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Zigeuner in der politischen Literatur

Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ) ist eine seit 1953 erscheinende Beilage der deutschen Wochenzeitung Das Parlament. Trotz der ungewöhnlichen Veröffentlichungsform zählt sie nach eigenen Angaben „zu den wichtigsten deutschsprachigen Fachzeitschriften für Politikwissenschaft. In jeder Ausgabe schreiben verschiedene Autoren zu unterschiedlichen Themen.

Herausgegeben wird die Beilage von der Bundeszentrale für politische Bildung. Man kann APuZ als Beilage zu Das Parlament sowie seit 1995 auch als Online-Ausgabe auf den Seiten der Bundeszentrale www.bpb.de lesen.

Darüber hinaus bietet die Bundeszentrale auch separate Jahrgangsbände von APuZ zum Verkauf an. APuZ ist eine wöchentlich erscheinende Zeitschrift. Die verkaufte Auflage lag im 3. Quartal 2009 bei 57.906 Exemplaren. APuZ erscheint im Societäts-Verlag. Die ISSN lautet 0479-611X.

Die Ausgabe „Sinti und Roma“ stammt vom 30. Mai 2011 und ist die Nummer 22-23/2011. Autoren wie Reinhard Marx, Nihad Nino Pusija und Frank Sparing kümmern sich um Themen wie die vergessene Verfolgung der „Zigeuner“ im Dritten Reich und die „Wiedergutmachung“ des erlittenen Unrechts, die Roma in Deutschland unter ausländerrechtlichen Gesichtspunkten, die Bildungssituation dieser Volksgruppe, den Antiziganismus und die Minderheitsrechte der Gruppe in der Europäischen Union. Die Autoren sind teilweise selbst ethnischer Abstammung. Sie haben alle einen wissenschaftlichen Hintergrund. Dies ist bei den Ausführungen auch deutlich zu merken. Die Autoren schreiben über historische wie aktuelle politische Themen rund um die Sinti und Roma. Daher kann man dem Heft schon auch einen politikwissenschaftlichen Ansatz unterstellen – Bereiche wie Kultur, Sport, Religion oder ähnliches wird hier nicht angesprochen. Das Heft weist eine Besonderheit auf. Es enthält fünf großformatige Bilder, die einige Jugendliche in ihrem Lebensumfeld zeigen. Auf den ersten Blick könnte man meinen, mit den Sinti und Roma würde hier ein Randthema angesprochen. Sieht man aber die Situation in Städten wie Duisburg und Dortmund, hat es doch eine ungeahnte Aktualität gewonnen. Oder wurde es hier gezielt angesprochen, weil die Redaktion, die ihren Sitz ja in Bonn hat, gezielt ein tagesaktuelles Thema aufgreifen wollte.
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