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Segelflieger Walter Sinn trainiert für die DM-Quali

Walter Sinn
Mehr als 4800 Stunden hat Walter Sinn in den letzten 45 Jahren in der Luft verbracht – ganz ohne Motorkraft, getragen nur von Sonnenenergie in seinem Segelflugzeug. Der Donauwörther startet für die hiesige Segelfluggruppe in der Segelflug-Bundesliga und nimmt darüber hinaus regelmäßig an nationalen und internationalen Wettbewerben teil.

Erst letzte Woche ist Sinn vom internationalen Hahnweide-Wettbewerb nahe Stuttgart zurückgekehrt, wo er acht Tage nicht nur gegen seine Konkurrenten und das anspruchsvolle Wetter, sondern auch gegen die Tücken der Technik kämpfen musste und letztendlich im Mittelfeld landete. „Leider hatte ich an einem Tag auch noch technische Probleme, der Motor ließ sich nicht mehr ganz einfahren und verschlechterte die Leistung meines Fliegers“, berichtet der Pilot, dessen Flugzeug Ventus 2cM einen Hilfsmotor zum eigenständigen Starten und zur Vermeidung von Außenlandungen besitzt.
Nach dem Pfingstwochenende geht es für den ehemaligen Ingenieur für zwei Wochen zu den Marburg Open, die er 2008 gewann. Auch diesen Wettbewerb sieht Sinn als Vorbereitung auf die Qualifikation zur Deutschen Segelflug-Meisterschaft 2011, die er Ende Juli im sächsischen Roitzschjora in Angriff nehmen wird.
Das Segelflieger-Gen hat Walter Sinn bereits von seinem Vater geerbt, seine Ausbildung zum Segelflieger fand 1964 statt. 1970 wurde er deutscher Junioren-Segelflugmeister, es folgten weitere Titel sowie insgesamt vier Jahre Mitgliedschaft in der Nationalmannschaft.
„Segelfliegen hat sehr viele Facetten. Für mich stand von Anfang an und bis heute das Spiel mit der Natur, mit Wind und Sonne im Vordergrund. Die Kameradschaft mit Gleichgesinnten ebenso wie die Auseinandersetzung mit der Technik“, sagt Walter Sinn und hofft zunächst auf ein erfolgreiches Bundesliga-Wochenende zu Pfingsten und dann auf einen ebenso erfolgreichen Wettbewerb im hessischen Marburg. Und langfristig? Walter Sinn lächelt: „Ich möchte meine fliegerischen Kreise unbedingt noch erweitern, Neuseeland möchte ich wiedersehen, Australien und Texas warten schon. Und ich möchte von Donauwörth aus ohne Motorkraft 1000 Kilometer weit fliegen.“
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Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.myheimat-Stadtmagazin donauwörther | Erschienen am 07.06.2010
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