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TCW soll Studienzentrum werden: Bei Unternehmerabend wurde Wirtschaft über Hochschulinitiative informiert

Das Technologie Centrum Westbayern (TCW) in Nördlingen steht kurz davor, sich zu einem Studienzentrum und anerkannter Außenstelle der Hochschule Augsburg für die Bereiche Mechatronik und Produktionsmesstechnik zu etablieren. Derzeit läuft die Antragphase auf Förderung des Projektes durch den Europäischen Sozialfonds und das Programm „Aufbruch Bayern“.

Um Firmen und Unternehmen schon frühzeitig über die Pläne zu informieren und für eine Beteiligung der Wirtschaft zu werben, führte der Landkreis Donau-Ries, die Stadt Nördlingen und das Technologie Centrum Westbayern vor kurzem einen Informationsabend „Hochschulinitiative Donau-Ries“ durch. Dabei erläuterten die Vizepräsident Prof. Dr. Gordon Thomas Rohrmair und Prof. Dr. Markus Glück von der Hochschule Augsburg, zum einen die Chancen und Möglichkeiten, das TCW zu einem Studienzentrum mit Forschungseinrichtung weiter zu entwickeln, zum anderen wurde auch das geplante 3-Säulen-Modell zur Finanzierung des Projektes erläutert. Zum einen erhoffen sich die Verantwortlichen eine Anschubfinanzierung aus „Aufbruch Bayern“ in Höhe von 1,5 Millionen Euro, zum anderen werden Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) beantragt. Und nicht zuletzt soll die Region durch eine zweite Stiftungsprofessur ebenfalls einen Beitrag zum geplanten Studienzentrum leisten. Dafür allerdings sind Landkreis und Stadt als Gesellschafter des TCW auch auf die Unterstützung von Firmen und Unternehmen angewiesen. Zur Erinnerung: Das TCW wurde 2001 im Rahmen der „Hightech-Offensive Bayern“ gegründet. 2008 kam die erste Stiftungsprofessur, seit 2009 ist das TCW An-Institut der Hochschule Augsburg.

Durch die Möglichkeit, junge Menschen vor Ort in zukunftsweisenden Bereichen auszubilden, wird nicht nur die richtige Antwort auf den demographischen Wandel gegeben, sondern diese Maßnahme dient auch der Fachkräftesicherung und -qualifizierung in Nordschwaben, sind sich Landrat Stefan Rößle und der Nördlinger Oberbürgermeister Hermann Faul sicher. Um allerdings ein angepasstes Angebot für die Region zu erarbeiten, werden in Kürze alle betroffenen Firmen angeschrieben. Durch die Fragebogenaktion, die federführend von Regionalmanager Klemens Heininger und Wirtschaftsreferent Veit Meggle durchgeführt wird, soll der konkrete Bedarf an Studienplätzen und Studieninhalten in der Region ermittelt werden.

Die Industrie und Handelskammer (IHK) unterstützt die Hochschulinitiative. Eine Hochschule vor Ort würde den Standort Nordschwaben erheblich stärken, erklärte IHK-Regionalvorsitzender Franz Leinfelder beim Infoabend. Anhand der Exportmenge und der sozialversicherungspflichtig Beschäftigen könne man sagen, dass die Region sehr produktionsorientiert ist. Dies könne man mit gezielter Aus- und Fortbildung in diesem Bereich weiterentwickeln. Dadurch würden auch der gesamte Dienstleistungssektor und der Logistikbereich in der Region profitieren.
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