43 KILOMETER FÜR KINDER IN TOGO
BENEFIZLAUF MIT KINDERGARTEN-PROJEKT IN AFRIKA
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43 KILOMETER FÜR KINDER IN TOGO
„MARATHON-PATER“ VERBINDET BENEFIZLAUF MIT KINDERGARTEN-PROJEKT IN AFRIKA
Der Duisburger Extremläufer und „Marathon-Pater“ Tobias Breer hat erneut Sport und soziales Engagement auf außergewöhnliche Weise miteinander verbunden. Im Rahmen einer einwöchigen Reise nach Togo in Westafrika nahm der 63-Jährige am „Marathon des Royaumes – 2. Togo-KiPa-RUN 2026“ teil und sammelte dabei weitere Spendengelder für Bildungsprojekte in Afrika.
Bereits morgens um 6.30 Uhr fiel in Aného der Startschuss für den 43 Kilometer langen Benefizlauf. Die Bedingungen waren extrem: tropische Temperaturen, hohe Luftfeuchtigkeit und unterwegs sogar ein kräftiger Regenschauer. Trotzdem erreichten alle Teilnehmer gesund das Ziel.
Besonders bemerkenswert: Für zwei afrikanische Läufer war es der erste Marathon ihres Lebens. Entlang der Strecke jubelten immer wieder Kinder und Dorfbewohner den Läufern zu. Viele liefen spontan ein Stück mit oder feuerten die Teilnehmer begeistert an.
Mit am Start waren:
Azianou Ablamvi (5:33:14),
Ametonou Amèvi Augustin (5:33:16),
Dogbe Eklou Dieu-Donné (5:34:24),
Anagonou Yaovi Raifort (5:36:03)
sowie Tobias Breer (5:38:02).
Organisiert wurde der Lauf von Brigitta Trzeczak, Gründerin und Vorsitzende des „Togo Projekte e.V.“. Sie koordinierte den gesamten Start- und Zielbereich sowie die Streckenorganisation.
Doch der Marathon war weit mehr als nur ein sportliches Ereignis. Im Mittelpunkt der Reise stand die offizielle Einweihung eines neuen Kindergartens im Dorf Amou Oblo. Mehr als 50 Kinder erhalten dort künftig einen geschützten Raum zum Lernen und Spielen. Zusätzlich entstehen Toilettenanlagen, eine Außenmauer und weitere Bauabschnitte.
Einweihungsfeier neuer Kindergarten
Während der Einweihungsfeier überreichte Tobias Breer einen Spendenscheck über 18.000 Euro. Die Summe wurde in den vergangenen Monaten durch zahlreiche Marathon- und Ultramarathonläufe gesammelt.
Zur offiziellen Feier erschienen zahlreiche Ehrengäste, darunter der Präfekt, der Bürgermeister, Vertreter der Schulaufsicht, Schulleiter, traditionelle Würdenträger und viele Dorfbewohner. Besonders emotional wurde es, als bekanntgegeben wurde, dass der Kindergarten künftig den Namen „Jardin d’enfants Hannah“ tragen wird – benannt nach Hannah Siemes, die einen Teil ihres sozialen Jahres in Togo verbringt.
Für Tobias Breer, der inzwischen weit über 400 Marathon- und Ultramarathonläufe absolviert hat, bleibt der Sport auch nach fast zwei Jahrzehnten mehr als nur persönliche Herausforderung.
„Wenn Kinder entlang der Strecke jubeln und man sieht, wie aus gelaufenen Kilometern konkrete Hilfe entsteht, dann bekommt jeder Lauf eine ganz andere Bedeutung“, erklärte der Duisburger Priester nach dem Rennen.
Nach intensiven Tagen voller Begegnungen, Projekte und sportlicher Herausforderungen ging es in der Nacht zum Sonntag zurück nach Deutschland. Bereits wenige Stunden später stand Breer am Pfingstsonntag wieder am Altar seiner Gemeinde in Duisburg-Neumühl und feierte dort das Hochamt zu Pfingsten.
Für den „Marathon-Pater“ steht nach dieser Reise fest: Sport kann weit mehr bewegen als nur Zeiten und Kilometer – manchmal schenkt er Kindern Hoffnung und Zukunft.
Bürgerreporter:in:Pater Tobias Breer |
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