Anzeige

Volk, völkisch und mehr

Vorsicht! Wenn du zu denen gehörst, die nur dumpf nachplappernd Parolen brüllen, dann lies nicht weiter, denn du könntest in deiner Einstellung Schaden nehmen.

Die Wörter „Volk“ und „völkisch“ sind in letzter Zeit gebraucht, benutzt und vor allem missbraucht und missverstanden worden – Zeit etwas Ordnung hineinzubringen.
Der Begriff: das „Deutsche Volk“ steht in unserem Grundgesetz mindestens an drei Stellen. In der Präambel steht:
„Im Bewusstsein […] hat sich das Deutsche Volk [...] dieses Grundgesetz gegeben.“
Und einige Zeilen weiter:
„Damit gilt dieses Grundgesetz für das gesamte Deutsche Volk.“
Im Artikel 1 steht im zweiten Absatz:
„Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.“
Das Grundgesetz nimmt also eine Abgrenzung des Staatsvolkes, eben des Deutschen Volkes, von den anderen hier lebenden Menschen vor. Das sollten insbesondere die Schreier und Kritiker beachten.
Zur Erklärung des Begriffs „Volk“ fand ich in dem einbändigen „Der Sprach-Brockhaus“ von 1940 diese Erklärung:
„Volk. Die menschliche Gemeinschaft, die durch gleiche rassische Grundlage, gleiche Kultur und Sprache, gleiches Brauchtum, gemeinsamen Heimatboden und gleiches Schicksal verbunden ist.“
Und zu dem von Volk abgeleitetem Adjektiv „völkisch“ steht dort diese Erklärung:
„Wesen eines Volkes.“
In der 24-bändigen Brockhaus Enzyklopädie von 1994 nimmt man sich mehr Platz:
„Volk. Wohl eigentlich >vielebreite MasseeinfachenvölkischvolklichnationalStämme> oder >Völker< bezeichnet werden.“
Der Brockhaus 1940 erklärt nur: „ethnisch: volklich“.
So viel zu den Begriffen. Wer sie gebraucht, sollte auch über den Unterschied von Rasse und Ethnie nachdenken, denn zur Definition werden doch bei beiden die Gene, ein unstreitig typisches Rassemerkmal, herangezogen.
Und weil es hier so schön her passt: Wer in den USA geboren wird, bekommt per Gesetz die Staatsbürgerschaft der USA, egal welche Staatsbürgerschaft die Eltern haben. Wenn deutsche Eltern irgendwo auf der Welt ein Kind bekommen, so bekommt das Kind per Gesetz die Deutsche Staatsbürgerschaft; die deutsche Staatsbürgerschaft ist offenbar vererblich. Das in den USA geborene Kind deutscher Eltern hat also per Gesetz beide Staatsbürgerschaften. - Rasseneigenschaften sind in der Biologie so definiert, dass sie von ihren Eltern auf ihre Nachkommen vererbt werden; haben wir es hier in unseren Gesetzen mit einer juristischen deutschen Rasse zu tun?
Erst sich informieren, dann nachdenken – seine Meinung in die Welt posaunen.

28.10.2017
Hermann Müller
Bentierode
Bentieröder Bruch 8
D-37574 Einbeck
0
3 Kommentare
15.326
Hans-Werner Blume aus Garbsen | 29.10.2017 | 12:45  
1.714
Hermann Müller aus Einbeck | 30.10.2017 | 07:15  
15.326
Hans-Werner Blume aus Garbsen | 30.10.2017 | 13:02  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.