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Bau der "Willi-Jacob-Halle" - große Eigenleistung des SFC HIHAI anno dazumal

Über die Dorfstrasse zum Flugplatz
 
Kranich III - Transport
Eschenburg: Fliegerdorf-Hirzenhain | 1962 -
war die Verlegung des Hirzenhainer Segelflugplatzes von der "Kleinen" zur großen Viehweide und das anfangs sehr hügelige Gelände mußte natürlich auch aus Sicherheitsgründen noch planiert und eingeebnet werden.
Das erfolgte in 2 Bauabschnitten,
1964 -
also zwei Jahre später wurde der 1.Abschnitt ( ein kleiner Teil des Platzes ) durch eine einheimische Baufirma in Angriff genommen - während nach langen Verhandlungen in
1965 -
durch eine amerikanische Pioniereinheit mit Planier-Großgeräten die 2. Ausbaustufe ausgeführt und der Platz in seiner gesamten Länge fertig gestellt wurde.
In diesen beiden Bauabschnitten steckten schon viele Eigenleistungen der Vereinsmitglieder und diese mussten auf Fliegen oft wochenlang verzichten.

Aber dann war der große Flugplatz in einwandfreiem Zustand.

Zu dieser Zeit wurden aber die Segelflugzeuge noch von der alten Flughalle am NW-Hang mit "Kullern" zu Fuß zu dem etwa 1,5 km entfernten Flugplatz gebracht.

Dabei gab es die Schwierigkeit die recht sperrigen Gefährte durch enge Ortsstrassen und über eine befahrene Landstrasse zu lancieren und oft mußten auch die Autos anhalten aber anno dazumal gab es davon noch nicht so viele.
Nur bei NW-Wind gab es die elegante Möglichkeit über einen Kurzstart am Hang ein Segelflugzeug auf Überführungshöhe (etwa 180 m) zu bringen und dann auf dem neuen Flugplatz zu landen.
Nach einem Tag des Fliegens gab es dann zum Abschluss noch die beliebten Heimflüge, wobei die eingesetzten Segler beim letzten Start immer zur alten Flughalle überführt und neben der Halle gelandet wurden.

Diese mühsamen, beschwerlichen und zeitraubenden Überführungen zum Flugplatz sollten ein baldiges Ende haben und schon 1 Jahr später kam es dazu:

1966 -
Baubeginn der Willi-Jacob-Halle am Sonderlandeplatz Hirzenhain.

Zunächst wurden in der alten Flughalle die 7 großen und schweren Dach-Stahlträger zusammengeschweißt. Dann gab es anschließend den schwierigen Träger-Transport über Dorf- und Landstrasse zum neuen Flugplatz mit Bulldozer, 2 Kullern und vielen kräftigen Leuten.
Am Standort der neuen Halle begannen die Ausschachtungsarbeiten für die Betonfundamente der Hallenträger und Seitenwände.
Nach Aufstellung und Ausrichtung der seitlichen Hallenträger übernahm ein
großer Montagekran das Aufsetzen der Dachträger.
Die Fertigstellung der Trägermontage fand dann einen ersten Höhepunkt in einem Richtfest am 20. September 1966, wobei Hans Müller den Richtbaum befestigte und der Mitbegründer und Ehrenvorsitzender des Vereins Lehrer Emil Schäfer eine Dankesrede an alle Anwesenden hielt.

Danach ging es weiter mit dem Ausmauern der Seitenwände und der Fertigstellung des Daches.

Ein Jahr später, nach dem Einbau der großen Hallentore, konnten dann endlich in
1967 - schon die ersten Segelflugzeuge in der Halle am Platz untergestellt werden.

Bei diesem Hallenbau waren anno dazumal fast alle aktiven und passiven Vereinsmitglieder mit vielen Stunden und großer Begeisterung im Einsatz.

Das zeigte sich auch in den Frühstückspausen mit Brötchen, heißen und kalten Ringen Fleischwurst der Metzgerei Klein und Kisten von Licher Bier und das
alles in der freien Natur.
Die arbeitsreichen Tage wurden auch abends häufig mit einem solchen feuchtfröhlichen Zusammensein abgeschlossen.

Der Wille und Ehrgeiz und ganz besonders der Zusammenhalt der gesamten Gemeinschaft haben anno dazumal dazu geführt, solche Projekte in Angriff zu nehmen und fertigzustellen.

Fliegergrüße und stets ein herzliches "Glück ab"

Harry Clemens
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1 Kommentar
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Ali Kocaman aus Donauwörth | 18.03.2010 | 21:27  
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