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Eine soziale Katastrophe und sinnlos

Mit Karikaturen wie dieser wollen die Bürgerinitiativen zum Nachdenken anregen.
Düsseldorf: Landtag NRW |

http://alles-dicht-in-nrw.de/

Dichtheitsprüfung in NRW – eine soziale Katastrophe und sinnlos



In Nordrhein-Westfalen sollen nach dem Willen der Rot-Grünen künftig hunderttausende von Hausbesitzern ihre Abwasseranschlussleitungen auf Dichtheit überprüfen lassen.


http://www.umwelt.nrw.de/ministerium/presse/presse...

Obwohl Umweltschäden aus defekten Hausanschlussleitungen bisher nicht nachgewiesen werden konnten, sollen Bürger mit kostenintensiven Überprüfungen belastet werden.



Sind die Untersuchungen wegen der Kosten im Tausenderbereich schon enorm belastend, wird es durch die Art der Überprüfung richtig ärgerlich. So werden häufig mittels Hochdruckspülungen sogenannte Kolmationsschichten (vorwiegend biologische Selbstdichtungen) eventueller Rohrschäden zerstört, um dann anschließend mittels Druckprüfung die Umweltbelastung zu beweisen.
Unter Umständen werden dann Summen für sinnlose Sanierungen fällig, die teilweise die Zehntausendermarke überschreiten. Liegt eine Leitung beispielsweise unter der Sohle des Hauses, kann eine Sanierung auch mehrere Zehntausende kosten.

Die finanziellen Auswirkungen sind katastrophal und für viele Betroffene ist die Kostenübernahme sogar unmöglich. Die Dichtheitsprüfung in NRW ist für tausende Bürger eine soziale Katastrophe.



Jetzt lässt der Verband der unabhängigen Sachkundigen für Dichtheitsprüfung (VuSD) in seiner Pressemitteilung 05 – 2012 vom 14.11.2012 verlauten, Abwasser aus undichten Kanälen versickere im Boden und eine Selbstabdichtung sei gemäß der Untersuchungen von Professor Weinig von der Fachhochschule Bielefeld nicht nachweisbar.

Das widerspricht den Untersuchungen von etlichen Fachleuten, die zu ganz anderen Ergebnissen kamen.


Thoma zieht ein allgemeines Fazit aufgrund der Untersuchungen an realen Leitungen http://komnetgew.de/fileadmin/Downloads/Home/129_h... im Rahmen seiner Doktorarbeit http://www.geowiss.uni-hamburg.de/i-boden/hba/HBA6... : „Ein Nutzen einer generellen Dichtheitsprüfung und einer kompletten Sanierung [von Grundleitungen häuslichen Abwassers] kann mit Blick auf den Umweltschutz nicht erkannt werden.“

Die vom VuSD veranlassten Laborversuche sind auf reale Abwasserleitungen nicht übertragbar, denn aufgrund der Versuchsanordnung konnte sich die übliche biologische Selbstdichtung nicht entwickeln. Und konkrete Kanäle wurden mit dem Gutachten der Fachhochschule Bielefeld nicht untersucht – wie der Titel der Pressemitteilung des Verbandes aber vermuten lässt. Dazu hier eine ausführliche Analyse: lesen ….

http://alles-dicht-in-nrw.de/Depot/121128_Stellungnahme_zu_Prof._Weinig.pdf

Lesen Sie auch:



http://www.lokalkompass.de/duesseldorf/politik/dichtheitspruefung-privater-abwasseranschlussleitungen-eine-analyse-d238717.html
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