Mehr Strom vom Dach

Der Umwelt zuliebe: Mehr Strom vom Dach – aber korrekt und sinnvoll abgerechnet.
Wir wollen – der Umwelt zu Liebe - mehr erneuerbare Energie erzeugen. Diese Umstellung weg von Atom, Kohle, Öl, Gas, sollte so erreicht werden, dass die öffentlichen Haushalte nicht, oder doch möglichst wenig, belastet werden.
Diese Umstellung lässt sich durch eine Änderung bei der Abrechnung erneuerbarer Energie erreichen:
Von dem Stromverbrauch im Haushalt, gerechnet in kWh, wird der vom gleichen Haushalt erzeugte Strom, ebenfalls gerechnet in kWh, abgezogen (saldiert). Erst wenn die jährliche eigene Stromerzeugung, gerechnet in kWh, die in das Netz geliefert wird, den eigenen aus dem Netz bezogenen Stromverbrauch, gerechnet in kWh, übersteigt, wird dieser Überschuss nach den Bestimmungen des EEG in Euro abgerechnet.
Diese Änderung der Abrechnung führt zu deutlich geringeren über das EEG abzurechnenden Strommengen (und so zu einer Strompreissenkung).
Dieser mein Vorschlag ändert nichts an den von den Stromversorgern gesetzten technischen Anforderung an die jeweiligen Anschlüsse.

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Der oft zitierte Durchschnittshaushalt verbraucht jährlich 4.500 kWh.Seine Stromrechnung gliedert sich in die verbrauchsunabhängige Grundgebühr und den verbrauchsabhängigen Leistungsteil, für den bei den Haushaltstarifen ein Preis um die 0,30 Euro je kWh gefordert wird, das ergibt (4.500*0,30=) 1.350,00 Euro für den verbrauchsabhängigen Teil der Jahresrechnung. Über drei bis fünf Jahre gerechnet reicht dieser Betrag aus, um eine mehrere kW erzeugende Solaranlage aufs Dach zu setzen, die dann wiederum den ganzen oder doch mindestens einen großen Teil des Haushaltsjahresverbrauchs erzeugen kann. Der hierfür nötige Anreiz zum Bau einer Solaranlage kann bei den sinkenden EEG-Vergütungen nicht mehr erreicht werden. Es bedarf daher einer Umstellung der Abrechnung auf Jahres-Saldierung, gerechnet in kWh.
Solaranlagen auf den Dächern
* haben keine beweglichen Teile;
* machen keine Geräusche;
* verursachen keine Verletzungen fliegender Tiere;
* sind eine dezentrale Stromerzeugung;
* die Stromerzeugung erfolgt direkt beim Verbraucher;
* bewirkt (fast) keine Netzbelastung;
* erfordern keine Änderung der von den Stromversorgern vorgegebenen Technik;
* bewirken keine Belastung der öffentlichen Haushalte;
* finanzieren sich durch die Änderung der Abrechnungen in kWh der aus dem Netz bezogenen und in das Netz gelieferten Strommengen von selbst.
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Übrigens.
Der den Solarstrom erzeugende Haushalt liefert heute diesen Strom (kWh) ins Netz und bekommt seine EEG-Vergütung aus der von allen Stromkunden, insbesondere den Haushalten, über den Strompreis aufzubringenden EEG-Umlage. Und was wird aus den ins Netz gelieferten kWh? Die schiebt ihr freundlicher Stromversorger zehn Meter weiter ihrem Nachbarn durch den Stromzähler und lässt sich diese kWh mit 0,30 Euro bezahlen!
Dieses Geschäft ist für den Stromversorger so interessant, dass er, wie die Stadtwerke Einbeck, sogar in Anzeigen dafür wirbt und verspricht dabei zu helfen, Solaranlagen aufs Dach zu bauen. - Ein Produzent bietet seine Hilfe an, damit der Kunde sein Produkt nicht braucht??? - Die Stadtwerke brechen allerdings die Gespräche sofort ab, wenn sie erkennen, dass ihr Kunde diesen (legalen) Betrugstrick durchschaut.
03.06.2021
Hermann Müller
Bentierode
Bentieröder Bruch 8
D-37574 Einbeck
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1 Kommentar
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Hans-Joachim bartz aus Hattingen | 04.06.2021 | 07:21  
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