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Förderung für Wohnungsbau: Günstige Baudarlehen und 1.500 € Zuschuss pro Kind

Wohnen ist ein Grundbedürfnis des Menschen. Familien, die ein familiengerechtes Eigenheim bauen oder kaufen möchten, können dafür vom Freistaat Bayern finanzielle Unterstützung erhalten. Ebenso gibt es Unterstützungsmög-lichkeiten bei der Anpassung von Wohnraum an die Belange von Menschen mit Behinderung und schwer kranken Menschen. Allerdings müssen hierzu bestimmte Voraussetzungen (siehe Hintergrundinformationen) erfüllt werden. Die Fördermöglichkeiten regelt das Bayerische Wohnungsbauprogramm bzw. das Bayerische Zinsverbilligungsprogramm.

Bayerisches Wohnungsbauprogramm
Wer ein Ein- bzw. Zweifamilienhaus bauen oder kaufen möchte oder an einer Eigentumswohnung interessiert ist, kann ggf. eine finanziellen Förderung nach dem Bayerischen Wohnungsbauprogramm in Anspruch nehmen. Dies gilt für den Neubau, eine Gebäudeänderung oder -erweiterung ebenso wie für den Ersterwerb und Zweiterwerb einer Immobilie.

Der Freistaat Bayern gewährt über die Bayerische Landesbodenkreditanstalt (BayernLabo) befristet Darlehen und Zuschüsse für den Bau und Erwerb von Eigenwohnraum. Der Mittelwert der Fördersumme beträgt beim staatlichen Baudarlehen 30.000 €. Der Zinssatz von 0,5 Prozent ist für die ersten 15 Jahre der Laufzeit festgeschrieben. Die Tilgung ab dem 3. Jahr der Laufzeit ist ein Prozent bei Neubaumaßnahmen und zwei Prozent bei Erwerb vorhandenen Wohnraums. Haushalte mit Kindern erhalten zusätzlich einen einmaligen Kinderzuschuss von 1.500 € je Kind. Das gilt auch, wenn die Geburt eines/mehrerer Kinder zum Zeitpunkt der Antragstellung zu erwarten ist.

Auch barrierefreier Umbau wird gefördert
Gefördert werden daneben auch bauliche Maßnahmen zur Anpassung von Wohnraum, auch Mietwohnraum, an die Belange von Menschen mit einer Behinderung. Dazu zählen z. B. der Einbau eines Treppenliftes oder eines Aufzugs wie auch der Einbau behindertengerechter sanitärer Anlagen. Die Förderung besteht aus einem leistungsfreien Darlehen (im Ergebnis einem Zuschuss) bis höchstens 10.000 € je Wohnung. Die Förderung richtet sich nach den Gesamtkosten.

Bayerisches Zinsverbilligungsprogramm
Mittels des Bayerischen Zinsverbilligungsprogramms können Bauwillige in den Genuss eines befristeten zinsverbilligten Darlehens kommen. Gefördert werden auch hier der Neubau und der Kauf (Ersterwerb und Zweiterwerb) eines Eigenheimes in Form von Einfamilienhäusern, Zweifamilienhäusern (nur die Eigenwohnung) und Eigentumswohnungen. Die Förderung besteht aus einem Darlehen in Höhe von bis zu 30 % der Gesamtkosten (max. 100.000 €) für die Dauer von 10 Jahren in Form eines zinsverbilligten Kapitalmarktdarlehens. Der aktuelle Zinssatz ist im Internet unter www.bayernlabo.de abrufbar. Der derzeitige Zinssatz beträgt 2,10 % jährlich (eff. Jahreszins 2,16 %).

Das Bayerische Wohnungsbauprogramm kann zusammen mit dem Bayerischen Zinsverbilligungsprogramm beantragt werden. Bei einer Kombiförderung beträgt der derzeitige Zinssatz im Bay. Zinsverbilligungsprogramm 2,60 % jährlich (eff. 2,68 %).

Antragstellung
Die jeweiligen Förderungen können beim Landratsamt Donau-Ries, Wohnraumförderung in Bayern, Pflegstraße 2, in 86609 Donauwörth beantragt werden. Für weitere Fragen und Terminvereinbarungen steht Frau Stefanie Miller unter Telefon 0906/74–177, Telefax 0906/74-43177, E-Mail: stefanie.miller@lra-donau-ries.de zur Verfügung. Weitere Informationen sind im Internet unter www.bayernlabo.de und www.wohnen.bayern.de erhältlich.

Hintergrundinformationen:
Grundvoraussetzungen für die Förderungen:
• Die Einkommensgrenze (BayWoFG) ist einzuhalten. Die Einkom-mensgrenze richtet sich nach den Haushaltsangehörigen.
• Das Eigenkapital soll in der Regel mindestens 25 v.H. der Gesamtkosten betragen. Im Ausnahmefall kann eine Eigenleistung von 15 v.H. (Geldmittel) zugelassen werden.
• Nachweis der Gesamtkosten. Die Förderung errechnet sich aus den Gesamtkosten – Kosten für Bau / Erwerb, Nebenkosten, Kosten für Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen
• Die Bauweise des Wohnhauses muss wirtschaftlich sein
• Die Tragbarkeit der Belastung muss gegeben sein

Achtung!
Die Fördermittel müssen vor Baubeginn / Abschluss eines Kaufvertrages schriftlich zugesagt sein.
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1 Kommentar
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 11.04.2012 | 16:16  
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