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Nordkorea sieht Chancen für Versöhnung

Na, wenn das keine gute Nachricht zum Jahresanfang ist: Der nordkoreanische Herrscher macht einen auf Tauwetter. Nicht nur, dass es seit 19 Jahren die erste Neujahrsansprache eines nordkoreanischen Machthabers ist, sondern die enthält auch völlig neue Töne.

Ich hätte es nie für möglich gehalten, so etwas von einem nordkoreanischen Herrscher in absehbarer Zeit zu hören, aber der amtierende Machthaber Nordkoreas, Kim Jong Un, hat tatsächlich in seiner Neujahrsansprache einen radikalen Wechsel in der Politik seines Landes angekündigt – und zwar zum Positiven hin. Damit will er die wirtschaftliche Situation verbessern.

Aber nicht nur das. Noch erstaunlicher ist seine scheinbare Erkenntnis, dass es wichtig sei, die Konfrontation zwischen Nord- und Südkorea zu beenden und er beabsichtige, die Wiedervereinigung Koreas anzustreben, denn die Vergangenheit zeige, dass Konfrontationen zwischen Landsleuten zu nichts anderem als Krieg führe.

Wie er das alles erreichen möchte, erwähnte er in seiner Ansprache nicht, für ausführliche Statements sind die ja auch zu kurz.

Ich traute meinen Augen kaum, als ich dies im Videotext des ZDF und in verschiedenen Meldungen im Internet gelesen habe. Sollte es auch bis Nordkorea durchgedrungen sein, dass man nichts erreicht, wenn man seine Bevölkerung hungern lässt und sie drangsaliert und von der Welt praktisch isoliert ist?

Ich bin Optimist, deshalb gehe ich jetzt (wenn auch mit Zweifeln) zunächst einmal davon aus, dass dies keine leeren Versprechen sind und Herr Kim Jong Un tatsächlich die Situation seines Landes in jeder Beziehung verbessern möchte und tatsächlich auch gewillt ist, die Wiedervereinigung mit Südkorea anzustreben.

Mal abwarten, was die Zeit so bringt.
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4 Kommentare
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 03.01.2013 | 01:46  
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Heike L. aus Springe | 03.01.2013 | 09:19  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 03.01.2013 | 16:48  
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Eberhard Weber aus Laatzen | 03.01.2013 | 19:22  
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