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Hessischer Jäger klagt auf ersatzlose Streichung der Schonzeiten für Füchse und Waschbären

Marius Müller-Milch-Westernhagen meinte, als er 1986 diesen Song veröffentlichte, natürlich etwas ganz anderes. Aber der Titel hat das Zeug, im Nachhinein zur Hymne all jener zu werden, die dem sinnlosen Abschlachten von Fuchs und Waschbär in den deutschen, zu Schießständen verkommenen Revieren den Kampf angesagt haben.
Da klagt ein Jäger und Jagdgenossenschaftsvorsitzender aus dem Nordhessischen Ulfen gegen das Land, um eine ersatzlose Aufhebung der Schonzeiten für Füchse und Waschbären gerichtlich durch zu setzen. Die würden nämlich das Gleichgewicht in der Natur gefährden und seien sogar dafür verantwortlich, dass die Jagdpachteinnahmen sinken.
Und der Caldener Ex-Bürgermeister wünscht viel Erfolg und philosophiert über „praktikablen Schutz des einzelnen Lebewesens in seiner ethischen Würde durch den Erleger“. Derweil hat die AfD-Sachsen, wild-biologisch und rasse-hygienisch sowieso immer auf der Höhe der Zeit, herausgefunden, warum die Bestände an gefährlichen Raubtieren wie Schupp, Reineke, Marder und Iltis in unseren beschaulichen Wäldern so explodieren. Militante Tierschützer würden nämlich Tausende dieser bösen Kreaturen aus den Pelztierfarmen befreien und auf die Natur loslassen. Das klingt jetzt so ein bisschen nach jenen Verschwörungstheorien, denen zufolge ein Kommando der UN 2001 die Passagierjets ins World Trade Center gestürzt hat. Und auf dem Kapitänssitz des einen Flugzeugs saß der damalige US-Präsident, der sich allerdings vor dem Einschlag an einem Laugenbrezel kauend mit dem Fallschirm in Sicherheit gebracht hat.
Und da gibt es noch eine Jäger-„Elite“-Akademie in Nordrhein-Westfalen. Dort lernen praktisch bildbare Flinten-Heros in Outdoor-Seminaren, wie sie Waschbären und Füchse noch effektiver in Fallen locken und anschließend kunstgerecht “abstreifen“. Viele nützliche Tipps aus der Praxis für die Praxis vermitteln Fortbildungsseminare zur effektiven Enten- und Krähenjagd bzw. -bekämpfung. Und zu allem Überdruss veröffentlicht der Deutsche Jagdverband noch eine „repräsentative“ Umfrage, der zufolge 90 Prozent der Bundesbürger der Jagd positiv bis wohlwollend gegenüber stehen würden. Auf einen ähnlichen Zustimmungswert käme nur Nordkoreas Kim Jong-un, würde er seine Politbüro-Marionetten auffordern, ihn zu benoten. Mehr zum Thema hier: http://www.rotorman.de/jaeger-will-schonzeiten-fue...
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7 Kommentare
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 14.03.2017 | 22:34  
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Gerd Szallies aus Laatzen | 15.03.2017 | 12:11  
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Barbara S. aus Ebsdorfergrund | 15.03.2017 | 15:11  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 16.03.2017 | 01:39  
112.031
Gaby Floer aus Garbsen | 21.03.2017 | 19:58  
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Barbara S. aus Ebsdorfergrund | 22.03.2017 | 12:31  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 23.03.2017 | 02:54  
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