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Klein Barbara und die Maggiflasche

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Freitags und samstags war Putztag bei Oma. An diesen beiden Tagen gab es meistens Suppe.

So auch an jenem Freitag, als es in der Mittagszeit an der Haustür klingelte.
Klein Barbara drückte den Türöffner.

„Omma, die kleine Tante Grete kommt“.

In der Familie gab es zwei Tante Grete. Die eine war Opas Schwester. Sie war klein und knubbelig.
Die andere Tante Grete war die Frau von Opas Bruder, dem Onkel Fritz. Sie war groß und dünn.
Um sie beide zu unterscheiden, wenn man von ihnen sprach, hieß die eine, die kleine Tante Grete, und die andere war die lange Tante Grete.

Die kleine Tante Grete kam nun schnaufend die Treppe bis zum zweiten Stock hoch gelaufen.
Die Suppe war fertig, und Oma stellte noch einen Teller für die Tante Grete auf den Tisch..
Dann gab sie jedem einen Schöpflöffel voll Suppe auf den Teller.

Oma sagte:“ Kind, pass up, die Supp ist heiß, Du mußt schön pusten tun.“

Oma und Tante Grete pusteten auf ihre Löffel. Während Klein Barbara auch auf ihren Löffel pustete, lauschte sie der Unterhaltung zwischen Tante Grete und Oma, dat dat Hildgard in andere Umstände vom Friedhelm ist, und dat der Friedhelm jedem Weiberrock hinterher läuft. Sie verstand nicht, was Oma und Tante Grete erzählten

Dann hörte sie, dat der olle Suffkopp Arthur wieder seinen ganzen Wochenlohn versoffen hat, und dat Lisbeth, dat arme Fraumensch nicht weiß, wie sie die Kinder satt kriegen soll, und zwei Monate ist sie auch mt der Miete im Rückstand.

Klein Barbara pustete, die Suppe war immer noch heiß. Dann sah sie, dass Oma und Tante Grete einige Tropfen Maggi in ihre Suppe taten.

„Oh“, dachte klein Barbara, wenn sie jetzt Maggi in ihre Suppe macht, wird die Suppe kalt..
Gedacht, getan. Aber mit ein paar Tropfen Maggi war sie immer noch heiß..

Oma und Tante Grete, lebhaft in ihrer Unterhaltung vertieft,
merkten nicht, dass Klein Barbara immer wieder zur Maggiflasche griff.

Nach einer Weile sagte Oma: „Kind, Du hast ja immer nich nichts gegessen“

Klein Barbara: „Omma, die Suppe schmeckt nicht.“

Oma probierte die Suppe, ob sie nun kalt genug war..

„Bärbelchen, was hast Du denn gemacht?“ und schaute sich die Maggiflasche an. Sie nahm Klein Barbaras Teller, schüttete ihre Suppe zurück in den großen Kochtopf und rührte ein paamal um.

Dann gab sie ihr erneut einen Schöpflöffel voll Suppe auf ihren Teller.

„So, mein Kind, jetzt kannst Du die Suppe essen.“
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20 Kommentare
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Helmut S... aus Mönchengladbach | 20.02.2015 | 15:35  
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Elke Matschek aus Ebsdorfergrund | 20.02.2015 | 15:38  
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Tina vom Saalestrand aus Bad Kösen | 20.02.2015 | 15:39  
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Constanze Seemann aus Bad Münder am Deister | 20.02.2015 | 15:48  
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Peter Perrey aus Neustadt am Rübenberge | 20.02.2015 | 16:15  
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Barbara S. aus Ebsdorfergrund | 20.02.2015 | 16:25  
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Tina vom Saalestrand aus Bad Kösen | 20.02.2015 | 16:30  
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Peter Perrey aus Neustadt am Rübenberge | 20.02.2015 | 16:42  
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Werner Szramka aus Lehrte | 20.02.2015 | 16:43  
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Volker Beilborn aus Marburg | 20.02.2015 | 16:59  
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Barbara S. aus Ebsdorfergrund | 20.02.2015 | 17:07  
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Andreas Köhler aus Greifswald | 20.02.2015 | 18:59  
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Silvia B. aus Neusäß | 20.02.2015 | 22:28  
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Barbara S. aus Ebsdorfergrund | 21.02.2015 | 14:06  
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Gisela Diehl aus Alzey | 22.02.2015 | 00:47  
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Gaby Floer aus Garbsen | 22.02.2015 | 11:41  
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