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Der Mensch im Mittelpunkt

Bürgermeister Dr. Michael Higl, Rektor Bernhard Berchtenbreiter, seine Frau Sigrid, Enkel Simon und weitere Mitglieder der Familie bei der Verabschiedung des langjährigen Schulleiters der Mittelschule Meitingen.
 
Schulamtsdirektorin Luise Wiedenmann bei ihrer Laudatio auf Rektor Bernhard Berchtenbreiter.
Rektor Bernhard Berchtenbreiter nach 42 Dienstjahren in den Ruhestand verabschiedet
Von Rosmarie Gumpp
Meitingen: Die Ehefrau, die Kinder mit Partnern und Enkelsöhnen, viele Ehrengäste und die komplette Schulfamilie fanden sich zur Verabschiedung des Rektors der Meitinger Mittelschule in der neu renovierten Turnhalle ein. Mit dem zu Ende gehenden Schuljahr ging Bernhard Berchtenbreiter in den Ruhestand. 39 Jahre unterrichtete der beliebte Pädagoge an der Hauptschule, der späteren Mittelschule Meitingen als Lehrer, Konrektor und Rektor. 27 Jahre davon befand er sich in leitender Funktion. „Der Mensch im Mittelpunkt“ – das war, das ist und das bleibt deine Devise“, so Konrektorin Rosmarie Gumpp in ihrer Ansprache. Ferner verwies die stellvertretende Schulleiterin auf das von Bernhard Berchtenbreiter erarbeitete Logo der Mittelschule Meitingen mit den zentralen Begriffen Anlagen entfalten, Werte leben und Orientierung schaffen. Dem langjährigen Schulleiter, der auch seit 1989 Diakon ist, war es stets wichtig, dass die Lehrkräfte ihren Schülern neben der Wissensvermittlung auch als Erzieher, Ratgeber und Helfer zur Seite standen. Schulanfangs- und Schulschlussgottesdienste, 20 Minuten im Advent, die Fastenpause, Besinnungs- und Orientierungstage und sogar ein interreligiöser Friedensweg wurden unter Berchtenbreiters Regie zu festen Bestandteilen des Schullebens an der Mittelschule Meitingen. Zum Profil der Meitinger Mittelschule gehören neben den Regelklassen auch der Mittlere-Reife-Zug (seit 1999), die Praxisklassen 8 und 9 (ein zweijähriger Turnus ist bayernweit einmalig, seit 2004), die Ganztagesklassen (seit 2009) und eine Übergangsklasse. „Wo Gott dich hingesät hat, da sollst du blühen“. Diese Weisheit aus Afrika stammt aus der Rede von Schulamtsdirektorin Aloisia Wiedenmann, die weiterhin versicherte, „dass heute ein Schulleiter verabschiedet wird, bei dem Beruf und Berufung eins waren, bei dem ich nie Zweifel oder Unzufriedenheit erlebt habe“. In ihrer Ansprache blickte die Vertreterin des Schulamtes auch auf die berufliche Vita des Rektors zurück, der es auf insgesamt 42 Dienstjahre brachte. Namens des Schulamtes Augsburg-Land und der Regierung von Schwaben sprach Aloisia Wiedenmann dem langjährigen Schulleiter für seine verantwortungsvolle Tätigkeit Dank aus. Worte des Dankes fand auch Bürgermeister Dr. Michael Higl, der auch in seiner Funktion als Schulverbandsvorsitzender sprach. Ebenso gab es Dankesworte und Wünsche für die Zukunft von den Pfarrern Gerhard Krammer und Markus Maiwald, von Daniela Wogawa-Treise für den Förderverein und Renate Lux für den Elternbeirat der Mittelschule Meitingen. Die Schülersprecher Christina Budweiser und Matthias Raimann ergriffen das Wort für die Schülerschaft und schenkten ein von den Klassen erstelltes Album. Zur abwechslungsreichen Programmgestaltung trugen das Schulorchester unter der Regie von Lehrerin Simone Möckl und der Lehrerchor, geleitet von Lehrerin Andrea Halder bei. Buben und Mädchen aus den 5. Klassen spielten unter der federführenden Regie von Simone Möckl den Sketch „Die lustige Deutschstunde“, der mit viel Applaus bedacht wurde. Die beiden Religionspädagoginnen Sabine Eltschkner und Rebekka Pandel, die neben ihren Fächern katholische und evangelische Religionslehre auch das Fach Werteerziehung an der Mittelschule unterrichten, beeindruckten mit ihrer Darbietung. Zwei Handpuppen, geführt von Sabine Eltschkner und Rebekka Pandel, die Franz von Assisi und Martin Luther darstellten, überbrachten die Segenswünsche der Religionslehrer und sollten die gelebte Einheit in der Verschiedenheit demonstrieren. Mit ihrer Lehrerin Elli Zerr erfreuten die Schüler aus den 7. Klassen mit dem musikalischen und filmischen Beitrag „Lieblingsmensch“. Großen Applaus gab es für Lehrer Klaus Edenhofer, der unterstützt von Andrea Halder, Judith Harsch-Lechner, Elli Zerr und Matthias Paesler den Wise-Guys-Song „Nur für dich“ auf Bernhard Berchtenbreiter umschrieb und auch als Solist gekonnt vortrug. Alle Schüler gaben den musikalischen Rat „Probier´s mal mit Gemütlichkeit“. In seiner letzten offiziellen Ansprache als Rektor zeigte sich Bernhard Berchtenbreiter tief berührt: „ Wenn ich so zurückschaue: Ich habe meine Arbeit als Lehrer, Konrektor und Rektor trotz mancher Belastung und manchem Ärger mit Freude gemacht und habe es keinen Tag bereut. Es war eine schöne und erfüllte Zeit, wofür ich Ihnen und euch und unserem Herrgott dankbar bin“. Eine einzigartige Geste bewies Bernhard Berchtenbreiter bei seiner Abschiedsrede als er sich für begangene Fehler bei Schülern, Kollegen und Eltern entschuldigte. Lehrerin Andrea Halder sang am Ende dieser feierlichen Verabschiedung Frank Sinatras Welthit „My way“, währenddessen Bilder das Leben Bernhard Berchtenbreiters Revue passieren ließen. Die aufwändige Technik lag in den Händen von Fachoberlehrer Günter Hensel. Der Schulverband lud als Gastgeber anschließend zu einem leckeren Büfett in die liebevoll von der Fachschaft Soziales geschmückte Mensa der Mittelschule ein. Die Lehrer Thomas und Luisa Steiner sowie Florian Möckl überreichten Bernhard Berchtenbreiter als Geschenk der Lehrerschaft eine Kreissäge, die er sich gewünscht hatte. In seinem bevorstehenden Unruhestand will der pensionierte Rektor seinem Hobby frönen und beispielsweise Holzspielzeug für seine Enkel Simon und Elias herstellen.
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Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.meitinger | Erschienen am 02.09.2017
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2 Kommentare
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Wolfgang Wirtz aus Duisburg | 07.08.2017 | 01:13  
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Eugen Hermes aus Bochum | 08.08.2017 | 18:44  
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