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Zugangsbeschränkungen für die Angermunder Kiesseen durchsetzen

Düsseldorf, 5. Juni 2020

Die Presse berichtet, dass der Ordnungs- und Servicedienst (OSD) Zugangsbeschränkungen zur Altstadt plane, damit die coronabedingten Abstands- und Sicherheitsauflagen erfüllt werden können. Darüber würde der zuständige Beigeordnete Christian Zaum (CDU), auch aufgrund einer vom Verwaltungsgericht Düsseldorf im Zusammenhang mit dem Alkohol-Außer-Hausverkauf ausgesprochenen Empfehlung, nachdenken.

Alexander Führer, stellvertretender Geschäftsführer der Ratsfraktion Tierschutz FREIE WÄHLER: „Düsseldorf ist gemäß veröffentlichten Zahlen in Sachen Coronaerkrankungen auf einem sehr guten Weg. Wenn die Überfüllung der Altstadt an den sonnigen Pfingsttagen jedoch die Gefahr eines Rückschlags erhöht, muss folgerichtig gehandelt werden.

Dies jedoch gilt nicht nur für die Altstadt.
An den Angermunder Kiesseen ist Baden verboten. Die unterschiedlichen Wassertiefen, die Unterströmungen und starken Temperaturunterschiede verbergen tödliche Gefahren. Die Zugangsstrassen sind nur für Anwohner frei.

Doch was war Pfingsten zu beobachten? Unmengen sonnenhungriger und badewütiger Menschen tummelten sich dort. Müll, Dreck, Lärm und parken im absoluten Halteverbot waren die traurigen Folgen.

Als sich mehrere Anwohner wiederholt beim OSD beschwerten, kamen dann auch endlich einige Kräfte raus nach Angermund. Nur Fahrzeuge abschleppen, wollten sie nicht. Erst als eine Bewohnerin mit Rollator nicht mehr durchkam und ein anderer sich nach den Namen der nicht handeln wollenden Beschäftigten erkundigte, wurde doch der Abschleppvorgang beauftragt.

Ich frage: Warum werden die Zugangsbeschränkungen in Angermund nicht kontrolliert, so wie es vor Jahren noch üblich war? Warum wird das Badeverbot nicht durchgesetzt? Warum wird hier Recht und Ordnung nicht Geltung verschafft? Was soll das Nicht-Einschreiten der Stadt den Bürgern, sowohl denen, die die Regeln nicht beachten als auch denen, die dort wohnen, mitteilen?

Ich erwarte, dass Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD), der zuständige Beigeordnete und die Stadtverwaltung nicht quaken, sondern maken.“

Foto: privat
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