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Warnstreik der Öffentlichen in Sachsen - Folgen im Nahverkehr

Nicht nur die erneut starken Schneefälle sorgten heute Morgen für Unmut bei den sächsischen Fahrgästen, die zur Arbeit oder zur Schule wollten. Die Gewerkschaft Ver.di hatte gestern, am 24. Februar, zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Dem Aufruf folgte ein Großteil der Mitarbeiter der CVAG in Chemnitz, der SVZ in Zwickau und der DVB in Dresden. Seit etwa drei Uhr liegt der Stadtverkehr fast vollständig brach. Der Schülerverkehr ist ebenfalls vom Streik betroffen.

Vor den Tarifverhandlungen den Druck erhöhen

Ursache für die umfangreichen Streikmaßnahmen ist das Stocken der Tarifverhandlungen. Seit über einem halben Jahr setzen sich Vertreter von ver.di und der Kommunale Arbeitgeberverband Sachsen zusammen. Die bisher vier Verhandlungstermine brachten keine Ergebnisse.
Zu den Forderungen von Ver.di zählen unter anderem die Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit, eine Begrenzung der Schichtzeiten sowie die Lohnfortzahlung mit Beginn des ersten Krankheitstages. Die Gewerkschaften bezichtigten den Arbeitgeber einer Hinhaltetaktik. Mit den heute stattfindenden Aktionen wollen sie den Druck für die am Dienstag, den 26. Februar, stattfindende Verhandlungsrunde erhöhen.

Fahrgäste waren gut vorbereitet

Von den Streiks sind alle Straßenbahnen und ungefähr zwei Drittel der Stadtverkehrsbusse in Zwickau, Chemnitz und Dresden betroffen. Lediglich Linien der Tochterunternehmen oder Linien einiger Fremdunternehmen fahren noch. Trotz der umfangreichen Streikmaßnahmen blieben größere Probleme im Straßenverkehr aus. Viele Fahrgäste waren scheinbar gut vorbereitet.
Nur wenige warteten an den Haltestellen. Die Verkehrsbetriebe hatten vorher darauf hingewiesen, sich im Internet, Fernsehen und Radio über die Lage zu informieren. Dort erhielten die Fahrgäste Hinweise dazu, welche Linien nicht betroffen sind und welche Möglichkeiten es für die Schüler gibt.
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