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Parallelgesellschaften, Demographie

Die Beschreibung der Entwicklung einer Population über die Zeit kennt die beiden Wurzeln: die natürliche Bevölkerungsbewegung und die Wanderungen. Über die Wanderungen lässt sich im Nachhinein viel klug reden, für den Blick in die Zukunft gibt es aber nur wenig fundiertes Wissen, hier geht es vor allem um Vermutungen, Erwartungen, Schätzungen und schlicht Politikerblabla. Hingegen lässt sich über die natürliche Bevölkerungsbewegung, das sind die Sterbefälle und die Geburten, für die nächsten Jahrzehnte recht genaue Angaben machen und über zweihundert Jahre recht begründete Erwartungen sagen. Ich beschränke mich hier daher auf die natürliche Bevölkerungsbewegung.
Zur Berechnung der natürlichen Bevölkerungsbewegung gibt es gute Methoden und mathematisch-exakte Berechnungsformeln. Die Daten, auf die diese Methoden und Formeln angewendet werden, müssen erhoben werden, die dabei entstehenden Fehler liegen in der Größenordnung von einigen Prozent. Erhoben werden:
1) die Bevölkerungszahlen, gegliedert nach Geschlecht und Alter (Zeitpunktwerte);
2) die Zahl der Gestorbenen, gegliedert nach Geschlecht und Alter (Zeitraumwerte);
3) die Zahl der (lebend) Geborenen, gegliedert nach dem Geschlecht des Geborenen sowie dem Alter der Mutter im Zeitpunkt der Geburt (Zeitraumwerte).
Aus den Bevölkerungszahlen und den Gestorbenen werden die Sterbetafeln berechnet. Die Sterbetafel enthält, getrennt nach männlich und weiblich, für jedes Alter die einjährige Sterbewahrscheinlichkeit; dies ist die Wahrscheinlichkeit, eines im Alter x Lebenden innerhalb des nächsten Jahres zu sterben.
Aus den Bevölkerungszahlen der weiblichen Bevölkerung und den Geborenen-Zahlen wird die einjährige Wahrscheinlichkeit, berechnet innerhalb des nächsten Jahres ein Kind zur Welt zu bringen. In der Statistik begrenzt man die Angaben zur Mutter auf die Alter von 15 bis 45 Jahren, dabei werden aus Datenschutzgründen die Alter an den Grenzen mit =45 (größer gleich 45) angegeben.
Als Letztes wird noch eine Wahrscheinlichkeit gebraucht, die etwas über das Geschlechterverhältnis der Lebendgeborenen aussagt. Diese Wahrscheinlichkeit ist, solange der Mensch nicht (durch Abtreibung) dazwischenpfuscht so etwas wie eine Naturkonstante und schwankt mit geringen Abweichungen um die Werte von 51,5 männlichen zu 48,5 weiblichen Geborenen.
Für die Beurteilung und Auswertung der Berechnungen muss unbedingt beachtet werden:
1) Die Sterbewahrscheinlichkeiten verändern sich mit der Zeit, praktisch, sie verringern sich und zwar vor allem in den hohen Altern. Das hat zur Folge, dass die Menschen immer älter werden, zurzeit etwa um vier Monate je Geburtsjahrgang. Das hieße, alle drei Jahre um ein Jahr, alle dreißig Jahre um zehn Jahre. Da es nach allem, was wir wissen, ein biologisch-bedingtes maximales Alter so um die 125 Jahre gibt, kann diese Entwicklung nicht in die Ewigkeit weitergehen. Praktische Bedeutung hat dies für die Rentenversicherungen (private wie gesetzliche) nicht hingegen für die Berechnungen der Reproduktion, denn die Alten nehmen an der Reproduktion weder direkt noch indirekt, etwa durch Erziehungsarbeiten, teil.
2) Die Zahl der Geborenen je Frau, die Geburtenwahrscheinlichkeiten, können sich innerhalb kurzer Zeit (einiger Jahre) deutlich verändern, sie können sowohl nach oben (mehr Geburten) als auch nach unten (weniger Geburten) schwanken. Auch das Alter der Mütter kann sich ändern. Es geht also sowohl um die Anzahl der Geborenen je Frau in ihrem ganzen Leben als auch um den Zeitpunkt der Geburten in ihrem Leben.
