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SPD-Ortsverein Hachborn auf großer Reise nach Berlin

Rückblick auf das Vergangene-Augenblick in die Gegenwart-Vorausblick in die Zukunft

Das zu Ende gehende Jubiläumsjahr des SPD-Ortsvereins Hachborn, der sein einhundertjähriges Bestehen am 26. Oktober mit einer traditionellen Feierstunde- mit Franz Müntefering als Laudator beging, fand mit einer Info-Reise der Genossen in die Hauptstadt Berlin einen abschließenden Höhepunkt.

Die Informationsfahrt erfolgte auf Einladung vom Bundespresseamt durch den heimischen Abgeordneten Sören Bartol. Professionell betreut wurde die Gruppe von einem Reiseleiter des Bundespresseamtes und dem souverän agierenden Leiter des Marburger Wahlkreisbüros, Georg als Reisebegleiter.

In den drei Tagen wurde ein umfassendes, an politischen Gesichtspunkten orientiertes Programm geboten.
Besucht wurden Bundeskanzleramt, Bundesaußenministerium und Reichstagsgebäude. Diese beinhalteten jeweils einen 45-minütigen Vortrag mit Erläuterungen zu Aufgaben, Arbeitsweise und Zusammensetzung der Ministerien sowie die Parlamentsarbeit, Geschichte und Architektur des Reichstagsgebäudes.
In der SPD-Parteizentrale, dem "Willy-Brandt-Haus" wurde die Reisegruppe von MdB Sören Bartol empfangen. Danach kam es mit ihm zu einer lebhaften, jedoch leider zeitlich begrenzten Diskussion, in der auch das aktuelle Thema "Klimapaket" behandelt wurde.

Nahezu ganz im Zeichen des bevorstehenden Volkstrauertages wurde die Reisegruppe mit den unmenschlichen
Zwangs- und Foltermaßnahmen des DDR-Staates und dem unsäglichen Leid der Verfolgten, Inhaftierten und Ermordeten konfrontiert, was bei vielen Besuchern einen tiefen emotionalen und traurigen Eindruck hinterließ.
Besichtigt wurden die Dauerausstellung "Alltag in der DDR", das Dokumentationszentrum "Topograhie des Terrors" und das ehemalige zentrale Stasi-Gefängnis in der "Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen".
Zur Ehrerbietung gedachten schließlich die Mitglieder vom Hachborner SPD-Ortsverein an den Gedenktafeln am Reichstagsgebäude für die, von Nationalsozialisten ermordeten 96 Reichstagsabgeordneten.
Zu den Getöteten zählt auch der heimische SPD-Abgeordnete Konrad Broßwitz, der ab 1933 verfolgt,
inhaftiert und schließlich 1945 mit 63 Jahren im KZ Dachau starb. Broßwitz vertrat den Wahlkreis Hessen-Nassau. Zu Broßwitz bestand seitens des SPD-Ortsvereins Hachborn ein besonderer Bezug, da er mehrfach Gastredner in Hachborn war und auch 1929 die Fahne der SPD nahestehenden Reichsbanner-Ortsgruppe weihte.

Ein abschließender Besuch im Deutschen Historischen Museum bot einen vielfältigen und sehr interessanten Einblick in 1500 Jahre Geschichte auf deutschem Boden.
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