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„Segen bringen, Segen sein“ – Die Sternsinger kommen

Fröhliche Stimmung herrscht im Ehinger Pfarrhof. Jedes Jahr treffen sich dort in den Weihnachtsferien Buben und Mädchen, um sich auf ihren Dienst als Sternsinger vorzubereiten. Die Kinder und Jugendliche probieren glänzende Kronen, Turbane und festliche Gewänder. Sie üben Segenstexte für den Besuch an den Haustüren und studieren ein Sternsingerlied für die Mitgestaltung des Gottesdienstes ein. In den Gruppenstunden werden sie auch inhaltlich auf ihre Mission vorbereitet und ein Film gibt kindgerechte Einblicke über den karitativen Charakter der Sternsinger-Aktion. Viele von ihnen sind schon zum wiederholten Mal dabei, als „erfahrene“ Sternsinger können sie über so manch nettes Erlebnis berichten.
Sie sind überall bekannt, die Sternsinger. Rund um den 6. Januar sind sie bundesweit wieder unterwegs: festlich gekleidet und mit dem Stern vorneweg. So verkünden sie den Menschen die Frohe Botschaft von der Geburt Christi und bringen Weihrauch und den Segen in die Häuser. Mit Kreide schreiben sie an die Türschwellen „20*C+M+B+13“, das heißt „Christus mansionem benedicat“ – Christus segne dieses Haus. „Irrtümlich werden die drei Buchstaben nämlich oft als Kürzel für die Namen der drei Weisen Caspar, Melchior und Balthasar verstanden“ wissen die Ehinger Sternsinger. Daneben sammeln sie auch für Not leidende Gleichaltrige in aller Welt - es ist die weltweit größte Solidaritätsaktion, bei der sich Kinder für Kinder einsetzen. Unterstützt werden sie dabei vom Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und vom Bund der Katholischen Jugend. „Im vergangenen Jahr sammelten die Sternsinger deutschlandweit 42 Millionen Euro für Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa “ berichtet Maria Dennerlöhr vom Vorbereitungsteam den Kindern , „mit den Mitteln erhalten unter anderem Straßenkinder, Waisen und Kindersoldaten Hilfe, ebenso werden damit Bildungsprojekte, Nothilfe oder soziale Integration gefördert.“ Bei allen Projekten wird versucht, Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten.
Im Januar 2013 ziehen die engagierten Mädchen und Buben in den Diözesen zum 55. Mal von Haus zu Haus, verkünden die Weihnachtsbotschaft und leihen ihre stimmen vielen Not leidenden Kindern, deren Hilferufe sonst nicht gehört würden. Einen pädagogischen Schwerpunkt setzt die Aktion Dreikönigssingen alljährlich mit einem Land und Motto, dabei soll den Sternsingern die Lebenssituation von Kindern am konkreten Beispiel eines Landes nähergebracht werden. „Segen bringen, Segen sein. Für Gesundheit in Tansania und weltweit“ heißt das Leitwort der diesjährigen Aktion. „Damit machen wir aufmerksam, dass weltweit jedes Kind das Recht auf medizinische Versorgung hat“, so eine Ehinger Sternsingerin.
Die Königsgewänder sind gebügelt, die Weihrauchfässer und Sterne liegen bereit. Am 6. Januar werden die Sternsinger der Pfarrei St. Laurentius ausgesendet. Und sie freuen sich - gemeinsam mit ihren zirka 500.000 Mitstreitern bundesweit - auf offene Türen, Herzen und Hände.
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