Anzeige

Xaver Röder schrieb das Buch "Mühlenfieber"

Der Ellgauer Xaver Röder bei der Begrüßung seiner Buchvorstellung "Mühlenfieber" in seiner Stehlesmühle.
 
Lektor Dr. Alfons Epple, Gymnasiallehrer i.R. war der Lektor des Buches "Mühlenfieber". Heiteres erzählte er über seine Arbeit mit dem Autor.
Vom Mühlenfieber gepackt
Xaver Röder aus Ellgau schrieb in einem Buch seine Lebenserinnerungen auf – Mühlen sind seine große Leidenschaft

Von Rosmarie Gumpp
Ellgau: Stolz hält er sein Erstlingswerk in Händen. Xaver Röder, selbstständiger Unternehmer und Landwirt im Ruhestand aus Ellgau, lud zur Buchpräsentation in „seine“ Stehlesmühle nach Vorderried. Zu seinen Gästen zählten neben der Familie auch Freunde und Bekannte, Bürgermeister Hans Kaltner, Pfarrer Mathias Kotonski, Bürgermeister Manfred Schafnitzel aus Ellgau, der Wertinger Künstler Manfred Nittbaur und sein Lektor Dr. Alfons Epple. In seiner sehr persönlich gestalteten Rede stellte Xaver Röder die Frage, ob die Welt ein neues Buch brauche. „Ja und zwar mein Buch, ein Buch, auf das ich stolz bin und in dem ich über mein Leben, mein Geschäft, meine Musik und den Zweiten Weltkrieg berichte“. Dieses Leben beginnt am 31. Mai 1951 in Ellgau. Xaver, von allen nur „Vere“ genannt, wächst mit den Geschwistern Leonhard, Konrad, Monika und Ulrich auf dem Hof der Eltern Franz Xaver und Ottilie Röder auf. Die Familie übersiedelt vom Ortskern auf eine Hofstelle am Ortsrand, auf der das Hofkreuz nicht fehlen durfte. „Der Herrgott hat mir in so mancher Situation geholfen“, so der Autor in seinem Buch. Es ist gar nicht so selten, dass man von einer Behörde oder einer anderen Verwaltungsstelle einen Brief bekommt, über den man sich ärgert, ihn sogar als Schikane empfindet. So wuchs in Xaver Röder die Idee, diese Erlebnisse und Erfahrungen mit den „solchenen und solchen Beamten“ in einem Buch aufzuschreiben. Sein Buch enthält aber nicht nur Behördenvorgänge, es erzählt von einer wunderbaren Kindheit auf dem Hof und dem Dorf, es beinhaltet Erzählungen der Eltern, besonders des Vaters und es veröffentlicht im Anhang Feldpostbriefe des Vaters und Onkels. Sie zeigen die Grausamkeit des Krieges, geschrieben aus der Perspektive einfacher Soldaten. Xaver Röder erzählt von seinen wilden und schönen Jahren bei der Ellgauer Musikkapelle unter der Leitung von Richard Rieger. Der Autor spielte den Bombardon. Schon als junger Mann machte er sich selbstständig und gründete den Landhandel Röder. Oft belächelt, zeigt Xaver Röder, dass man niemals aufgeben darf. Im Elternhaus werden viele Grundlagen für das spätere Leben gelegt, eine Generation gibt der anderen Wissen, Weisheit und Erfahrungen weiter. In seinem Poetenzimmer in der Stehlesmühle schrieb Xaver Röder seine „Erfahrungen“, sein „Wissen“ und seine „Weisheit“ auf, in einem Buch, dem er den Titel „Mühlenfieber“ gab. Der Autor schrieb sein Werk mit der Hand auf einfaches Papier. Jetzt galt es jemanden zu finden, der es lesen und schreiben wird. Dr. Alfons Epple ist pensionierter Gymnasiallehrer und mit dem Wertinger Künstler und akademischen Maler Manfred Nittbaur befreundet. Bei einer Kunstausstellung in Dillingen, zu der auch das Ehepaar Xaver und Dora Röder geladen war, kam man ins Gespräch. Dr. Alfons Epple erklärte sich bereit, die seitenweisen Gedanken Xaver Röders zu lesen und in den Computer zu schreiben. Dieses Kennenlernen schilderte der Lektor auch bei der Buchpräsentation in Vorderried. Manfred Nittbaur gestaltete künstlerisch den Umschlag des Buches. Mit freundlichen warmen Farben malte der Künstler die Stehlesmühle mit der kleinen Kapelle, die der Autor aus Dankbarkeit für so Vieles in seinem Leben erbauen ließ. Der „Vere“ erzählt, dass er zu Beginn des Jahres 2019 anfing, seine Gedanken im Kopf zu ordnen, um sie dann handschriftlich zu fixieren. So wurde sein „Poetenzimmer“ in der Stehlesmühle fast zu seiner zweiten Heimat. „Als Kind spielte ich bei der alten Mühle in Ellgau, später kaufte ich die Stehlesmühle in Vorderried. Ich wurde in der Mühlstraße 1 in Ellgau geboren, in der Mühlstraße 15 steht mein Betrieb (den er zwischenzeitlich an seine Söhne übergeben hat) und in der Mühlstraße 17 wohne ich seit 44 Jahren mit meiner Frau Dora. Mühlen spielten in meinem Leben immer wieder eine Rolle. Mit dem Erwerb der Stehlesmühle ging ein Traum in Erfüllung“. Der Buchtitel „Mühlenfieber“ bedarf nun keiner Erklärung mehr. Das Buch ist ab sofort für 16,50 Euro in der Buchhandlung Eser in Meitingen, in der Buchhandlung Gerblinger in Wertingen, bei Schreibwaren Eisele in Buttenwiesen und in der Stehlesmühle in Vorderried käuflich zu erwerben.
5
Diesen Mitgliedern gefällt das:
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.