In Deutschland liegt der Wert „Geburten je Frau“ derzeit (und seit 1970/72) um 1,4; das Alte der Mütter, in dem diese Kinder geboren werden, liegt so um 28 Jahre Tendenz steigend. Das bedeutet, eine Generation dauert rund 28 Jahre oder, in einem Jahrhundert haben wir rund 3,5 Generationen. Früher bei uns und heute in anderen Kulturkreisen – zum Beispiel der unserer Zuwanderer - ist eine Generation nur um 20 Jahre lang, in einem Jahrhundert gibt es dann 5 Generationen. Allein dieser Unterschied führt zu einer exponentiell ansteigenden schnelleren Vermehrung der Population mit der kürzeren Generationszeit.
Wie viel Kinder je Frau müssten es sein, damit der Bevölkerungsbestand gehalten werden kann? Da jedes Kind einen Vater und eine Mutter hat, die in der Folgegeneration mindestens reproduziert werden müssen, sind es zwei. Und weil einige Mädchen sterben bevor sie dieses „Geburtensoll“ erfüllt haben, müssen die anderen Frauen dies ausgleichen; bei unserer heutigen Sterbetafel (es hängt von der Sterbetafel ab!) liegt der Wert um 2,08 bis 2,1 – das sind Durchschnittswerte, keine zerhackten Kinder. Mitgedacht? Wenn der nötige Wert 2,1 ist, wir aber nur 1,4 haben, dann sind wir ein aussterbendes Volk, richtig. Bei diesem Wert von 1,4 sind wir in zehn Genrationen oder rund 300 Jahren ausgestorben – und von diesen 300 Jahren haben wir die ersten 50 schon hinter uns. Diese Entwicklung wird durch die Lebensverlängerung etwas verdeckt und wichtiger durch die Zuwanderung ausgeglichen – Deutschland wird also weiter von Menschen bewohnt sein, nur es sind dann keine Deutschen mehr.
Aber es kommt noch viel schlimmer. Die eben genannten Zahlen von 1,4 bzw. 28 sind Durchschnittszahlen für Deutschland. Für die deutsche Bevölkerung ist mindestens die Zahl 1,4 deutlich zu hoch, der richtige Wert für den deutschen Bevölkerungsanteil wird eher zwischen 1,0 und 1,2 liegen. Während dieser Wert für die seit dem Krieg zugewanderten Bevölkerungsteile eher bei 2,0 und höher liegt. Die zugewanderten Populationen – und das sind unsere Parallelgesellschaften – haben eine deutlich höhere Reproduktionsrate als die deutsche Population, die ja nicht einmal ihren Bestand halten kann, geschweige denn sich vermehrt.
Wenn Sie meinen, diese Angaben anzweifeln zu müssen, dann schauen Sie sich mal Ihre eigene Familie und die Ihrer Bekannten an: Wie viel Geschwister hatten Ihre Großeltern, wie viel Ihre Eltern, wie viel haben Sie und wie sieht es bei Ihren Kindern und Enkeln aus?
Die Frage, wie viel Kinder eine Frau haben kann, ist keine Frage der biologischen maximalen Möglichkeit, denn die liegt bei gut 30, sondern sie ist eine Frage der Gewöhnung, der Kultur, der Überlieferung und ja, auch der durch (Kinder-)Sterblichkeit erzwungene Notwendigkeit. Das Problem ist, dass die Zuwanderer auf höhere Kinderzahlen programmiert sind und darum werden die von ihnen gebildeten Parallelgesellschaften die Deutschen in ihrem eigenen Land einengen und verdrängen, selbst wenn wir die Grenzen für weitere Zuwanderer schließen würden.
Also noch einmal:
1) Asyl: JA!
2) Asylrecht: NEIN!
3) Einwanderer und Zuwanderer: JA, aber in jährlichen kleinen Dosen!
4) Parallelgesellschaften: NEIN!
5) Integration und Vermischung: JA, denn nur so werden wir überleben!

28.11.2017
Hermann Müller
Bentierode
Bentieröder Bruch 8
D-37574 Einbeck
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4 Kommentare
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Hans-Werner Blume aus Garbsen | 28.11.2017 | 14:05  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 28.11.2017 | 20:06  
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Hermann Müller aus Einbeck | 29.11.2017 | 09:26  
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Hans-Joachim bartz aus Hattingen | 28.01.2018 | 08:46  
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