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spot on in Düsseldorf

"Spot on" ist der Titel einer im Jahre 2008 erfolgreich gestarteten Ausstellungsreihe im museum kunst palast, bei der im halbjährigen Rhythmus in unterschiedlich inszenierten Projekträumen Werke oder auch Werkgruppen gezeigt werden, die es neu oder wieder zu entdecken gilt: zum Beispiel Neuerwerbungen für die Sammlunge, neue Forschungsergebnisse oder auch Restaurierungserfolge. Vorgestellt werden im Rahmen von spot on aber auch `Wiederaufführungen´ von wichtigen historischen Ausstellungsereignissen, Video-Filmvorführungen oder Perfomances sowie besondere Werkgruppen aus dem eigenen Sammlungsbestand, ebenso konzentierte Ausstellungen von in Düsseldorf lebenden oder mit Düsseldorf in einer besonderen Beziehung stehenden Künstlern.

In der fünften Reihe der Staffel wird das aus dem Jahre 1877 stammende Gemälde 'Die schlafende Diana, von zwei Faunen belauscht´ von Arnold Böcklin neu beleuchtet und mit dem eigenen Bestand von Gemälden Böcklins, Feuerbachs und Hans von Marees zusammen präsentiert. Nach einem Restitutionsanspruch konnte dieses Werk, das seit 1966 im Museum den Sammlungsschwerpunkt Malerei des 19. Jahrhunderts als Leihgabe bereichert hat, mit der finanziellen Hilfe der Stadt Düsseldorf, der Kulturstiftung der Länder, der Kunststiftung NRW, des Bundesbeauftragten für Kunst und Medien, des Landes Nordrhein-Westfalen und der Bezirksregierung Düsseldorf für die städtische Sammlung im Museum angekauft werden.

In dem Gemälde aus dem Jahre 1877 lagert schlummernd die mit einem durchsichtigen, mit Goldfäden bestickten, goldgelben Schleier spärlich bekleidte Götting in einer kargen, wild bewachsenen Gesteinsmulde. Daneben stehen zwei haarige, lüstern-grimassierende Faune, um sich ihrer zu bemächtigen. Die beiden zotigen Gestalten repräsentieren das Element des Grotesken. Hier verbindet sich das Komische mit dem Unheimlichen und bildet einen deutlichen Kontrast zum Sinnbild des Schönen. Das göttliche Wesen steht gegen das niedere Naturwesen, Kultur steht gegen Natur.

Arnold Böcklin (*16. OKtober 1827 in Basel, gestorben 16. Januar 1901 in SWan Domenico bei Fiesole, Florenz) gilt einer der bedeutendsten Künstler des 19. Jahrhunderts in Europa. Er studierte 1845 bis 1847 an der Kunstakademie Düsseldorf, unter anderem bei Johann Wilhelm Schirmer. Danach unternahm er mehrere Studienreisen nach Belgien, in die Schweiz und die Niederlande. Im Pariser Louvre machte er Studien und in Rom arbeitete er von 1850 bis 1857. Ein Jahr später erhielt er den Auftrag, den Speisesaal in der Villa des hannoverschen Konsuls Karl Wedekind auszumalen. Später erlangte er durch das Gemälde `Pan im Schilf´ große Bekanntheit. Von 1860 bis 1862 arbeitete er als Professor an der Großherzoglichen-Sächsischen Kunstschule in Weimar. Er kehrte nach Italien zurück und ging nach Neapel und Pompeji, bevor er sich dann mehrere Jahre in München aufhielt. In dieser Zeit entstand sein unverkennbarer Stil mit den intensiven Farben, die mythologische Fabelwesen zeigen.

Die schlafende Diana, von zwei Faunen belauscht, gehört zu den Hauptwerken Böcklins und entstand während seiner fruchtbaren Schaffenszeit in Italien, als er längst neben Hans von Marees und Anselm Feuerbach zu den führenden Köpfen der Deutschrömer, also der idealistisch-symbolistischen Malerei des 19. Jahrhunderts gerechtnet wurde.

Die Arbeiten der Kölner Künstlerin Alexandra Bircken (* 1968, Köln) sind Neuerwerbungen der Sammlung Stadtsparkasse Düsseldorf, die als Dauerleihgabe dem Museum überlassen werden.

