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Segelflieger erzielen ersten Rundensieg in der Bundesliga

Florian Warga war am Wochenende als schnellster Segelflieger im Team mit Michael Gesell unterwegs.
Donauwörth: Segelfluggelände Stillberghof | Der Titelverteidiger meldet sich zurück: Mit einem Sieg in der dritten Runde der Segelflug-Bundesliga mischt die Segelfluggruppe (SFG) Donauwörth-Monheim den Bundesvergleich auf. Ein spannendes Flugwochenende bescherte den Piloten vom Stillberghof 20 Rundenpunkte und damit den Sprung auf Rang 16 in der Tabelle.

Dabei hatte der Wetterbericht für Samstag eher wechselhafte Witterung vorhergesagt, manch ein Pilot überlegte gar, ob es sich überhaupt lohne, zum Flugplatz zu fahren. Doch was die Piloten erwartete, waren durchaus annehmbare Bedingungen: Flughöhen bis zu 1500 Metern wurden erreicht, die Flugstrecken reichten, ausgehend vom Flugplatz oberhalb Zirgesheims, von Heidenheim auf der Schwäbischen Alb über Neumarkt in der Oberpfalz bis nach Straubing in Niederbayern.
Am schnellsten unterwegs war am Samstag ein Juniorenteam der SFG: Florian Warga und Michael Gesell legten im zweisitzigen Segelflugzeug 499 Kilometer zurück und erzielten innerhalb des zweieinhalbstündigen Bundesliga-Zeitfensters eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 98 Stundenkilometern ohne Motorkraft. Fast gleich schnell waren Wolfgang Köckeis und Mario Wissmann, ebenfalls zweisitzig und mit 97,2 Stundenkilometern über eine Distanz von 550 Kilometern unterwegs. SFG-Vorstand Stefan Senger legte 425 Kilometer zurück; sein Bundesliga-Schnitt betrug 96,8 Stundenkilometer.
Der Rundensieg hatte sich bereits am Samstagabend abgezeichnet, bis zum Sonntagnachmittag betrug der Vorsprung der Donauwörther knapp 60 Stundenkilometer. Doch drei Flüge des Segelflugzentrums Königsdorf wirbelten die Wertung noch einmal durcheinander, der Titelverteidiger behielt jedoch die Oberhand und siegte vor dem Verein aus dem Voralpenland und dem letztjährigen Vizemeister LSV Schwarzwald. Die SFG verbesserte sich um elf Plätze auf Rang 16, ist aber mit 25 Punkten Rückstand noch weit von der Spitze entfernt.
Am Sonntag ließen sowohl das Flugwetter als auch das neuerliche Flugverbot keine Streckenflüge über Donauwörth zu – dieses Mal waren die Luftsportler auch vom Vulkanausbruch betroffen. Walter Sinn etwa, der derzeit am Hahnweide-Wettbewerb nahe Stuttgart teilnimmt, musste seinen Streckenflug abbrechen. Er belegt nach einem Wertungstag derzeit Platz zwölf von 30 Piloten der 18-Meter-Klasse.

Alle Ergebnisse der Segelflug-Bundesliga sowie Details der einzelnen Flüge der SFG-Piloten sind im Internet unter www.segelflug-liga.de zu finden.
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