 Fenstern ist unser Rathaus. Das Beste an dem Gebäude ist das Theater, das im Erdgeschoss untergebracht ist. Der Hauptbahnhof und die die A 40 (Ruhrschnellweg) bringen zur Adventszeit viele Besucher aus anderen Revierstädten zu uns in unsere Einkaufsstadt. Die A 40 müsste eigentlich Ruhrstauweg heißen, hier bewegt sich der Autoverkehr nur an Sonn- und Feiertagen. Der kleine Flecken Grün ist nicht die landesweit bekannte GRUGA, das ist unser Stadtgarten. Den Grugapark schauen wir uns jetzt an.

Wer in Essen wohnt, gerne Blumen und Pflanzen fotografiert und das zu allen Jahreszeiten, der besitzt auch eine Dauerkarte für die GRUGA. Für alle Generationen und zu jeder Jahreszeit bietet der weitläufige Park mit 600.000 qm, zentral in Essen gelegen, die besten Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung. Noch im Spätwinter öffnet der Park seine Tore für Besucher die eine einmalige Lichtillumination, genannt das Parkleuchten, sehen möchten. Diese außergewöhnliche mit immer wechselnden Lichtobjekten dauert meist 5 Wochen und ist ein Erlebnis besonderer Art.

Ganz in der Nähe der GRUGA befindet sich eine Siedlung mit einem besonderen Flair. Die Margarethenhöhe, ein Kleinod mitten Im Ruhrgebiet. Die ersten der über 900 Häuser auf der Höhe wurden 1910 fertiggestellt. Die Margarethenhöhe wurde 1906 von Margarethe Krupp anlässlich der Hochzeit ihrer Tochter Bertha gestiftet und ab 1906 bis 1938 von dem Architekten Georg Metzendorf (1874–1934), einem Mitglied des Deutschen Werkbundes, erbaut. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die in großen Teilen zerstörte Siedlung in ihrer historischen Form, so wie wir sie heute hier sehen, wiederhergestellt.

Der Name Krupp ist aus Essen nicht wegzudenken, deshalb machen wir einen Abstecher zur Villa Hügel, kaum 10 Fahrminuten von der Margarethenhöhe entfernt. Mit ihren 269 Räumen und 8100 m2 Wohn- und Nutzfläche, umgeben von einem 28 ha großen Park, ist die Villa Hügel mehr als nur ein Unternehmerwohnsitz – sie ist ein Symbol der Industrialisierung Deutschlands. Die Villa Hügel, in den Jahren 1870 bis 1873 von Alfred Krupp (1812-1887) erbaut, sollte Wohnhaus und Refugium für sich und die Familie sein. Als 14-Jähriger hatte er beim Tod seines Vaters Friedrich Krupp (1787-1826) erste Verantwortung in der Firma Fried. Krupp übernommen und diese zu einem der bedeutendsten Industrieunternehmen des 19. Jahrhunderts ausgebaut.

Unterhalb der Villa Hügel liegt der Baldeneysee, den wir salopp zu Fuß durch den Park erreichen können. Die ersten Arbeiten am Stausee im Jahr 1931 wurden in der Bevölkerung zunächst als ökologische Katastrophe gesehen, da sie ihr lieb gewonnenes Ruhrtal schwinden sah. Zum Bau des Sees wurden Grundstücke von Krupp benötigt. Als Gustav Krupp von Bohlen und Halbach aber zugesichert bekam, dass man den See von seiner Villa Hügel aus werde sehen können, stimmte er dem Bau zu. Und so wurde trotz Weltwirtschaftskrise lustig am See weiter gebaut. Der Baldeneysee dient heute unter anderem dem Wassersport und als Naherholungsgebiet. An seinem Ufer in Heisingen liegt das Vogelschutzgebiet Heisinger Bogen, das mit einem geschützten Sumpfgebiet als Brutrevier für Haubentaucher, Kormorane, Reiher und andere bedrohte Vögel dient.

Wir verlassen jetzt den Süden, begeben uns mit Bahn und Bus Richtung Stadtmitte. Jetzt zur Vorweihnachtszeit eröffnet gerade unser Weihnachtsmarkt. Für mich zu überlaufen, zu groß und zu schrill. Andere sehen es anders und genießen bei fast noch frühlingshaften Temperaturen den Glühwein. Eine Runde mit dem Riesenrad und wir schauen auf den Norden unserer Stadt, hin zum Weltkulturerbe Zollverein.

Wat is eigentlich een Pütt? Da stelle mehr uns janz dumm. Und da sage mer so: Der Pütt ist ein tiefes Loch, sagen mal Schacht, da unten liegt die Kohle, die zutage gefördert wird, damit sie für viel Kohle dann oben verdampfen kann. Und wenn da viele Pütts stehen, die heute nicht mehr dampfen, dann bist du im Ruhrpott angekommen. Ein solcher Pütt ist und war die Zeche Zollverein - heute UNESCO-Welterbe, bekannt als die schönste Zeche der Welt - Und was Du hier alles zu sehen bekommst erzählt Dir dieser kleine Film: https://www.zollverein.de/

Hier machen wir für heute Schluss mit unser Sightseeing-Tour durch Essen und ich freue mich, wenn Du zuhause nette Geschichten von unserer Stadt erzählst und dann mit Freunden wieder kommst. Du bist uns immer herzlich willkommen!
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5 Kommentare
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Werner Szramka aus Lehrte | 17.11.2018 | 13:51  
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Thomas Ruszkowski aus Essen | 17.11.2018 | 14:03  
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Romi Romberg aus Berlin | 17.11.2018 | 17:03  
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Kurt Battermann aus Burgdorf | 17.11.2018 | 18:03  
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Thomas Ruszkowski aus Essen | 17.11.2018 | 18:09  
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