Bircken studierte von 1990 bis 1991 erst Kunst, anschließend bis 1995 Modedesign am Londoner Central Martins College of Arts and Design, wo sie auc huntererrichtete. Die von ihre entworfenen Schmuck- und Kleidungsstückte aus unterschiedlichsten Materialien entwickelten sich zunehmend zu eigenständigen Gebilden und räumlichen Anordnungen. 2004 hat Bircken begonnen, rein künstlerisch zu arbeiten. Manche ihrer Werke bestehen aus Strukturen und Netzen, die weiterwachsen oder sich selbst fortzupflanzen seinen. Andere hingegen wirken wie vo nder Künstlerin eingefangen in metallene oder hölzerne Rahmen, um einem Wildwuchs abzuwehren. Zweige und Äste bilden das Grundgerüst viele ihrer Skulpturen. Oft wird Künstliches und Natürliches miteinander verbunden, so lassen sich z. B. Oberflächen überreifer Orangen, einBrotstück mit Nutella oder ein Pflaster, die durch ihre virtuose Vernetzung einen neuen Kontext in ihren Skulpturen finden. Darüber hinaus wird immer deutlicher, daß das Thema Frau eine zentrale Rolle in ihrer Arbeit spielt.

Im RAhmen der Ausstellung werden insgesamt neun Arbeiten gezeigt, die 2008 und 2009 für die Sammlung Stadtsparkasse im museum kunst palast erworben wurden. Sie geben eine repräsentativen Einblick in das Werk von Bircken, das zurzeit internationale Aufmerksamkeit erfährt. In der Reihe SPOT ON werden filigrane Astarbeiten wie "Baum" und "Wald", beide 2004 aus (Hartschaum-)Schwamm gefertigt, und die ungewöhnlichen, kleinen Gipsarbeiten "Form 5" und "Form 11" (2006) gezeigt. Aus dem Jahre 2008 werden die Werke `Pferdchen´ und `Wollen´, Birckens erste fotographische Arbeit, präsentiert. Daneben ist auch ihre größte Arbeit 'Netz mit Maria´zu sehen, das unter anderem aus Stoffwürsten, Taschen, Beutel , einem gelben Rock und einen Foto der titelgebenden Maria Furtwängler besteht.

Markus Vater (*1970 in Düsseldorf) studierte zuerste Kunstgeschichte und Philosophie. Später studierte er an der Kunstakademie Düsseldorf bei Ulrich Erben und in der Meisterklasse von Alfonso Hueppi, dann schloß er sein Studium am Royal College of Art in London ab. Seine Werke umfassen großformatige Zeichnungen, Gemälde, Fotographien, Gedichte und comicartige Animationen.

Für seinen Sport on-Raum hat der Künstler eine animierte Projektion entworfen, die auf unnachahmliche Weise Text und Bild miteinander verbindert und eine Welt eröffnet, in der Tragik und uversicht als wesentliche Elemente des Lebens erscheinen.

Die Paperweights sind eine Somäne der Sammler. Übe rdie Qualitätskriterien herrscht in Sammlerkreisen widerspruchslose Übereinkunft. Höchstpreise werden für herausragende und besonders seltene Stücke gezahlt. Die eigentliche Geshcihte der Papaerweights begann im Jahre 1845 auf der Wiener Gewerbeausstellung, wo der italienische Glasproduzent Pietro Bigaglia erstmals `Papierpresser, KUgeln aus Krystall-Glas, innen mit bunter Glas-Filigran-Arbeit, Blumen und dgl." präsentierte. Kurz darauf erschienen böhmische und französische Paperweights auf dem Markt. Sie waren etwa zwei Generationen lang in Moden und wurde nauc hin England, Schottland und den USA hergestellt. Mit dem beginnenden Jugendstil ging das Interesse jedoch rasch zurück und die Technik und ihre Produkte vergießen in Vergessenheit. Der amerikanische Sammler Paul Jokelson ermunterte schließlich französische Manufakturen nach dem Zweiten Weltkreig, die Herstellung von Paperweights wieer aufzunehmen," berichtet das museum kunst palast in einer Pressemitteilung.

Lohnt sich ein Besuch? Natürlcih sollte sich der Beuscher auch die anderen Ausstellungen anschauen. Ein eindeutigens "na ja" gilt den Ausstellung von Bircken und Vater. Böcklings Werke sind für Liebhaber der klassischen Kunst durchaus sehenswert. Die Glasausstellung ist auf jeden Fall einen Beusch wert.
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